Interkulturelles Teammanagement bei ebm-papst

Wenn mehrere Kulturen aufeinander treffen, sind Missverständnisse unvermeidbar. Jemand aus Kultur A handelt nach bestem Wissen und Gewissen, in Kultur B ist dieses Handeln jedoch ein völliges No-Go. Das erlebt man nicht nur in den Ferien, sondern zunehmend auch am Arbeitsplatz. Immer mehr Unternehmen arbeiten bedingt durch die Globalisierung auf internationaler Ebene und vertreiben ihr Produkte auf der ganzen Welt. Da das Thema immer aktueller wird, stelle ich mir die Frage: Wie setzt ebm-papst Teammanagement im interkulturellen Bereich konkret um?

Mich persönlich fasziniert der Umgang mit anderen Kulturen ebenso wie die Arbeit im sozialen Sektor. Dabei interessiere ich mich unter anderem dafür, wie stark Unternehmen sich mit kulturellen Einflüssen beschäftigen und wie sie interkulturelles Teammanagement umsetzen. Durch die Vorstellung der Firma am 22. November im Unterricht konnten meine Gruppe und ich persönlichen Kontakt zu ebm-papst knüpfen. Es ist ein bekanntes und großes Unternehmen und hat unser Interesse geweckt. In einigen Bereichen ist es ein „Vorreiter” für andere Unternehmen, zum Beispiel bei Energyscouts oder Auszeichnungen. Die Dame erzählte uns außerdem, dass sich an der familiären Atmosphäre trotz der steigenden Anzahl an Mitarbeitern nichts verändert hätte. Außerdem verbindet diese Firma alle Themen unserer Gruppe. Daher haben wir uns für ebm-papst entschieden.

Dadurch, dass ich in mehreren Kulturen aufgewachsen bin, kann ich mich gut in verschiedene Kulturen einfühlen. Auch mit Teamführung werde ich durch meine Mitarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Landeskirche konfrontiert. Zusätzlich prägte mich die Arbeit meiner Eltern, die ein interkulturelles Team leiteten und sich auf diesem Gebiet in verschiedenen Schulungen weiterbildeten. Meine Erlebnisse und Erfahrungen haben mich gelehrt, dass interkulturelles Teammanagement sowohl mit den positiven Seiten hat als auch mit Spannungen und Schwierigkeiten konfrontiert und herausgefordert wird.

Die Seminararbeit wird aus verschiedenen Teilen bestehen: Nach einer gemeinsamen Hinführung mit meiner Gruppe, in der wir unter anderem das Unternehmen ebm-papst vorstellen, werde ich mich auf mein Thema konzentrieren. Im ersten Abschnitt des Hauptteils, dem theoretischen Teil, wird es darum gehen, was interkulturelles Teammanagement ist. Im anschließenden praktischen Teil geht es darum, wie ebm-papst interkulturelles Teammanagement konkret umsetzt und was ihnen dabei wichtig ist. Abschließend wird es darum gehen, ein Fazit aus dem Erarbeiteten zu ziehen. Das werde ich zunächst persönlich, später gemeinsam als Gruppe tun.

Mein Ziel dabei ist, mich mehr mit Unternehmen und deren Personalführung im interkulturellen Bereich auseinanderzusetzen und Einblick in diesen wichtigen Bereich zu bekommen.

Um strategisch vorzugehen, werde ich mir zuerst einen Grobüberblick durch Bücher und das Internet schaffen. Danach möchte ich meine gesammelte Information strukturieren und anschließend noch weiterhin gezielt mehr Information suchen. Durch Interviews und vielleicht auch einer Umfrage möchte ich außerdem konkrete Fakten und Daten erstellen. Einerseits sind das Interviews mit dem Personal von ebm-papst, andererseits möchte ich versuchen, mit dem Ehepaar Schuppener zu reden, die Schulungen für Unternehmen leiten, die Mitarbeiter ins Ausland schicken und diese vor und nach einem Auslandseinsatz begleiten und coachen.

Bis zu den Weihnachtsferien will ich mich in das Thema einlesen und eine Gliederung mit den wichtigsten Eckdaten erstellen. Außerdem werden wir als Gruppe im gleichen Zeitraum ebm-papst anschreiben und Termine mit ihnen ausmachen. Bis zu den Zwischenpräsentationen, also bis spätestens am 24. Januar, würde ich meinen theoretischen Teil der Arbeit schreiben und die Zwischenpräsentation vorbereiten. Für den Februar sind dann die Interviews und der Besuch der Firma ebm-papst geplant. Im Zeitraum bis zu den Osterferien schreibe ich einerseits meinen praktischen Teil der Seminararbeit, andererseits werde ich dann mit meiner Gruppe die Hinführung und das gemeinsame Fazit schreiben.

Zum Abschluss habe ich die Bücher, die ich bis jetzt zu meinem Thema gefunden habe, aufgelistet:

Hofstede, G. & Hofstede, G. J. (2011). Lokales Denken, globales Handeln: Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management (5. Aufl.). München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG.

Kumbier, D. & Schulz von Thun, F. (2014). Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele (7. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag GmbH.

Roembke, L. (2000). Multikulturelle Teams: Risiken und Chancen. Giessen: Campus für Christus.

Schuppener, C. & Schuppener, J. (2015). Rückkehr aus dem Ausland. Norderstedt: BOD – Book on Demand.

Nun freue ich mich darauf, mehr über dieses Thema herauszufinden und das Unternehmen ebm-papst besser kennenzulernen! 😉