„Jugend forscht“

Am 14.02.2020 waren wir vom Seminarkurs in Künzelsau am Campus, an dem man Technik, Wirtschaft und Informatik studieren kann. Es eine Reinhold-Würth-Hochschule für angewandte Wissenschaften und die größte Hochschule in Baden-Württemberg, an dem zurzeit 1500 Menschen studieren.

„Jugend forscht“ ist ein Schüler – und Jugendwettbewerb. Es gibt zwei Wettbewerbe für zwei verschiedene Altersgruppen: von 9 bis 14 Jahren und von 15 bis 21 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen waren kreativ und haben somit spannende Projekte, beispielsweise durch Plakate dargestellt. Wir haben uns Projekte von den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik angeschaut und konnten jederzeit Fragen stellen. Dabei haben wir einen vielfältigen Einblick in die verschiedenen Projekte der Kinder und Jugendliche gesehen. Am Anfang wurde ich jedoch in der Größe des Wettbewerbs enttäuscht. Ich habe mir eine größere Halle mit mehreren Projekten vorgestellt.

Mich beeindruckt dennoch, dass viele Kinder und Jugendliche ein Projekt erfunden und untersucht haben, an dem sie mit Freude und viel Engagement weiterarbeiten.

Mich begeistert das Projekt „Die Wirkung von Traubenzucker auf geistige und körperliche Leistungsfähigkeit“, das zu dem Fachgebiet der Arbeitswelt gehört und das ein 10-jähriges Mädchen entwickelt hat. Dabei hat das Mädchen ein Mathetest mit und ohne Einnahme von Traubenzucker in der fünften Klasse durchgeführt. Sie konnte keine großen Unterschiede erkennen, da bei der Einnahme von Traubenzucker der Mathetest langsamer und mit wenigen Fehlern erfolgte. Ohne die Einnahme von Traubenzucker verlief der Mathetest schneller, aber mit mehr Fehlern. Das Mädchen machte weitere Experimente, in dem die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse einen Levellauf machten, in dem sie zwischen 2 Linien mit 20 Meter Entfernung hin und herlaufen. Die Person, die Traubenzucker einnahm, erzielte eine größere Wirkung als die Person, die keinen Traubenzucker einnahm.

Das Projekt „Lignin – Bio Kleber der Zukunft?“, das zu der Altersgruppe von 14 bis 21 Jahren gehört und dem Fachgebiet der Chemie zuzuordnen ist, fand ich auch sehr interessant, weil dieses Projekt noch weiter erforschbar ist. Zudem ist der Kleber sehr umweltfreundlich und man kann nur auf Holz kleben. Es ist somit ein Biokleber für Möbel und dieser Biokleber schadet dem Holz nicht, was der Junge durch einen Versuch überprüft hat.

Ein weiteres spannendes Projekt war der „Müllfischer“, das zu dem Fachgebiet der Geo- und Raumwissenschaften gehört. Dabei haben sich Jugendliche mit der Frage beschäftigt, wie man umweltfreundlich Müll aus den Meeren fischen kann. Die Jugendlichen haben recycelte Materialien verwendet, in dem sie ein Modell des Müllfischers aus alten Plastikflaschen gebaut haben und anschließend an den Seiten eines beliebigen Schiffes befestigt haben. Sie haben drei Plastikflaschen zusammengeklebt und mit einer Nadel durchlöchert. Das Ergebnis war positiv, da der Müll in den Flaschen blieb und das Wasser durchgelaufen ist. Jedoch gibt es auch Probleme und offene Fragen, die sich die Jugendlichen stellen: Wie reagieren die Meerestiere darauf? Wie und wo soll der Müll aus dem Müllfischer entleert werden?

Mich beeindruckt, dass sich manche Kinder schon sehr gut in dem Fachgebiet der Informatik/Mathematik auskennen und sogar ein eigenes Spiel programmiert haben. (Projekt: Next level Gaming – das eigene Spiel erstellen)

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Erlebnisse und Erkenntnisse bei Jugend forscht sehr vielfältig waren und wir einen guten Einblick erhalten haben. Ich finde es schön, dass sich Jugendliche und Kinder damit beschäftigen und Projekte entwickeln, die für die Zukunft sehr wichtig sein können. Die Projekte sind größtenteils noch weiter erforschbar, sodass die Jugendlichen und Kinder immer mehr weiterentdecken können.