Zwischenpräsentation, Produkte, Recherchen und ein Automat – Schülerfirma Materifair

Zunächst einmal haben wir uns auf unsere Zwischenpräsentation und deren Vorbereitung konzentriert. Das heißt, dass wir uns aufgeteilt haben und jeder das Thema seiner Seminararbeit und weitere Unterpunkte unserer Firma, die mit unseren jeweiligen Themen verknüpft sind oder um die wir uns jeweils zusätzlich in der Firma gekümmert haben, vorstellen sollte. So kann jeder in seinem Tempo, mit seiner Methode und mit seiner Handschrift ohne Konflikte mit den Anderen arbeiten.

Außerdem hatten wir uns viele Gedanken über die Übersichtlichkeit unseres Vortrags gemacht, da wir zwar mit PowerPoint arbeiten wollten, man hier aber ohne ein dauerhaft bestehendes Inhaltsverzeichnis, leicht den Überblick über die vielen verschiedenen Folien verlieren kann, kamen wir zu der Überlegung, ob es nicht sinnvoll wäre, den Vortrag an unserer kleinen „Gründungsgeschichte“ von Beginn des Schuljahres bis zum Zeitpunkt des Vortrags zu orientieren, was wir dann auch mit Hilfe eines Zeitstrahls in Form einer großen Flipchart umgesetzt haben.

Durch die Aufteilung der einzelnen Themen, konnten wir auch ohne tägliche Besprechungen gut zusammenarbeiten, standen aber immer für Fragen der Anderen bereit, die wir meist mithilfe eines Chats beantwortet haben. Aber auch an online Videokonferenzen kamen wir nicht ganz vorbei, in denen wir uns aufeinander abstimmen und das weitere Vorgehen besprechen mussten. Außerdem hatten wir durch die eingeschränkte Schulöffnung die Möglichkeit, unseren Vortrag und vor allem den Ablauf einmal vorher in Präsenz durch zu üben. Das Vortragsmedium Powerpoint hat uns hier ebenfalls geholfen, da wir uns nicht mehrere Male treffen und ein ausgeklügeltes Plakat vorbereiten konnten. Und so hat jeder seine eigene PowerPoint erstellt und diese wurden letztlich zusammengefügt, sodass eine durchgehende Präsentation entstand.

So funktioniert unsere Zusammenarbeit weiter problemlos. Hier ist ebenfalls anzumerken, dass wir unsere Zusammenarbeit durch weitere Lockdowns nicht stark verändern mussten, da wir zuvor schon größtenteils digital gearbeitet und kommuniziert haben, weil wir durch unsere Stundenpläne schon zuvor in der gesamten Wochen keine einzige Möglichkeit hatten, uns ausführlich persönlich zu besprechen außerhalb der Seminarkursstunden.

Die Produkte haben wir nun außerdem festgelegt und somit uns auch gleich auf die Verkaufspreise geeinigt, deren Bestellung wir jetzt organisieren müssen. Des weiteren ist in der Zeit nach der Zwischenpräsentation der Automat angekommen und muss nun in Absprache mit dem Hausmeister nach den Osterferien aufgestellt werden, damit wir ihn anschließend eröffnen können. Ob er jedoch vollständig sofort in Betrieb genommen wird, hängt von der Situation in der Schule ab, da es unnötig, teuer, verschwenderisch und nicht nachhaltig ist, den Automaten voll zu befüllen, wenn nur zwei Klassenstufen an der Schule sind.

So kann ich dann beginnend bei den Produkten, die Informationen über die praktische Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategien an unserem Automaten für meine Seminararbeit sammeln, ohne die ich eine Nachhaltigkeitsstrategie bzw. die Umsetzung der einzelnen Aspekte nicht bewerten kann. Denn diese beschränken sich bis jetzt auf einige theoretische Informationen zu Orientierungsmöglichkeiten für Unternehmen und eine theoretisches Konzept, das bis jetzt nur ansatzweise umgesetzt wurde, zur Nachhaltigkeit für unserer Schülerfirma. Zusätzlich zu diesen Informationen, die ich für unsere Zwischenpräsentation gesammelt und dort verarbeitet habe, habe ich mich noch durch die Beschäftigung mit unserer Produktauswahl ausführlicher mit dem Aspekt FairTrade beschäftigt und wie hier nicht nur der soziale und ökonomische Aspekt der Nachhaltigkeit durch faire Löhne bedacht, sondern auch der ökologische Aspekt bedacht wird, durch beispielsweise Weiterbildungen zur ökologischen Landwirtschaft für Kleinbauern weltweit und immerhin waren 2018 schon 77% der FairTrade Produkte auch zusätzlich bio-zertifiziert, sie sind also durch ökologische Landwirtschaft entstanden.

Außerdem habe ich angefangen in ein Buch über Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne und Klimaschutz hineinzulesen und mich mit diesem Thema zu beschäftigen, in dem der Autor seine sehr interessante, andere und nicht jedem bewusste Ansicht über Klimaschutz darstellt: Klimaschutz darf nicht rein durch die CO2-Emission definiert werden, vielmehr sei der größte Teil der klimaschädlichen Aspekte auf einen zu hohen und unbedachten Ressourcenverbrauch zurückzuführen, an dem die wirkliche Umweltfreundlichkeit eines Produkts oder einer Aktivität gemessen werden soll.

So arbeiten wir weiterhin wohl größtenteils wie während der Vorbereitung auf unsere Zwischenpräsentation digital zusammen, um unser Projekt auch in die Realität umzusetzen und nicht nur theoretisch planen, denn nur so lassen sich wirkliche Schlussfolgerungen ziehen, die auch die reale Umsetzbarkeit und nicht nur die Theorie miteinbeziehen. Und dabei stehen wir gerade in den Startlöchern.

Quellen:

Hier beispielsweise über Weiterbildungen von Kleinbauern, die in Brasilien Orangen anbauen: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/arbeitsschwerpunkte/fairtrade-projekte-zu-arbeitsschwerpunkten/staerkung-des-kleinbaeuerlichen-orangenanbaus-in-brasilien Angabe zum Bio-Anteil an FairtTrade Produkten: https://www.fairtrade-deutschland.de/service/presse/details/bio-und-fair-immer-gefragter-3069 Das Buch: „Grüne Lügen“ von Friedrich Schmidt-Bleek (Ludwig Verlag, 2014 München)

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