FAQ Kolloquium

Müssen wir uns schick machen?

ja! Es ist wie eine mündliche Abiturprüfung. Diesem Anlass entsprechend solltest du dich kleiden. Du musst dich nicht ver-kleiden – du solltest dich auch nicht unwohl oder eingezwängt bei der Prüfung fühlen. Aber: besser weißes T-Shirt als Shirt mit Spruch drauf, besser lange als kurze Hose… als Maßstab: du bist zum 80. Geburtstag deiner Oma eingeladen. Es gibt ein großes Fest, viele Leute werden da sein. Was dort passt, kannst du nehmen. (Ausnahme: du hast eine Hippie-Oma)

Wie läuft die Prüfung ab?

Ihr werdet als Gruppe geprüft, d.h. ihr werdet alle gleichzeitig in den Raum gebeten. Es werden so viele Stühle da stehen, wie Gruppenmitglieder da sind. Ihr sitzt an einem oder zwei Tisch/en, gegenüber von euch sitzen Herr Ilg und ich. Wir sind die beiden einzigen Lehrer, die an der Prüfung teil nehmen. Der Lehrer, der euch während der Arbeit betreut hat, stellt die Fragen: Gruppenfragen an alle und einzelne Fragen individuell. Bei Gruppenfragen achten wir darauf, dass jede/r mal als erstes antworten darf. Der andere Lehrer führt das Protokoll – dabei werden allerdings nur die Fragen aufgeschrieben um den Prüfungsverlauf nachvollziehen zu können.

Wenn die Zeit um ist, geht ihr raus und wartet. Wir besprechen uns und legen uns auf eine Note fest. Dann bitten wir euch wieder herein und sagen euch eure Noten, auch eure Endnoten. Dann geht ihr alle wieder und die nächste Gruppe ist dran.

Ist es ein Verhör?

Ich hoffe nicht! Es soll eher wie ein Gespräch über deine Arbeit sein.

Müssen wir zuerst was vorstellen oder starten die Fragen direkt?

Ihr müsst nur „Hallo“ sagen, dann gehts los mit den Fragen.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Lies dir am besten alle Arbeiten eurer Gruppe nochmal durch. Überlege, wie die Gruppenarbeit gelaufen ist und was ihr hättet anders/besser machen können. Überlege, wie die einzelnen Arbeiten zum Gruppenthema zusammen passen – welches Thema hätte man noch bearbeiten können, was ist das Fazit aus allen Arbeiten eurer Gruppe, etc. Welche Querverbindungen zwischen den unterschiedlichen Themen der Gruppe gibt es?

Wer ist bei der Prüfung dabei?

Herr Ilg und ich.

Wann bin ich dran?

Es wird einen Zeitplan geben. Wahrscheinlich wird er im Vertretungsplan-Padlet stehen.. Wenn du keine Prüfung hast, musst du auch nicht in der Nähe sein.

Falls es dazu keine Aussage gibt: frage nach, ob du an diesem Tag überhaupt Schule hast (vorher und / oder nachher, bitte bei der Nachfrage darauf aufmerksam machen, dass der Sportkurs früh stattfindet.)

Was ist, wenn die Gruppe nicht so gut zusammenarbeitet?

Du bist für dich verantwortlich! Niemand muss sich um andere kümmern. Du solltest die Gruppenarbeit nicht aktiv behindern, aber du musst dich auch nicht zwingend mit den anderen absprechen.

Was könnten für Fragen kommen? Gehen Sie nur auf die Seminararbeit ein oder auch auch noch weiterführend ins Thema?

Im Wesentlichen auf die Seminararbeit, die Methoden, die verwendet wurden, dein Vorgehen und die Gruppenzusammenarbeit. Wenn Begriffe im Text stehen, auf die nicht weiter eingegangen wurde, könnten dort Nachfragen kommen. Ebenso auf Grafiken oder Tabellen – wenn dort z.B. noch Inhalte drin stecken, die für oder gegen die Hauptthese des Textes sprechen und sowas nicht im Text steht oder nicht erkannt wurde. Wenn Sachverhalte in der Arbeit unklar sind, fragen wir auch dazu nach. Wenn die Fragen sehr weit weg vom Thema führen, sind wir meist schon im Bereich „sehr gut“ (also 13, 14 oder 15 Punkte). Generell ist die Zeit aber recht knapp. Je mehr du sagst, desto weniger kann ich fragen.

Es gibt 3 Anforderungsbereiche (AFB, hier eine gute Übersicht.). Versuche eher in AFB 2 oder 3 zu antworten, wenn es die Frage zulässt. Also: besser erklären oder begründen als beschreiben. Besser beurteilen als nennen.

Die Zusammenfassung der Friedrich-List-Schule in Mannheim finde ich ganz hilfreich (allerdings ist das für Präsentation plus Kolloquium).

Beziehen sich die Fragen eher auf den Hauptteil oder auch auf Einleitung und Schluss?

Fragen können zu allen Teilen kommen. Gerade in Einleitung und Schluss geht es ja oft um Methoden oder um die Begründung der konkreten Fragestellung / Thesen der Arbeit.

Kann ich Zettel mit zur Prüfung nehmen um bestimmte Daten nachzulesen?

Du kannst deine Arbeit mitbringen und dir auch noch Zettel mit zur Arbeit mitbringen. Aber bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass jemand wirklich Zeit zum Blättern hatte. Wenn du dich dadurch sicherer fühlst, bring deine Aufschriebe mit.

Kann eine große Frage auch mehrere kleine Fragen beinhalten, wo dann nachgefragt wird?

ja! Wenn wir merken, dass dir die Antwort nicht sofort einfällt, sie dir aber auf der Zunge liegt, fragen wir nach. Möglich sind auch Anschlussfragen daran oder Fragen, wo man weiterdenken muss. Wenn wir merken, dass du vor Nervosität auf dem Schlauch stehst, gehen wir zu einem anderen Thema.

Wird es schlimm?

nein, ich glaube nicht. Im Wesentlichen musst du deinen Standpunkt gut darstellen, deine Arbeit, wie du vorgegangen bist, begründen und die Zusammenarbeit reflektieren.

Wieviel zählt das Kolloquium?

Kolloquium: 25%, Seminararbeit: 25%, Jahresleistung (Zwischenpräsentation, Exposé, Blog): 50% (das haben wir am Anfang leider falsch gesagt. Entschuldigung. Erst der Oberstufenberater wies uns auf unseren Fehler hin.)

Werden wir geduzt oder gesiezt?

Wir duzen euch.

Haben Sie einen Bewertungsbogen, den Sie verwenden?

Hier:

Falls nun noch Fragen offen sind, bitte in die Kommentare.

Schülerfirma Flaschen – Exposé

Wir haben eine Schülerfirma gegründet mit dem Vorhaben Falschen zu designen an unserer Schule zu verkaufen. 

Dadurch möchten wir den Plastikverbrauch und den Plastikmüll verringern. 

Die Thermosflasche ist unser aktueller Favorit, weil sie langlebig ist und für Kaltgetränke für den Sommer sowohl für Heißgetränke für den Winter geeignet ist. 

Wir haben nach Websiten gesucht die für unser Projekt geeignet sind, dabei war uns wichtig, dass wir eine gute Auswahlmöglichkeit an Mustern haben und wir die Flaschen auch bedrucken lassen könnten. Das genaue Design werden wir uns noch überlegen. 

Wir haben auch schon eine Umfrage an unserer Schule gemacht und diese ausgewertet. Das Ergebnis war zufriedenstellend. 296 Schüler*innen würden eine Flasche kaufen, nur 68 haben kein Interesse. Bei der Frage welches Design die Flasche haben soll waren die Stimmen fast ausgeglichen, das ist für uns nicht ganz so gut, denn das macht unsere Entscheidung nicht leichter. Welche Art die Flasche sein soll war auch eine Frage in unserem Umfragebogen, am beliebtesten bei den Schüler*innen ist die Thermosflasche und die Flasche mit Fruchteinsatz. Die meisten wären bereit 6-8 Euro auszugeben und nur wenige bis 12 Euro oder mehr. 

Der nächste Schritt wird sein das wir Flaschen bestellen werden und über einen gewissen Zeitraum (den wir noch festlegen müssen) testen werden, so dass wir das ideale Produkt zum verkaufen finden. Die endgültigen Modelle die in den Verkauf sollen möchten wir möglichst noch dieses Jahr festlegen.

Innerhalb unserer Schülerfirma haben wir uns in vier Bereiche eingeteilt: Vertrieb, Buchhaltung, Marketing und Projektmanagement.

Den Bereich Projektmanagement übernehme ich. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Organisation, dem Ablauf, der Planung, der Überwachung und Steuerung des Projekts. 

Zu meinen Aufgaben als Projektmanager gehören außerdem die Motivation der Teammitglieder und die Überwachung das alle gemeinsam ihr bestes für das Projekt und das Team geben, dass falls es Konflikte geben sollte, ich darauf achte das sie sachlich gelöst werden. Ich übernehme auch Verantwortung und eine Vorbildfunktion für mein Team. Eine weitere Aufgabe ist nicht nur die Kommunikation innerhalb des Teams sondern auch nach außen und das Vertreten des Projekts in der Öffentlichkeit. 

Ich freue mich auf diese Aufgabe und glaube das ich daran viel Spaß haben werde, jedoch ist mir durchaus bewusst das es nicht immer einfach sein wir und es viel Verantwortung ist.

Expose unserer Schülerfirma Materifair

-unser gemeinsamer Teil allgemein zu unserer Schülerfirma von Hexe Lilli, Astronaut und easy-

Zentrales Projekt:

→ Auszug aus unserem Businessplan aus dem ersten Punkt: Zusammenfassung der Geschäftsidee: „Unser Geschäft soll daraus bestehen, Süßigkeiten und Gegenstände, die von Schülern in der Schule gebraucht werden, mit einem Automaten zu verkaufen. Um zum Einen Geld zu sparen und zum Anderen dem modernen Trend der Nachhaltigkeit zu folgen, soll dieser Automat rein mechanisch, also stromlos, betrieben werden. Außerdem wollen wir vor allem im Blick auf die Lebensmittel auf fair gehandelte Alternativen zurückgreifen. Denn wie in anderen Schulen auch gibt es bei uns Mittagspausen, etc., die oft zeitlich gerade so zum Beispiel zum Mittag essen ausreichen und sollte dann noch jemand zum Beispiel einen Nachtisch benötigen, den es in der Cafeteria nicht gibt, ist die Zeit oft zu knapp um noch zu einem Supermarkt oder zur Bäckerei zu laufen. Unser Automat soll deshalb an einem leicht zu erreichenden Ort in unserer Schule stehen um das Schulleben der Schüler zu erleichtern, auch wenn die Cafeteria zum Beispiel schon geschlossen hat.“

Relevanz des Themas:

Wir haben uns speziell für den Fair-o-mat entschieden, da dieser für den Verkauf von fairen Produkten vorgesehen wurde. Uns ist es sehr wichtig faire Produkte zu verkaufen, da es an der Zeit ist in der Welt etwas zu verändern. Oftmals leiden in Entwicklungsländern immer noch sehr viele Menschen. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Produkte so billig wie möglich herstellen wollen, um mehr Gewinn aus dem Verkauf schlagen zu können. Um das zu erreichen, zahlen sie den Menschen, die das Produkt herstellen Löhne, die unter dem liegen, was sie zum Leben benötigen. Faire Produkte hingegen müssen z.B. wenn sie das Siegel von FairTrade haben, alle Zutaten, die als FairTrade-Rohstoffe verfügbar sind, verwenden. Zudem wird der Handel kontrolliert und die Erzeuger erhalten einen Mindestpreis, der von der jeweiligen Organisation bestimmt wird. Dadurch wird den Erzeugern ein höheres und zuverlässigeres Einkommen ermöglicht. Das bedeutet, wenn man faire Produkte verkauft, tut man etwas Gutes für die Wirtschaft und die Menschen. Und genau das wollen wir den Menschen beibringen, dass es nicht immer darum geht, das billigste Produkt zu kaufen, sondern das, von dem alle profitieren.

Motivation:

Wir möchten den Schülern verdeutlichen, dass es auch faire und gute Produkte gibt, die nicht so viel teurer sind als die „Normalen“. Und auch, dass man ruhig mal zu den fairen Produkten greifen sollte, statt immer nur darauf zu achten, so viel Geld wie möglich zu sparen. Zudem haben wir vor, mit dem Automaten den Alltag der Schüler zu erleichtern, zum Beispiel wenn sie ihre Maske vergessen haben, dass sie sich dort eine kaufen können oder wenn sie in der Pause „Nervennahrung“ brauchen, dass sie sich diese kurz holen können. Denn wir möchten so auch Andere von Nachhaltigkeit und FairTrade begeistern.

Erkenntnisinteresse:

Uns helfen wird dieses Projekt vor allem in dem wir lernen als Team gut zusammenzuarbeiten, aber trotzdem selbstständig zu sein. Wir lernen so auch die Grundstrukturen eines Unternehmens kennen und können uns selbst als Gründer einer Schülerfirma versuchen und dabei zum Beispiel viele verschiedene Strategien in den verschiedenen Bereichen erproben und selbst auszuprobieren. So können wir so zum Beispiel auch einige Grundlagen von Selbstständigkeit und Firmengründung kennenlernen, von denen wir im späteren Berufsleben profitieren können. Da der Automat einen Mehrwert für die Schüler also auch für uns besitzt, können wir auch selbst von den Vorzügen eines solchen Automaten an unserer Schule profitieren.

Ideenentwicklung:

 In der ersten Stunde des Seminarkurses kamen wir auf die Idee, Flaschen für die Schüler und Lehrer zu designen und zu verkaufen. Allerdings wurde uns klar, dass eine andere Gruppe genau dieselbe Idee und sie auch schon mit den Lehrern besprochen hat. Also mussten wir uns eine andere Idee überlegen. Eine andere Idee von uns war es, Kleidung nachhaltig zu Batiken, allerdings wäre es sehr umständlich geworden nachhaltige Farbe zu finden und sie dann letztendlich auch wieder zu entsorgen, da die Farbe nicht in den Abfluss darf und man noch andere Sachen beachten muss. Zusätzlich waren wir uns unsicher, ob das bei den Schülern auch gut ankommt, weil man kann die Kleidung ja auch online im Internet kaufen kann, wo sie wahrscheinlich billiger sein wird, weil wir sie von Hand angefertigt hätten. Dass hätte somit dann auch sehr viel Zeit gekostet und wäre auch sehr aufwendig gewesen. Also haben wir uns dagegen entschieden. Wir haben uns dann im Internet erkundigt, was andere Schülerfirmen schon gemacht haben und haben uns von diesen Ideen inspirieren lassen. Dadurch sind wir dann auf die Idee des Automaten gekommen und weil für uns von Anfang an klar war, dass wir etwas mit Nachhaltigkeit machen möchten, haben wir uns für einen nachhaltigen Automaten mit größtenteils fair gehandelten Produkten entschieden.

Literaturüberblick:

Da nachhaltige und faire Automaten etwas Neuartiges, wirtschaftlich gesehen, sind, müssen wir uns Verkaufsstrategien und Konzepte zu sehr großem Teil vollkommen selbst erarbeiten und erproben. So kann hierbei nur auf die Firma, die diesen bestimmten Automat anbietet verwiesen werden: https://www.fair-o-mat.de. Diese bietet aber auch eine Hilfestellung in zum Beispiel der Produktauswahl und Verweise auf große FairTrade-Händler wie GEPA, El puente oder bio-fair.trade. Außerdem wird hier zum Teil die Nachhaltigkeitsstrategie der Firma und somit auch die, des Automaten erörtert. Informationen zu Fairtrade sind zum Beispiel auf der Website von GEPA: https://www.gepa.de/home.html zu finden. Hier wird zum Beispiel die Herkunft der verschiedenen Produkte genau beschrieben. Informationen zum Kauf und Verkauf von FairTrade-Produkten konnten wir außerdem durch eine Person, die ehrenamtlich diese Produkte verkauft, erhalten. Als Hilfestellung zum allgemeinen Betrieb einer Schülerfirma sind das Arbeitsheft von Boeckler zum Thema Schülerfirma(https://www.boeckler.de/pdf/schule_ah_schuelerfirma_2018.pdf), in der die Gründung einer solchen erklärt wird und die Vorlage zum Erstellen eines Businessplans für Schülerfirmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie(https://www.unternehmergeist-macht-schule.de/SharedDocs/Downloads/materialienschueler/Businessplan-erweiterte-Vorlage.pdf?__blob=publicationFile) sehr hilfreich. Weitere Links zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen sind in easy’s Teil des Exposés zu finden.

Ziel der Arbeit:

Unser Ziel ist es zunächst einmal zu erreichen, dass der Automat und seine Produkte gut von den Schülern und Lehrern angenommen werden. Zudem wäre es optimal, wenn wir den Automaten entweder selber weiter betreiben können, oder ihn an jüngere Schulklassen abgeben könnten, sodass diese ihn weiter betreiben können. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Aktionen zu planen, damit für jeden und jede Jahreszeit etwas vorhanden ist, was einen anspricht und auch, dass Abwechslung stattfindet, damit es nicht langweilig wird.

Reflexion eigener Vorkenntnisse und Kompetenzen:

Ich, easy, kann gut selbstständig aber auch gemeinsam im Team arbeiten, dabei kreativ werden und „um die Ecke denken“. Durch mein Praktikum bei einer sehr kleinen Anwaltskanzlei, konnte ich einen Blick darauf werfen, wie sich ein sehr kleines Unternehmen gut organisiert und koordiniert und diese Arbeitsstrategie mit regelmäßigem, in kleinen Abständen Absprechen, ist gut auf unsere Schülerfirma übertragbar.

Ich, Astronaut, habe beim Zeitung austragen gelernt, mich selbst zu organisieren, strukturieren und zuverlässig die Zeitung kontinuierlich zu den bestimmten Abonnenten zu liefern. Zudem habe ich durch das Motorrad fahren ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und auch eine gute Einschätzung von Risiken, da ich im Straßenverkehr oftmals damit konfrontiert werde. Aus den Gründen habe ich mich für die Buchhaltung, also auch den An-und Verkauf, in unserer Schülerfirma entschieden.

Ich, Hexe Lilli, bringe verschiedene Fähigkeiten mit. Ich bin z.B. sehr zielorientiert, da ich gerne in der Zukunft plane. Außerdem kann ich gut strukturieren, planen und organisieren. Letztes Schuljahr habe ich ein einwöchiges Praktikum an der Grundschule Blaufelden gemacht und davon bringe ich vielleicht eine gewisse Präsentationsfähigkeit mit, weil ich den Schüler und Schülerinnen den Unterrichtsstoff so beibringen musste, dass sie ihn auch verstehen und an Aufgaben anwenden können. Zudem arbeite ich gerne in einem Team.

Erste Schritte:

Unsere ersten Schritte, nach der Ideenfindung, waren, zu überlegen wie wir einen Automaten finden der uns preislich und aber auch optisch zuspricht. Wir haben sehr viel im Internet recherchiert und sind letztendlich auf die Firma fair-o-mat gestoßen, für welche wir uns auch entschieden haben. Zusätzlich wollten wir herausfinden, ob Interesse an unserem Automaten besteht. Wir haben uns dazu entschlossen eine Umfrage an die Schüler zu verteilen. An unserer Umfrage haben 322 Schüler teilgenommen, davon haben 297 Schüler Interesse an unserem Automaten. Von einem kleinen Teil der Lehrer haben wir die Umfrage nicht mehr zurückerhalten, darum hat auch nicht die gesamte Schule an unserer Umfrage mitgemacht. Nachdem feststand das wir einen Automaten in der Schule aufstellen, weil großes Interesse daran besteht, haben wir uns entschieden einen Instagramaccount zu gründen um die Schülern mit unserem Automaten auf dem aktuellen Stand zu halten und sie über die Neuigkeiten zu Informieren Unser Instagramname ist Materifair, denn so heißt auch unsere Schülerfirma. Unser Schülerfirmaname besteht aus zwei Wörtern, aus „materiae“ (lat.: mechanisch) und aus „fair“. Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil unser Automat mechanisch betrieben wird und wir in dem Automaten größtenteils fair gehandelte Produkte verkaufen möchten. Unser nächster Schritt war es, für unsere Sponsoren, über die wir unseren Automaten und die Produkte finanzieren möchten, einen Businessplan zu erstellen. Als letzten Schritt, den wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gemacht haben, haben wir der Firma unseres Automaten eine Angebotsanfrage geschickt, dass wir den Preis unseres Automaten wissen und somit auf die Sponsoren zugehen können. Die Antwort auf unsere Angebotsanfrage dauert bis zu zehn Werktagen. Die Anfrage haben wir am 30.10.2020 fortgeschickt. Außerdem haben wir uns auch schon mit Herr Urhan besprochen, ob wir solch einen Automaten überhaupt aufstellen dürfen und er war damit einverstanden.

Zeitplan, Grobgliederung und methodisches Vorgehen:

Unser Ziel war es bis Ende der Herbstferien, uns über unsere Ideen und deren Umsetzung zu informieren und einen Businessplan für unsere Schülerfirma zu erstellen. Außerdem ist es nun nötig in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien Sponsoren für unser Projekt zu finden. Hierbei soll uns vor allem unser Businessplan helfen. Mit dieser Aufgabe werden wir uns zu dritt beschäftigen, da wir so auf mehrere Firmen gleichzeitig zugehen können. Außerdem wollen wir ein Bankkonto erstellen und das „Rechtliche“ regeln. Daraufhin soll, nachdem wir einen passenden Sponsor gefunden haben, der Automat bestellt werden, zu dem wir schon in den Herbstferien ein Angebot abgeschickt haben. Da die Lieferung des Automaten ca. zwei Wochen dauert, können wir währenddessen beginnen, die Produktbeschaffung zu planen und diese einzukaufen. Auch wäre es sinnvoll in dieser Zeit mit dem Marketing zu beginnen. Im Dezember soll voraussichtlich eine Art Adventskalenderaktion stattfinden. Dabei sollen die weihnachtlichen Produkte in einem unserer Fächer im Automat täglich oder wöchentlich wechseln. Diese Aktion muss ebenfalls in den beiden letzten Wochen des Novembers geplant werden. So können wir in der darauf folgenden Zwischenpräsentation zum Beispiel einen Schwerpunkt auf diese Aktion legen. In den folgenden Wochen soll der Automat im Normalbetrieb laufen und unsere Koordination untereinander soll sich normalisieren beim zum Beispiel Auffüllen des Automaten, sodass er auch langfristig laufen kann. Währenddessen sollen auch die Verkaufszahlen der Produkte ausgewertet werden, Kunden befragt werden und eine Anpassung des Angebots auf die Nachfrage erfolgen. In der Fastenzeit vor Ostern wäre es außerdem möglich einige der Süßigkeiten durch salzige Produkte zu ersetzen. Während unserer konzentrierten Arbeitsphase an unserer Seminararbeit in den Wochen vor den Pfingstferien soll der Automat dann in Normalbetrieb weiterlaufen. Unser ganzes Jahr der Seminararbeit ist also grob gegliedert durch den Zyklus der methodischen Schritte: informieren, planen, erproben und durchführen und reflektieren, die jeder in seinem Bereich der Schülerfirma durchführt und die gemeinsam durchgeführt werden. Reflektieren wollen wir unter anderem in den Punkten Nachhaltigkeit, Effektivität und Effizienz. Aufgeteilt haben wir uns durch unsere jeweiligen Seminararbeitsthemen in Marketing (Hexe Lilli), Finanzen und Buchhaltung (Astronaut) und Nachhaltigkeit und Management der Produkte (easy).

-mein persönlicher Teil über das Thema: Wie lässt sich Buchhaltung im Unternehmen, am Beispiel unserer Schülerfirma umsetzen?-

Ich werde mich das nächste Jahr mit der Buchhaltung in unserer Schülerfirma befassen. Dabei ist es wichtig, dass alles klar und deutlich dokumentiert ist. Das ist von großer Bedeutung, da wir dann gleich am Monats- oder Jahresende schnell sehen können, ob wir Gewinn oder Verlust gemacht haben, um so unsere nächsten Schritte besser planen zu können. Hierbei muss Ordnung und Struktur großgeschrieben werden, um nicht irgendwann den Überblick zu verlieren. Ich persönlich finde, dass die Buchhaltung nicht nur wichtig für Unternehmen ist, sondern auch schon für Privatpersonen, da diese schauen müssen, dass am Monatsende noch genügend Geld vorhanden ist. Zwar ist es nicht unbedingt nötig eine richtige Buchhaltung zu führen, da diese von den jeweiligen Banken bereit gestellt wird, jedoch ist es trotzdem ganz nützlich zu verstehen, wie so etwas geht. Durch die Beschäftigung mit diesem Thema, erhoffe ich mir ein größeres Bewusstsein im Umgang mit Geld und ein besseren Überblick über meine Finanzen.

Um mich in das Thema einzuarbeiten habe ich einige gute Seiten gefunden:

https://www.wigy.de/fileadmin/user_upload/Berufsorientierung/Praxisbeispiele/Buchfuehrung_in_der_Schuelerfirma.pdf

Auf dieser Seite wird von einer anderen Schülerfirma über das Thema Buchhaltung berichten. Zuerst schreiben sie, was man Grundlegendes darüber wissen sollte. Dies war  für mich sehr hilfreich, da ich davor noch nie mit dem Thema Buchhaltung konfrontiert wurde. Ein sehr passendes Zitat fand ich den Auszug aus dem Gesetzbuch: „Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Entwicklung verfolgen lassen.“ (§ 238 HGB). Das bedeutet so viel, wie dass die Buchführung auch für Außenstehende einfach und logisch zu verstehen sein sollte. Zudem informieren sie über verschiedene Buchhaltungsmöglichkeiten, wie die doppelte Buchführung, die vor allem für größere Unternehmen greift oder die einfache Einnahmenüberschussrechnung, die besonders in unserem Fall, also der Schülerfirma bedeutend ist. Im weiteren Teil berichten sie von ihrer eigenen Buchführung, was für mich aber noch nicht relevant ist.

Eine weitere Seite:

file:///C:/Users/Erika/AppData/Local/Temp/KLASSE_SCHUELERFIRMA_Modul_6_Lehrkraefte.pdf

In ihr wird stichpunktartig und kurz zusammengefasst beschrieben, was das Wichtigste ist, um mit der  Buchhaltung anzufangen. Das fand ich nützlich, da diese Seite einen groben Einblick in das Thema ermöglicht und das noch dazu so formuliert ist, dass es für jeden leicht verständlich ist. Über die einfache Buchhaltung sagt sie das gleiche aus, wie die andere Seite, und zwar, dass diese Methode für kleine Unternehmen gedacht ist. Zusätzlich informiert sie über die verschiedenen Belegarten, nämlich die Interne und die Externe. Die Externe beinhaltet z.B. alle Kunden- und Lieferantenrechnungen.  Die interne Belegarten beinhalten vor allem Kopien, wie z.B. von Quittungen und Kundenrechnungen. Ein weiterer Punkt ist die Kasse. Grundsätzlich dürfen Schülerfirmen niemals mehr ausgeben, als sie einnehmen können. Das gilt nicht nur für die Kasse, sondern auch, wenn die Schülerfirma ein eigenes Konto hat, denn sie erhalten keine Kredite, werden somit ausschließlich auf dem derzeitigen Guthaben geführt.

Meine Seminararbeit werde ich voraussichtlich so aufteilen, dass ich zuerst einen theoretischen Teil machen werde, in dem ich allgemein die Buchhaltung erklären werde, da ich mich selbst zuerst noch genauer darüber informieren muss, bevor ich dann wirklich die Buchführung in unserem Unternehmen übernehmen kann. Im anderen Teil werde ich dann meine Umsetzung, Tipps, Fehler, was ich daraus gelernt habe und noch weitere Punkte erläutern. Erste Erkenntnisse werde ich erst nach einiger Zeit erhalten, da erst mit der Anschaffung des Automaten und dem Vertrieb der Produkte die Buchhaltung anfängt. Sobald ich jedoch die ersten Erkenntnisse habe, werde ich meine bisher geleistete Arbeit unter anderem auf die Kriterien Struktur, Ordnung, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und noch weiter folgenden Kriterien untersuchen. Die folgenden Kriterien werden mir wahrscheinlich erst bewusst werden, wenn ich mich konkreter und nicht nur theoretisch mit der Buchführung auseinandersetze.

Das Ziel der Buchführung ist es, dass wir als Gründer der Schülerfirma auf einen Blick erkennen können, ob wir eher Gewinn oder eher Verlust machen. Das ist insofern wichtig, da wir unser Budget nicht überschreiten dürfen und wir immer genug Geld auf dem Konto haben müssen, um dieses in den Einkauf der nächsten Produkte zu investieren. Auch können wir berechnen, welcher Trend gerade ist, um so unsere nächste Bestellung anzupassen.

Um die Buchhaltung verantwortungsvoll führen zu können, sollte man keine Abneigung gegen Zahlen haben. Da ich als Leistungsfach Mathe und zusätzlich Mathe-Vertiefungskurs gewählt habe, ist dies kein Problem für mich. Zudem kann ich im Familienkreis auf Erfahrungen und Kompetenz zurückgreifen.

Als Zeitplan habe ich als grobes Ziel, bis spätestens zur Bestellung des Automaten mich so weit über die Buchhaltung zu informieren, damit ich die zuvor erworbene Theorie gut in die Praxis umsetzen kann. Zudem habe ich vor, jeden Monat einen kurzen Bericht über die aktuelle Firmenlage zu erstellen, um somit einen guten Überblick zu erhalten. Am Ende vom Jahr werde ich noch einen Jahresabschluss, in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung, erstellen.

Exposé unserer Schülerfirma Materifair

unser gemeinsame Teil allgemein zu unserer Schülerfirma von Hexe Lilli, Astronaut und easy

Zentrales Projekt:

→ Auszug aus unserem Businessplan aus dem ersten Punkt: Zusammenfassung der Geschäftsidee: „Unser Geschäft soll daraus bestehen, Süßigkeiten und Gegenstände, die von Schülern in der Schule gebraucht werden, mit einem Automaten zu verkaufen. Um zum Einen Geld zu sparen und zum Anderen dem modernen Trend der Nachhaltigkeit zu folgen, soll dieser Automat rein mechanisch, also stromlos, betrieben werden. Außerdem wollen wir vor allem im Blick auf die Lebensmittel auf fair gehandelte Alternativen zurückgreifen. Denn wie in anderen Schulen auch gibt es bei uns Mittagspausen, etc., die oft zeitlich gerade so zum Beispiel zum Mittag essen ausreichen und sollte dann noch jemand zum Beispiel einen Nachtisch benötigen, den es in der Cafeteria nicht gibt, ist die Zeit oft zu knapp um noch zu einem Supermarkt oder zur Bäckerei zu laufen. Unser Automat soll deshalb an einem leicht zu erreichenden Ort in unserer Schule stehen um das Schulleben der Schüler zu erleichtern, auch wenn die Cafeteria zum Beispiel schon geschlossen hat.“

Relevanz des Themas:

Wir haben uns speziell für den Fair-o-mat entschieden, da dieser für den Verkauf von fairen Produkten vorgesehen wurde. Uns ist es sehr wichtig faire Produkte zu verkaufen, da es an der Zeit ist in der Welt etwas zu verändern. Oftmals leiden in Entwicklungsländern immer noch sehr viele Menschen. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Produkte so billig wie möglich herstellen wollen, um mehr Gewinn aus dem Verkauf schlagen zu können. Um das zu erreichen, zahlen sie den Menschen, die das Produkt herstellen Löhne, die unter dem liegen, was sie zum Leben benötigen. Faire Produkte hingegen müssen z.B. wenn sie das Siegel von FairTrade haben, alle Zutaten, die als FairTrade-Rohstoffe verfügbar sind, verwenden. Zudem wird der Handel kontrolliert und die Erzeuger erhalten einen Mindestpreis, der von der jeweiligen Organisation bestimmt wird. Dadurch wird den Erzeugern ein höheres und zuverlässigeres Einkommen ermöglicht. Das bedeutet, wenn man faire Produkte verkauft, tut man etwas Gutes für die Wirtschaft und die Menschen. Und genau das wollen wir den Menschen beibringen, dass es nicht immer darum geht, das billigste Produkt zu kaufen, sondern das, von dem alle profitieren.

Motivation:

Wir möchten den Schülern verdeutlichen, dass es auch faire und gute Produkte gibt, die nicht so viel teurer sind als die „Normalen“. Und auch, dass man ruhig mal zu den fairen Produkten greifen sollte, statt immer nur darauf zu achten, so viel Geld wie möglich zu sparen. Zudem haben wir vor, mit dem Automaten den Alltag der Schüler zu erleichtern, zum Beispiel wenn sie ihre Maske vergessen haben, dass sie sich dort eine kaufen können oder wenn sie in der Pause „Nervennahrung“ brauchen, dass sie sich diese kurz holen können. Denn wir möchten so auch Andere von Nachhaltigkeit und FairTrade begeistern.

Erkenntnisinteresse:

Uns helfen wird dieses Projekt vor allem in dem wir lernen als Team gut zusammenzuarbeiten, aber trotzdem selbstständig zu sein. Wir lernen so auch die Grundstrukturen eines Unternehmens kennen und können uns selbst als Gründer einer Schülerfirma versuchen und dabei zum Beispiel viele verschiedene Strategien in den verschiedenen Bereichen erproben und selbst auszuprobieren. So können wir so zum Beispiel auch einige Grundlagen von Selbstständigkeit und Firmengründung kennenlernen, von denen wir im späteren Berufsleben profitieren können. Da der Automat einen Mehrwert für die Schüler also auch für uns besitzt, können wir auch selbst von den Vorzügen eines solchen Automaten an unserer Schule profitieren.

Ideenentwicklung:

In der ersten Stunde des Seminarkurses kamen wir auf die Idee, Flaschen für die Schüler und Lehrer zu designen und zu verkaufen. Allerdings wurde uns klar, dass eine andere Gruppe genau dieselbe Idee und sie auch schon mit den Lehrern besprochen hat. Also mussten wir uns eine andere Idee überlegen. Eine andere Idee von uns war es, Kleidung nachhaltig zu Batiken, allerdings wäre es sehr umständlich geworden nachhaltige Farbe zu finden und sie dann letztendlich auch wieder zu entsorgen, da die Farbe nicht in den Abfluss darf und man noch andere Sachen beachten muss. Zusätzlich waren wir uns unsicher, ob das bei den Schülern auch gut ankommt, weil man kann die Kleidung ja auch online im Internet kaufen kann, wo sie wahrscheinlich billiger sein wird, weil wir sie von Hand angefertigt hätten. Dass hätte somit dann auch sehr viel Zeit gekostet und wäre auch sehr aufwendig gewesen. Also haben wir uns dagegen entschieden. Wir haben uns dann im Internet erkundigt, was andere Schülerfirmen schon gemacht haben und haben uns von diesen Ideen inspirieren lassen. Dadurch sind wir dann auf die Idee des Automaten gekommen und weil für uns von Anfang an klar war, dass wir etwas mit Nachhaltigkeit machen möchten, haben wir uns für einen nachhaltigen Automaten mit größtenteils fair gehandelten Produkten entschieden.

Literaturüberblick:

Da nachhaltige und faire Automaten etwas Neuartiges, wirtschaftlich gesehen, sind, müssen wir uns Verkaufsstrategien und Konzepte zu sehr großem Teil vollkommen selbst erarbeiten und erproben. So kann hierbei nur auf die Firma, die diesen bestimmten Automat anbietet verwiesen werden: https://www.fair-o-mat.de. Diese bietet aber auch eine Hilfestellung in zum Beispiel der Produktauswahl und Verweise auf große FairTrade-Händler wie GEPA, El puente oder bio-fair.trade. Außerdem wird hier zum Teil die Nachhaltigkeitsstrategie der Firma und somit auch die, des Automaten erörtert.

Informationen zu Fairtrade sind zum Beispiel auf der Website von GEPA: https://www.gepa.de/home.html zu finden. Hier wird zum Beispiel die Herkunft der verschiedenen Produkte genau beschrieben. Informationen zum Kauf und Verkauf von FairTrade-Produkten konnten wir außerdem durch eine Person, die ehrenamtlich diese Produkte verkauft, erhalten.

Als Hilfestellung zum allgemeinen Betrieb einer Schülerfirma sind das Arbeitsheft von Boeckler zum Thema Schülerfirma(https://www.boeckler.de/pdf/schule_ah_schuelerfirma_2018.pdf), in der die Gründung einer solchen erklärt wird und die Vorlage zum Erstellen eines Businessplans für Schülerfirmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie(https://www.unternehmergeist-macht-schule.de/SharedDocs/Downloads/materialien-schueler/Businessplan-erweiterte-Vorlage.pdf?__blob=publicationFile) sehr hilfreich.

Weitere Links zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen sind in easy’s Teil des Exposés zu finden.

Ziel der Arbeit:

Unser Ziel ist es zunächst einmal zu erreichen, dass der Automat und seine Produkte gut von den Schülern und Lehrern angenommen werden. Zudem wäre es optimal, wenn wir den Automaten entweder selber weiter betreiben können, oder ihn an jüngere Schulklassen abgeben könnten, sodass diese ihn weiter betreiben können. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Aktionen zu planen, damit für jeden und jede Jahreszeit etwas vorhanden ist, was einen anspricht und auch, dass Abwechslung stattfindet, damit es nicht langweilig wird.

Reflexion eigener Vorkenntnisse und Kompetenzen:

Ich, easy, kann gut selbstständig aber auch gemeinsam im Team arbeiten, dabei kreativ werden und „um die Ecke denken“. Durch mein Praktikum bei einer sehr kleinen Anwaltskanzlei, konnte ich einen Blick darauf werfen, wie sich ein sehr kleines Unternehmen gut organisiert und koordiniert und diese Arbeitsstrategie mit regelmäßigem, in kleinen Abständen Absprechen, ist gut auf unsere Schülerfirma übertragbar.

Ich, Astronaut, habe beim Zeitung austragen gelernt, mich selbst zu organisieren, strukturieren und zuverlässig die Zeitung kontinuierlich zu den bestimmten Abonnenten zu liefern. Zudem habe ich durch das Motorrad fahren ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und auch eine gute Einschätzung von Risiken, da ich im Straßenverkehr oftmals damit konfrontiert werde.Aus den Gründen habe ich mich für die Buchhaltung, also auch den An-und Verkauf, in unserer Schülerfirma entschieden.

Ich, Hexe Lilli, bringe verschiedene Fähigkeiten mit. Ich bin z.B. sehr zielorientiert, da ich gerne in der Zukunft plane. Außerdem kann ich gut strukturieren, planen und organisieren. Letztes Schuljahr habe ich ein einwöchiges Praktikum an der Grundschule Blaufelden gemacht und davon bringe ich vielleicht eine gewisse Präsentationsfähigkeit mit, weil ich den Schüler und Schülerinnen den Unterrichtsstoff so beibringen musste, dass sie ihn auch verstehen und an Aufgaben anwenden können. Zudem arbeite ich gerne in einem Team.

Erste Schritte:

Unsere ersten Schritte, nach der Ideenfindung, waren, zu überlegen wie wir einen Automaten finden der uns preislich und aber auch optisch zuspricht. Wir haben sehr viel im Internet recherchiert und sind letztendlich auf die Firma fair-o-mat gestoßen, für welche wir uns auch entschieden haben. Zusätzlich wollten wir herausfinden, ob Interesse an unserem Automaten besteht. Wir haben uns dazu entschlossen eine Umfrage an die Schüler zu verteilen. An unserer Umfrage haben 322 Schüler teilgenommen, davon haben 297 Schüler Interesse an unserem Automaten. Von einem kleinen Teil der Lehrer haben wir die Umfrage nicht mehr zurückerhalten, darum hat auch nicht die gesamte Schule an unserer Umfrage mitgemacht. Nachdem feststand das wir einen Automaten in der Schule aufstellen, weil großes Interesse daran besteht, haben wir uns entschieden einen Instagramaccount zu gründen um die Schülern mit unserem Automaten auf dem aktuellen Stand zu halten und sie über die Neuigkeiten zu Informieren Unser Instagramname ist Materifair, denn so heißt auch unsere Schülerfirma. Unser Schülerfirmaname besteht aus zwei Wörtern, aus „materiae“ (lat.: mechanisch) und aus „fair“. Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil unser Automat mechanisch betrieben wird und wir in dem Automaten größtenteils fair gehandelte Produkte verkaufen möchten. Unser nächster Schritte war es, für unserer Sponsoren, über die wir unseren Automaten und die Produkte finanzieren möchten, einen Businessplan zu erstellen. Als letzten Schritt, den wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gemacht haben, haben wir der Firma unseres Automaten eine Angebotsanfrage geschickt, dass wir den Preis unseres Automaten wissen und somit auf die Sponsoren zugehen können. Die Antwort auf unsere Angebotsanfrage dauert bis zu zehn Werktagen. Die Anfrage haben wir am 30.10.2020 fortgeschickt. Außerdem haben wir uns auch schon mit Herr Urhan besprochen, ob wir solch einen Automaten überhaupt aufstellen dürfen und er war damit einverstanden.

Zeitplan, Grobgliederung und methodisches Vorgehen:

Unser Ziel war es bis Ende der Herbstferien, uns über unsere Ideen und deren Umsetzung zu informieren und einen Businessplan für unsere Schülerfirma zu erstellen. Außerdem ist es nun nötig in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien Sponsoren für unser Projekt zu finden. Hierbei soll uns vor allem unser Businessplan helfen. Mit dieser Aufgabe werden wir uns zu dritt beschäftigen, da wir so auf mehrere Firmen gleichzeitig zugehen können. Außerdem wollen wir ein Bankkonto erstellen und das „Rechtliche“ regeln. Daraufhin soll, nachdem wir einen passenden Sponsor gefunden haben, der Automat bestellt werden, zu dem wir schon in den Herbstferien ein Angebot abgeschickt haben. Da die Lieferung des Automaten ca. zwei Wochen dauert, können wir währenddessen beginnen, die Produktbeschaffung zu planen und diese einzukaufen. Auch wäre es sinnvoll in dieser Zeit mit dem Marketing zu beginnen. Im Dezember soll voraussichtlich eine Art Adventskalenderaktion stattfinden. Dabei sollen die weihnachtlichen Produkte in einem unserer Fächer im Automat täglich oder wöchentlich wechseln. Diese Aktion muss ebenfalls in den beiden letzten Wochen des Novembers geplant werden. So können wir in der darauf folgenden Zwischenpräsentation zum Beispiel einen Schwerpunkt auf diese Aktion legen. In den folgenden Wochen soll der Automat im Normalbetrieb laufen und unsere Koordination untereinander soll sich normalisieren beim zum Beispiel Auffüllen des Automaten, sodass er auch langfristig laufen kann. Währenddessen sollen auch die Verkaufszahlen der Produkte ausgewertet werden, Kunden befragt werden und eine Anpassung des Angebots auf die Nachfrage erfolgen. In der Fastenzeit vor Ostern wäre es außerdem möglich einige der Süßigkeiten durch salzige Produkte zu ersetzen. Während unserer konzentrierten Arbeitsphase an unserer Seminararbeit in den Wochen vor den Pfingstferien soll der Automat dann in Normalbetrieb weiterlaufen. Unser ganzes Jahr der Seminararbeit ist also grob gegliedert durch den Zyklus der methodischen Schritte: informieren, planen, erproben und durchführen und reflektieren, die jeder in seinem Bereich der Schülerfirma durchführt und die gemeinsam durchgeführt werden. Reflektieren wollen wir unter anderem in den Punkten Nachhaltigkeit, Effektivität und Effizienz.

Aufgeteilt haben wir uns durch unserer jeweiligen Seminararbeitsthemen in Marketing (Hexe Lilli), Finanzen und Buchhaltung (Astronaut) und Nachhaltigkeit und Management der Produkte (easy).

Mein Teil zum Thema: Umsetzungsmöglichkeiten von Nachhaltigkeit in Unternehmen am Beispiel unserer Schülerfirma Materifair

Relevanz des Themas, Leitfrage und Ziel der Arbeit:

Nachhaltigkeit ist in der heutigen Zeit ein größeres Thema denn je. Dabei stehen vor allem der Klimawandel und die Umweltverschmutzung im Vordergrund. Doch es gibt auch anderer Arten von Nachhaltigkeit, die nicht vergessen werden sollten, wie zum Beispiel die soziale Nachhaltigkeit. Nun werden vor allem Privatpersonen angesprochen ein nachhaltiges umweltbewusstes Leben zu leben und nachhaltig zu konsumieren. Doch nicht nur Privatpersonen haben einen großen Anteil an der nachhaltigen Entwicklung. Einen ebenso großen Anteil haben auch die Unternehmen, denn sie müssen nachhaltig wirtschaften und so zum Beispiel Produkte nachhaltig produzieren, wie es von den Konsumenten gefordert wird. Die Unternehmen stehen in diesem Aspekt größten Teils noch am Anfang mit Ideen und Strategien, doch dieses Thema wird immer wichtiger in der Bevölkerung und der Politik.

So stellt sich die Frage, wie sich Nachhaltigkeit in einem Unternehmen umsetzen lässt. Als Beispiel soll hierzu unserer eigene Schülerfirma Materifair dienen.

Da es sehr viele verschiedene Ansätze und Strategien, die zum Teil auch noch nicht vollständig erprobt sind, in der Wirtschaft und Unternehmen gibt, ist es das Ziel dieser Arbeit verschiedene richtungsweisende Ansätze und Strategien mit Zielen aufzuzeigen und konkrete, leicht umsetzbare Beispiele mit unserer Schülerfirma zu entwickeln, zu testen und zu bewerten, die sich auch auf viele andere verschiedene „Typen“ von Unternehmen übertragen lassen.

Motivation, Erkenntnisinteresse, eigene Vorkenntnisse:

Das besondere am Thema Nachhaltigkeit ist, dass es erst seit einigen Jahren als wichtiger Teil einer Firma in der breiten Masse der Unternehmen angesehen wird. Sodass es noch viele Möglichkeiten von Austesten und Innovationen gibt. Die Möglichkeiten sind hier noch längst nicht ausgeschöpft. Und genau dies ist das Faszinierende an diesem Thema, diese Möglichkeiten zu erforschen, herauszufinden ob diese wirksam sind und sie zu bewerten. So habe ich mich schon zuvor aus privatem Interesse heraus mit dem Thema Nachhaltigkeit beim Konsumenten beschäftigt, nicht aber mit den Möglichkeiten und deren Umsetzbarkeit, die sich Firmen bieten. Auch mit FairTrade und FairTrade-Produkten habe ich mich vor allem durch unsere Kirchengemeinde, in der diese Produkte angeboten werden beschäftigt und sowohl beim Verkauf geholfen, also auch einige Infoabende zu Thema FairTrade basierend auf einem Firmprojekt miterlebt. Da ich in unserer Schülerfirma auch unter anderem für den Bereich Nachhaltigkeit zuständig bin, ist auch der Zugang offen, verschiedene umsetzbare Nachhaltigkeitsstrategien zu erproben, wenn diese nicht schon zu Beginn, bei der Planung des Projekts miteinbezogen und schon erfüllt wurden. So dient dieses Projekt in einem Teil zur Erweiterung meines eigenen Horizonts und derer, die die Seminararbeit lesen. Auch wird sich die Branche, in der man später arbeiten wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Form mit diesem Thema auseinander setzen müssen, denn dieses Thema wird immer wichtiger. So ist es gut möglich, sich auch mit dem Thema Nachhaltigkeit im Beruf auseinander setzen zu müssen. Außerdem lässt sich durch dieses Projekt und die abschließende Seminararbeit wissenschaftliches Arbeiten erlernen und erproben, was zum Beispiel für Arbeiten an der Universität unerlässlich ist.

Grobe Gliederung und methodisches Vorgehen:

Zunächst soll der Begriff Nachhaltigkeit allgemein und aus ökonomischer Sicht definiert werden. Als nächsten Schritt soll Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen wie zum Beispiel mit Bezug auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit betrachtet werden. Dies soll gemeinsam mit Strategien und Zielsetzungen zu nachhaltiger Entwicklung aus der Politik, als Orientierungsmöglichkeit in der Seminararbeit und für Unternehmen zum Erstellen einer Nachhaltigkeitsstrategie genutzt werden können. Im Folgenden werden nun die Nachhaltigkeitsstrategien unserer Schülerfirma vorgestellt, erörtert und erklärt. Diese Strategien sollen im Anschluss bewertet werden. Bei der Bewertung soll unter anderem geprüft werden, ob zum Beispiel ein Ziel, das in den „Orientierungsmöglichkeiten“ aufgegriffen wird, so erreicht wird und die Strategie somit in einer bestimmten Form wirklich nachhaltig war. Außerdem soll zum Beispiel in einem anderen Punkt die Effizienz dieser Strategie geprüft werden und ob sie neben dem Erreichen von Nachhaltigkeit noch andere Vorteile wie zum Beispiel geringere Ausgaben, oder auch Nachteile bietet. Weitere Kriterien müssen noch festgelegt werden. Des weiteren sollen als Ausblick Alternativen zu den oben genannten Strategien, die aber das selbe Ziel erreichen und übertragene Alternativen für zum Beispiel eine Dienstleistungsfirma, die auch in Sachen Nachhaltigkeit einen anderen Schwerpunkt haben muss, aufgezeigt werden. Am Ende soll ein Fazit über die in der Schülerfirma angewandten Strategien und deren Wirksamkeit in verschiedener Hinsicht gezogen werden.

Um aussagekräftige Aussagen über zum Beispiel die Nachhaltigkeit in einer bestimmten Ebene oder Effizienz einer Strategie treffen zu können, sollen unter anderem Punkte wie Menge an (Verpackungs-)Müll, Verkaufszahlen, Ausgaben und Einnahmen (→ Gewinn), Siegel der Produkte, Arbeitsmethoden und -aufwand und Transportwege betrachtet werden. Das methodische Vorgehen entspricht, da dies am Beispiel unserer Schülerfirma betrachtet wird, in etwa den einzelnen Arbeitsschritten und basiert auf Erfahrungen in der Umsetzung (Praktik) und der Theorie.

Zeitplan, Arbeitsschritte, „Forschungsstand“:

Die Dauer der jeweiligen Arbeitsschritte hängt stark vom Zeitplan und vom Vorankommen unserer Schülerfirma ab. Zuerst müssen Informationen über Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsstrategien gesammelt und ausgewertet werden. Daraufhin wird eine auf unser Projekt zugeschnittene Methode zum Erreichen des Nachhaltigkeitsziel entwickelt und geplant. Dies ist zum größten Teil schon während unserer ausführlichen Planung des Projekts geschehen. Die Methoden die mit unserer Schülerfirma gemeinsam umgesetzt werden, müssen nun analysiert, nach einem längeren Zeitraum bewertet und deren Auswirkungen auf die Firma betrachtet werden. Wenn es möglich ist sollen unsere Strategien anschließend verbessert und überarbeitet werden oder weitere Alternativen ausprobiert werden. Der Teil des Ausprobierens sollte größtenteils noch im ersten Halbjahr ablaufen.

wichtige und hilfreiche Literatur:

Um sich ins Thema einfinden zu können und einen sehr knappen Überblick über Vorteile von Nachhaltigkeit im Unternehmen zu erhalten ist diese Website:https://t3n.de/news/3-gruende-erfolgreiche-setzen-1191810/ hilfreich. Genauso wie diese Website: https://partner.mvv.de/magazin/1902/nachhaltigkeit-im-unternehmen, in der ein Überblick über Nachhaltigkeit geschaffen und auch das Drei-Säulen-Modell angesprochen wird. In diesem Heft (https://www.adelphi.de/de/system/files/mediathek/bilder/Handlungsfelder_unternehmerischer_Nachhaltigkeit.pdf) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden verschiedene Bereiche nachhaltiger Entwicklung vorgestellt und Hilfestellungen für Unternehmen geboten. Das Projekt, auf dem dieses Heft basiert nennt sich Meta-Analyse, in der 16 verschiedene große Unternehmen und deren Nachhaltigkeitsstrategien und deren Vorteile für ein Unternehmen betrachtet wurden. Allgemeine Strategien zur nachhaltigen Entwicklung eines Unternehmens sind hier: https://unternehmer.de/management-people-skills/197539-nachhaltigkeit-unternehmen, sowie auch auf vielen anderen Websites zu finden. Die immer größer werdende Relevanz des Themas für Unternehmen und die Gründe dafür sind außerdem unter https://www2.deloitte.com/de/de/pages/risk/articles/sustainability-transformation.html zu finden, einem Ratgeber für Unternehmen und Informationsplattform für zum Beispiel Geschäftsmodelle. Ein sehr ausführliches Werk zum Thema Nachhaltigkeit ist hier:file:///C:/Users/Hachtel/AppData/Local/Temp/2017_Book_NachhaltigkeitInUnternehmen.pdf als digitales Buch „Nachhaltigkeit im Unternehmen“ von Regina Osranek zu finden. Sie betrachtet in ihrem Buch ein Pilotprojekt auf einer kleinen Insel und führt den Gedanken von vollkommener Nachhaltigkeit in Unternehmen weiter aus. In einem Heft von 2016 der Bundesregierung (https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975292/730844/3d30c6c2875a9a08d364620ab7916af6/deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-neuauflage-2016-download-bpa-data.pdf) wird außerdem die politische Nachhaltigkeitsstrategie auch in indirekten Bezug auf Unternehmen erläutert. So werden hier auch die internationalen Ziele nachhaltiger Entwicklung der Agenda 2030 genannt. Zum diesjährigen Dialog zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist unter anderem hier etwas zu finden:https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsstrategie-1124112.

Exposé unserer Schülerfirma Materifair (unser gemeinsamer Teil allgemein zu unserer Schülerfirma von Hexe Lilli, Astronaut und easy)

Zentrales Projekt:

→ Auszug aus unserem Businessplan aus dem ersten Punkt: Zusammenfassung der Geschäftsidee: „Unser Geschäft soll daraus bestehen, Süßigkeiten und Gegenstände, die von Schülern in der Schule gebraucht werden, mit einem Automaten zu verkaufen. Um zum einen Geld zu sparen und zum anderen dem modernen Trend der Nachhaltigkeit zu folgen, soll dieser Automat rein mechanisch, also stromlos, betrieben werden. Außerdem wollen wir vor allem im Blick auf die Lebensmittel auf fair gehandelte Alternativen zurückgreifen. Denn wie in anderen Schulen auch gibt es bei uns Mittagspausen, etc., die oft zeitlich gerade so zum Beispiel zum Mittag essen ausreichen und sollte dann noch jemand zum Beispiel einen Nachtisch benötigen, den es in der Cafeteria nicht gibt, ist die Zeit oft zu knapp um noch zu einem Supermarkt oder zur Bäckerei zu laufen. Unser Automat soll deshalb an einem leicht zu erreichenden Ort in unserer Schule stehen, um das Schulleben der Schüler zu erleichtern, auch wenn die Cafeteria zum Beispiel schon geschlossen hat.“

Relevanz des Themas:

Wir haben uns speziell für den Fair-o-mat entschieden, da dieser für den Verkauf von fairen Produkten vorgesehen wurde. Uns ist es sehr wichtig faire Produkte zu verkaufen, da es an der Zeit ist in der Welt etwas zu verändern. Oftmals leiden in Entwicklungsländern immer noch sehr viele Menschen. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Produkte so billig wie möglich herstellen wollen, um mehr Gewinn aus dem Verkauf schlagen zu können. Um das zu erreichen, zahlen sie den Menschen, die das Produkt herstellen Löhne, die unter dem liegen, was sie zum Leben benötigen. Faire Produkte hingegen müssen z.B. wenn sie das Siegel von Fairtrade haben, alle Zutaten, die als Fairtrade-Rohstoffe verfügbar sind, verwenden. Zudem wird der Handel kontrolliert und die Erzeuger erhalten einen Mindestpreis, der von der jeweiligen Organisation bestimmt wird. Dadurch wird den Erzeugern ein höheres und zuverlässigeres Einkommen ermöglicht. Das bedeutet, wenn man faire Produkte verkauft, tut man etwas Gutes für die Wirtschaft und die Menschen. Und genau das wollen wir den Menschen beibringen, dass es nicht immer darum geht, das billigste Produkt zu kaufen, sondern das, von dem alle profitieren.

Motivation:

Wir möchten den Schülern verdeutlichen, dass es auch faire und gute Produkte gibt, die nicht so viel teurer sind als die „Normalen“. Und auch, dass man ruhig mal zu den fairen Produkten greifen sollte, statt immer nur darauf zu achten, so viel Geld wie möglich zu sparen. Zudem haben wir vor, mit dem Automaten den Alltag der Schüler zu erleichtern, zum Beispiel wenn sie ihre Maske vergessen haben, dass sie sich dort eine kaufen können oder wenn sie in der Pause „Nervennahrung“ brauchen, dass sie sich diese kurz holen können. Denn wir möchten so auch Andere von Nachhaltigkeit und Fairtrade begeistern.

Erkenntnisinteresse:

Uns helfen wird dieses Projekt vor allem in dem wir lernen als Team gut zusammenzuarbeiten, aber trotzdem selbstständig zu sein. Wir lernen so auch die Grundstrukturen eines Unternehmens kennen und können uns selbst als Gründer einer Schülerfirma versuchen und dabei zum Beispiel viele verschiedene Strategien in den verschiedenen Bereichen erproben und selbst ausprobieren. So können wir zum Beispiel auch einige Grundlagen von Selbstständigkeit und Firmengründung kennenlernen, von denen wir im späteren Berufsleben profitieren können. Da der Automat einen Mehrwert für die Schüler also auch für uns besitzt, können wir auch selbst von den Vorzügen eines solchen Automaten an unserer Schule profitieren.

Ideenentwicklung:

In der ersten Stunde des Seminarkurses kamen wir auf die Idee, Flaschen für die Schüler und Lehrer zu designen und zu verkaufen. Allerdings wurde uns klar, dass eine andere Gruppe genau dieselbe Idee und sie auch schon mit den Lehrern besprochen hat. Also mussten wir uns eine andere Idee überlegen. Eine andere Idee von uns war es, Kleidung nachhaltig zu Batiken, allerdings wäre es sehr umständlich geworden nachhaltige Farbe zu finden und sie dann letztendlich auch wieder zu entsorgen, da die Farbe nicht in den Abfluss darf und man noch andere Sachen beachten muss. Zusätzlich waren wir uns unsicher, ob das bei den Schülern auch gut ankommt, weil man kann die Kleidung ja auch online im Internet kaufen kann, wo sie wahrscheinlich billiger sein wird, weil wir sie von Hand angefertigt hätten. Das hätte somit dann auch sehr viel Zeit gekostet und wäre auch sehr aufwendig gewesen. Also haben wir uns dagegen entschieden. Wir haben uns dann im Internet erkundigt, was andere Schülerfirmen schon gemacht haben und haben uns von diesen Ideen inspirieren lassen. Dadurch sind wir dann auf die Idee des Automaten gekommen und weil für uns von Anfang an klar war, dass wir etwas mit Nachhaltigkeit machen möchten, haben wir uns für einen nachhaltigen Automaten mit größtenteils fair gehandelten Produkten entschieden.

Literaturüberblick:

Da nachhaltige und faire Automaten etwas Neuartiges, wirtschaftlich gesehen, sind, müssen wir uns Verkaufsstrategien und Konzepte zu sehr großem Teil vollkommen selbst erarbeiten und erproben. So kann hierbei nur auf die Firma, die diesen bestimmten Automat anbietet, verwiesen werden: https://www.fair-o-mat.de. Diese bietet aber auch eine Hilfestellung in zum Beispiel der Produktauswahl und Verweise auf große Fairtrade-Händler wie GEPA, El puente oder bio-fair-trade. Außerdem wird hier zum Teil die Nachhaltigkeitsstrategie der Firma und somit auch die, des Automaten erörtert. Informationen zu Fairtrade sind zum Beispiel auf der Website von GEPA: https://www.gepa.de/home.html zu finden. Hier wird zum Beispiel die Herkunft der verschiedenen Produkte genau beschrieben. Informationen zum Kauf und Verkauf von FairTrade-Produkten konnten wir außerdem durch eine Person, die ehrenamtlich diese Produkte verkauft, erhalten. Als Hilfestellung zum allgemeinen Betrieb einer Schülerfirma sind das Arbeitsheft von Boeckler zum Thema Schülerfirma(https://www.boeckler.de/pdf/schule_ah_schuelerfirma_2018.pdf), in der die Gründung einer solchen erklärt wird und die Vorlage zum Erstellen eines Businessplans für Schülerfirmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie(https://www.unternehmergeist-macht-schule.de/SharedDocs/Downloads/materialienschueler/Businessplan-erweiterte-Vorlage.pdf?__blob=publicationFile) sehr hilfreich. Weitere Links zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen sind in easy’s Teil des Exposés zu finden.

Ziel der Arbeit:

Unser Ziel ist es zunächst einmal zu erreichen, dass der Automat und seine Produkte gut von den Schülern und Lehrern angenommen werden. Zudem wäre es optimal, wenn wir den Automaten entweder selber weiter betreiben können oder ihn an jüngere Schulklassen abgeben könnten, sodass diese ihn weiter betreiben können. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Aktionen zu planen, damit für jeden und jede Jahreszeit etwas vorhanden ist, was einen anspricht und auch, dass Abwechslung stattfindet, damit es nicht langweilig wird.

Reflexion eigener Vorkenntnisse und Kompetenzen:

Ich, easy, kann gut selbstständig, aber auch gemeinsam im Team arbeiten, dabei kreativ werden und „um die Ecke denken“. Durch mein Praktikum bei einer sehr kleinen Anwaltskanzlei, konnte ich einen Blick darauf werfen, wie sich ein sehr kleines Unternehmen gut organisiert und koordiniert und diese Arbeitsstrategie mit regelmäßigem, in kleinen Abständen Absprechen, ist gut auf unsere Schülerfirma übertragbar. Ich, Astronaut, habe beim Zeitung austragen gelernt, mich selbst zu organisieren, strukturieren und zuverlässig die Zeitung kontinuierlich zu den bestimmten Abonnenten zu liefern. Zudem habe ich durch das Motorrad fahren ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und auch eine gute Einschätzung von Risiken, da ich im Straßenverkehr oftmals damit konfrontiert werde. Aus den Gründen habe ich mich für die Buchhaltung, also auch den An-und Verkauf, in unserer Schülerfirma entschieden. Ich, Hexe Lilli, bringe verschiedene Fähigkeiten mit. Ich bin z.B. sehr zielorientiert, da ich gerne in der Zukunft plane. Außerdem kann ich gut strukturieren, planen und organisieren. Letztes Schuljahr habe ich ein einwöchiges Praktikum an der Grundschule Blaufelden gemacht und davon bringe ich vielleicht eine gewisse Präsentationsfähigkeit mit, weil ich den Schüler und Schülerinnen den Unterrichtsstoff so beibringen musste, dass sie ihn auch verstehen und an Aufgaben anwenden können. Zudem arbeite ich gerne in einem Team.

Erste Schritte:

Unsere ersten Schritte, nach der Ideenfindung, waren, zu überlegen wie wir einen Automaten finden der uns preislich und aber auch optisch zuspricht. Wir haben sehr viel im Internet recherchiert und sind letztendlich auf die Firma fair-o-mat gestoßen, für welche wir uns auch entschieden haben. Zusätzlich wollten wir herausfinden, ob Interesse an unserem Automaten besteht. Wir haben uns dazu entschlossen eine Umfrage an die Schüler zu verteilen. An unserer Umfrage haben 322 Schüler teilgenommen, davon haben 297 Schüler Interesse an unserem Automaten. Von einem kleinen Teil der Lehrer haben wir die Umfrage nicht mehr zurückerhalten, darum hat auch nicht die gesamte Schule an unserer Umfrage mitgemacht. Nachdem feststand das wir einen Automaten in der Schule aufstellen, weil großes Interesse daran besteht, haben wir uns entschieden einen Instagramaccount zu gründen um die Schüler mit unserem Automaten auf dem aktuellen Stand zu halten und sie über die Neuigkeiten zu informieren Unser Instagramname ist Materifair, denn so heißt auch unsere Schülerfirma. Unser Schülerfirmaname besteht aus zwei Wörtern, aus „materiae“ (lat.: mechanisch) und aus „fair“. Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil unser Automat mechanisch betrieben wird und wir in dem Automaten größtenteils fair gehandelte Produkte verkaufen möchten. Unser nächster Schritte war es, für unsere Sponsoren, über die wir unseren Automaten und die Produkte finanzieren möchten, einen Businessplan zu erstellen. Als letzten Schritt, den wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gemacht haben, haben wir der Firma unseres Automaten eine Angebotsanfrage geschickt, dass wir den Preis unseres Automaten wissen und somit auf die Sponsoren zugehen können. Die Antwort auf unsere Angebotsanfrage dauert bis zu zehn Werktagen. Die Anfrage haben wir am 30.10.2020 fortgeschickt. Außerdem haben wir uns auch schon mit Herr Uhrhan besprochen, ob wir solch einen Automaten überhaupt aufstellen dürfen und er war damit einverstanden.

Zeitplan, Grobgliederung und methodisches Vorgehen:

Unser Ziel war es bis Ende der Herbstferien, uns über unsere Ideen und deren Umsetzung zu informieren und einen Businessplan für unsere Schülerfirma zu erstellen. Außerdem ist es nun nötig in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien Sponsoren für unser Projekt zu finden. Hierbei soll uns vor allem unser Businessplan helfen. Mit dieser Aufgabe werden wir uns zu dritt beschäftigen, da wir so auf mehrere Firmen gleichzeitig zugehen können. Außerdem wollen wir ein Bankkonto erstellen und das „Rechtliche“ regeln. Daraufhin soll, nachdem wir einen passenden Sponsor gefunden haben, der Automat bestellt werden, zu dem wir schon in den Herbstferien ein Angebot abgeschickt haben. Da die Lieferung des Automaten ca. zwei Wochen dauert, können wir währenddessen beginnen, die Produktbeschaffung zu planen und diese einzukaufen. Auch wäre es sinnvoll in dieser Zeit mit dem Marketing zu beginnen. Im Dezember soll voraussichtlich eine Art Adventskalenderaktion stattfinden. Dabei sollen die weihnachtlichen Produkte in einem unserer Fächer im Automat täglich oder wöchentlich wechseln. Diese Aktion muss ebenfalls in den beiden letzten Wochen des Novembers geplant werden. So können wir in der darauffolgenden Zwischenpräsentation zum Beispiel einen Schwerpunkt auf diese Aktion legen. In den folgenden Wochen soll der Automat im Normalbetrieb laufen und unsere Koordination untereinander soll sich normalisieren beim zum Beispiel Auffüllen des Automaten, sodass er auch langfristig laufen kann. Währenddessen sollen auch die Verkaufszahlen der Produkte ausgewertet werden, Kunden befragt werden und eine Anpassung des Angebots auf die Nachfrage erfolgen. In der Fastenzeit vor Ostern wäre es außerdem möglich einige der Süßigkeiten durch salzige Produkte zu ersetzen. Während unserer konzentrierten Arbeitsphase an unserer Seminararbeit in den Wochen vor den Pfingstferien soll der Automat dann im Normalbetrieb weiterlaufen. Unser ganzes Jahr der Seminararbeit ist also grob gegliedert durch den Zyklus der methodischen Schritte: informieren, planen, erproben und durchführen und reflektieren, die jeder in seinem Bereich der Schülerfirma durchführt und die gemeinsam durchgeführt werden. Reflektieren wollen wir unter anderem in den Punkten Nachhaltigkeit, Effektivität und Effizienz. Aufgeteilt haben wir uns durch unserer jeweiligen Seminararbeitsthemen in Marketing (Hexe Lilli), Finanzen und Buchhaltung (Astronaut) und Nachhaltigkeit und Management der Produkte (easy).

Marketing in Unternehmen am Beispiel unserer Schülerfirma „Materifair“ (Einzelteil von Hexe Lilli)

In jedem Unternehmen müssen verschiedene Bereiche abgedeckt werden, um ein gut laufendes Geschäft zu erreichen. So auch die Sparte Marketing. Jedes Unternehmen muss sich selbst finden und ein eigenes Marketingkonzept gestalten, da für jede Firma ein individuelles Marketingkonzept entwickelt werden muss. Um solch ein perfekt auf ein Unternehmen abgestimmtes Marketingkonzept zu kreieren, braucht es meist mehrere Versuche, bis das „perfekte“ Konzept gefunden wird. Um diesen Weg zu einem nahezu „perfekten“ Marketingkonzept selbst einmal zu erleben, soll hier unsere extra dafür eigens gegründete Schülerfirma „Materifair“ als Beispiel dienen. Da es viele unterschiedliche Marketingkonzepte gibt, ist das Ziel dieser Arbeit verschiedene Marketingkonzepte an unserer Schülerfirma auszuprobieren, zu betrachten, die Erfolge bzw. die Schwächen zu erkennen und zu analysieren.

Meine eigenen Vorkenntnisse zum Thema Marketing:

Dadurch, dass ich fünf Jahre in der Schülerzeitung mitgearbeitet habe, weiß ich wie man Kunden ein Produkt näherbringt und wie man Kunden überzeugen kann, dass sie ein Produkt kaufen.

Warum ist es für mich lohnenswert sich mit diesem Thema zu beschäftigen?

Das Thema Marketing ist für Unternehmen sehr wichtig, da man jedes Produkt (bzw. Geschäft) nur durch das richtige Marketingkonzept an die Kunden verkaufen kann. Falls ich später in einem Unternehmen arbeiten möchte, in dem ich im Bereich Marketing angestellt bin, kann ich mein Gelerntes einbringen und umsetzen. Außerdem ist das Thema sehr interessant, da es vielfältig ist und man Erfolge durch Ausprobieren erzielen kann.

Zeitplan, Arbeitsschritte und grobe Gliederung:

Im gesamten Schuljahr plane ich mich mit verschiedenen Marketingkonzepten auseinandersetzen und sie anhand unserer Schülerfirma „Materifair“ versuchen umzusetzen. Die Ergebnisse, zu Erfolg oder Misserfolg der einzelnen Marketingkonzepte, werden anschließend analysiert. Im Anschluss erfolgt dann die Auswahl, welches Marketingkonzept für unsere Schülerfirma am meisten Sinn macht. Zusätzlich möchte ich mir wahrscheinlich noch anhand von Coca-Cola ein Beispielunternehmen genauer ansehen, um herauszufinden, wie sie Marketing umsetzen, um so erfolgreich zu sein.

Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet:

Wie lässt sich Marketing am Beispiel unserer Schülerfirma „Materifair“ umsetzen?

In meiner Seminararbeit werde ich mich unter anderem mit der Definition von Marketing, weiter mit verschiedenen Fragestellungen befassen. „Wie wird Marketing allgemein in Unternehmen umgesetzt? Mit der Firma Coca-Cola als Beispiel“, – „Was sind die verschiedenen Marketingmaßnahmen?“,-„Hat sich die Anschaffung des Automaten Fair-o-mat gelohnt?“,-„Für welches Marketingkonzept haben wir uns letztendlich entschieden und warum?“ . Ich beschäftige mit mit den unterschiedlichen Marketingkonzepten unserer Schülerfirma, um insgesamt auf die zentrale Fragestellung hinzuarbeiten.

Methodisches Vorgehen:

Meine Arbeit baue ich sehr strukturiert und geordnet auf. Ich werde mich zu Beginn  der Arbeit mit der Definition von Marketing und dem Begriff Marketing allgemein befassen, anschließend werde ich auf die, in der Grobgliederung, genannten Fragen eingehen, sodass ich am Ende dieser Arbeit die zentrale Fragestellung beantworten kann. Eine genaue Reihenfolge der Fragen kann ich derzeit noch nicht exakt darstellen, da es sein kann, dass noch weitere Fragen im Verlauf des Seminarkursjahres hinzukommen werden oder sich Änderungen bei der Bearbeitung der schon gestellten Fragen ergeben. Zu Erkenntnissen, die mir beim Bearbeiten der Fragen helfen werden, komme ich z.B. durch die bereits durchgeführte Umfrage oder später durch das Auswerten der Verkaufszahlen der unterschiedlichen Produktfächer im „Fair-o-mat“. Außerdem sieht man auch an Rückmeldungen der Schüler und Schülerinnen, ob und vor allem was man verändern bzw. verbessern sollte. Falls bei einer Strategie viele Kunden, zwar von der Aktionswoche etwas  mitbekommen haben, aber nichts gekauft oder die Aktion nicht ansprechend gestaltet wurde, kann man zum Bewerten z.B. das Kriterium Reichweite nehmen.

Literaturüberblick:

In meiner Seminararbeit werde ich unter anderem die nachfolgenden Quellen nutzen, um die Ziele und die Fragen zu beantworten und vor allem um mich mit dem Thema Marketing vertrauter zu machen.

In der Quelle, https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/marketing#:~:text=Marketing%20ist%20die%20gezielte%20und,ein%20zentraler%20Aspekt%20der%20Unternehmensf%C3%BChrung, geht es um die Definition von Marketing. Außerdem wird hier erklärt was Marketing ist und was man unter den 4´Ps bzw. 7´Ps versteht.

Weiter möchte ich mich mit dieser Quelle befassen: https://www.sem-deutschland.de/inbound-marketing-agentur/online-marketing-glossar/was-ist-marketing/#:~:text=zum%20Thema%20Marketing-,Was%20ist%20Marketing%3F,anvisierten%20Absatzm%C3%A4rkte%20schmackhaft%20zu%20machen. In ihr geht es ebenfalls um die Definition von Marketing und man bekommt einen Überblick über das Thema.

Die folgende Quelle, https://blog.hubspot.de/marketing/marketingmassnahmen, erläutert Marketingmaßnahmen, wie Unternehmen diese einsetzen und warum sie genau diese Maßnahmen verwenden.

In dieser Quelle, https://diri-socialmedia.de/marketing-im-unternehmen/, wird im Allgemeinen aufgezeigt welche Rolle Marketing in Unternehmen spielt.

Diese beiden Quellen,https://www.coca-cola-deutschland.de/kontakt-und-faq/fragen-an-coca-cola/was-ist-eure-marketingstrategie und https://content-marketing.com/content-marketing-strategie-coca-cola-so-erfolgreich-macht/ zeigt die Marketingkonzepte der Firma Coco Cola.

Alle oben aufgezeigten Quellen, werden mich bei meiner Seminararbeit unterstützten, denn aus diesen Quellen kann ich wichtige Informationen entnehmen und erarbeiten, um die zentrale Fragestellung zu beantworten.

Exposé: Buchhaltung gut in einer Schülerfirma organisieren

Wir als Gruppe haben uns das Ziel gesetzt eine Schülerfirma zu gründen und  wollen Getränkeflaschen als Schulmerchendise gestalten und verkaufen. Dazu unsere Problem-/Fragestellung, wie lässt sich eine Schülerfirma gut organisieren. Wir haben uns dafür entschieden, Schulflaschen zu designen, da wir die Nachhaltigen an unserer Schule unterstützen und fördern möchten. Demnächst wird der Wasserspender an unserer Schule wieder funktionstüchtig sein und um den Erhalt zu unterstützen, haben wir uns gedacht, dass die wiederverwendbarer Flaschen ein guter Beitrag zur Nachhaltigkeit sein könnte. Um uns einen Überblick zu verschaffen, ob, und wenn ja, welche Art von Flaschen gefragt sind, haben wir beim möglichen Interessentenkreis, den Mitgliedern unserer Schule, eine Umfrage durchgeführt. Die Auswertung unserer Umfrage zeigt deutlich, dass nach solchen Flaschen eine hohe Nachfrage besteht. Zudem ergab die Auswertung, dass sich viele der Befragten unser Schullogo auf der Flasche wünschen. Bei der Frage des Designs gab es bei den Schüler*innen und Lehrer*innen keinen klaren Favoriten, da alle drei Auswahlmöglichkeiten an unterschiedlichen Flaschentypen nahezu gleiche Nachfrage haben, was uns die Entscheidung schwer macht. Unser nächster Schritt wird sein, verschiedene Flaschen bei unterschiedlichen Herstellern zu bestellen, um zu testen, welche Flaschen von welchem Hersteller eine für uns angemessen hohe Qualität haben. Danach werden wir, wenn wir uns für einen Hersteller entschieden haben, die unterschiedlichen Aufdruckmöglichkeiten testen. So werden wir uns dann nach der Qualität für eine oder zwei unterschiedliche Flaschenmodelle entscheiden. Diese Tests und Entscheidungen sollten möglichst noch in diesem Jahr endgültig sein. Währenddessen muss sich jeder mit seinem Teil der Firma beschäftigen und sich eine Strategie/Möglichkeit überlegen, wie der jeweilige Teilbereich gut umgesetzt werden kann. Da wir uns schon über den guten Aufbau einer Schülerfirma und die Erstellung eines Businessplans sowie mit der Verteilung in einer Firma beschäftigt haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, unsere Firma wie folgt einzuteilen: 

Marketing, Vertrieb, Buchhaltung und Projektmanagement. So hat jedes Gruppenmitglied einen ihr zugeteilten Aufgabenbereich. Wenn jeder seinen Teil ausgearbeitet hat und wir eine geeignete Verkaufsstrategie entwickelt haben, müssen kurz vor der endgültigen Bestellung noch die wichtigsten Fragen geklärt werden, bevor wir die von uns ausgesuchte(n) Flasche(n) in großer Stückzahl bestellen und verkaufen. So werden wir auch unsere Seminar Arbeit aufbauen: einen gemeinsamen Anfang, in dem wir die einzelnen Schritte von der Idee bis zum fertigen Produkt zusammenfassen, dann den großen eigenen Teil in dem sich jeder mit seinem eigenen Teilbereich beschäftigt und zum Schluss ein Fazit der Arbeit an unserem Produkt.

Mein Teilbereich der Schülerfirma ist die Buchhaltung. Die Frage, mit der ich mich über das gesamte Jahr beschäftigen möchte, lautet: Wie wird die Buchhaltung in einer Schülerfirma gut organisiert? Mein persönliches Ziel ist es, die Buchhaltung und Buchführung so zu organisieren, dass wir immer eine ordentlichen Überblick über die Finanzen haben. Das ist auch der Grund, warum die Buchhaltung so wichtig für eine Firma und in unserem Fall eine Schülerfirma ist. Um den Überblick der Finanzen nicht zu verlieren, ist eine gute Organisation wichtig. Bei der Buchführung werden alle Einnahmen und Ausgaben der Firma gesammelt dokumentiert und gegenübergestellt, um am Ende eines Geschäftsjahres festzustellen, ob die Firma einen Gewinn erwirtschaftet oder Verluste gemacht hat. Zusätzlich werden in der Buchhaltung die aktuellen Finanzen der Firma beobachtet, wann für was und wie viel Investiert wurde um keine Schulden zu machen.

Meine eigene Motivation weshalb ich mich mit dem Thema Buchhaltung auseinandersetze, ist die, dass ich Buchhaltung für ein interessantes Gebiet halte. Es wirkt auf den ersten Blick langweilig und trocken, aber je mehr ich mich mit den Finanzen auseinander setzen werde, desto mehr werde ich es verstehen und desto interessanter wird es. Sollte ich mich irgendwann einmal selbständig machen kann ich auf dieses Wissen zurückgreifen. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, alles, was ich mir an neuem Wissen aneigne, gut zu dokumentieren, deshalb habe ich mir bereits eine extra Datei angelegt, in der ich alles so übersichtlich wie möglich abspeichern möchte. Ich hoffe, dass ich, nachdem ich mich intensiv mit der Buchhaltung beschäftigt habe, ein Gefühl dafür entwickelt habe, was es heißt angemessen mit Geld umzugehen. 

Ich werde meine Arbeit im ersten Teil theoretisch halten, da ich mich selber zuerst in die Buchhaltung reinlesen muss, bevor ich den praktischen Teil meiner Aufgabe bewältigen kann. Wenn ich weiß, wie die Buchhaltung im Theoretischen ausgeführt wird, werde ich die Buchhaltung in unserer Schülerfirma übernehmen und so mein neu erlangtes Wissen praktisch umsetzten. Die Umsetzung der Buchhaltung in einer Schülerfirma am Beispiel unserer Firma wird den zweiten Teil meiner Seminararbeit einnehmen. Ich habe mir bereits einen gewissen Grundbaustein gelegt, indem ich angefangen habe mich mit der Theorie der Buchhaltung auseinanderzusetzen. Ich habe mir einige gute Erklärvideos, wie die Buchhaltung aufgebaut ist auf YouTube angeschaut und mir  interessante Artikel zur Umsetzung der Buchhaltung in Schülerfirmen durchgelesen. Zusätzlich habe ich Fachliche Unterstützung in der Familie, die ich wenn ich Fragen zur Buchhaltung oder zur Umsetzung habe kontaktieren kann. Ich habe mich auch schon mit unterschiedlichen Ausführungen beschäftigt, wie ich am besten alle Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen und dokumentieren kann, bin aber hierbei noch nicht zu einem Entschluss gekommen. Um das Geld gut zu verwalten, wäre ein Konto extra für unsere Schülerfirma sinnvoll. Um mir einen weitreichenden Überblick über das Wissenschaftliche Arbeiten zu verschaffen, habe ich Teile aus dem Reclam Kompaktwissen über Wissenschaftliches Arbeiten gelesen. In diesem Buch sind die Techniken und Schriftformen sowie Tipps zum Zeitmanagement gut zusammengefasst. Dies zu lesen, hat mir geholfen, mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was von mir erwartet wird und wie ich am besten vorgehen kann. 

Ich werde mich weiter mit meinem Thema beschäftigen, indem ich mir Texte durchlese und sofern es möglich ist auch Bücher zum Thema anschaffe oder ausleihe. Die Informationen werde ich dann nach Relevanz für unsere Schülerfirma bewerten, denn mein Ziel ist es, eine übersichtlich organisierte Buchhaltung zu schaffen, in der ich mich auf die wichtigsten Aspekt konzentrieren möchte. Meine eigene Vorkenntnisse zu Finanzen sind nicht so weitreichend. Deshalb möchte ich meinen Fokus im November und Dezember hauptsächlich auf die Theorie legen. Sobald unsere Firma aufgebaut ist und wir die Produkte in Auftrag geben können, werde ich mich vom Theoretischen wegbewegen und in die Praxis übergehen.   

Weitere Quellen:

https://www.fachnetzwerk.net/rechtliches.html

http://www.gruenderkids.de/de/datei/anzeigen/id/4129,1192,1/2017_05_11_hr_buchhaltung_in_der_schülerfirma.pdf

Nachhaltigkeit in Unternehmen – am Beispiel der Firma Hakro GmbH, Schrozberg

Heutzutage spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Aber was genau versteht man eigentlich unter dem Begriff Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt ursprünglich von Carl von Carlowitz. Er stellte 1713 eine Art Regel auf, in der es darum ging, dass nur so viele Bäume abgeholzt werden sollen, wie auch wieder nachwachsen können. Auch heute spielt diese Regel noch eine sehr große Rolle, denn auch wir Menschen in Deutschland sollten nicht der Bevölkerung Afrikas etwas nehmen, dass ihr schadet und ihr etwas zum Leben fehlt. Nachhaltigkeit bedeutet deshalb mehr als eine gute Umwelt, denn sowohl die Wirtschaft als auch die Gesellschaft sollen bzw. müssen nachhaltig sein.

Nachhaltigkeit hat drei Aspekte und die drei nachfolgenden Punkte beeinflussen sich gegenseitig. Die drei Grundsätze der Nachhaltigkeit sind:

  1. Nachhaltigkeit bedeutet zum einen das Klima und die Umwelt zu schützen. Es geht ebenfalls darum bestimmte Ressourcen wie z.B. Wasser und Holz sparsam zu nutzen.
  2. Eine nachhaltige Wirtschaft muss Ressourcen schonen, um auf Dauer zu funktionieren.
  3. Gesellschaftlich geht es darum, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und es allen gleich gut geht.

Dadurch, dass das Thema Nachhaltigkeit immer größer und wichtiger in unserer Gesellschaft wird, müssen sich auch die Unternehmen umstrukturieren, sodass sie diesem Thema und vor allem ihren Kunden gerecht werden können. Nachhaltigkeit in Unternehmen ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance, denn die Verbraucher sind durchaus bereit für ein nachhaltig produzierte Produkte mehr Geld auszugeben. Faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und ein schonender Umgang mit Ressourcen wird von den Kunden also entlohnt. Wichtig für ein Unternehmen ist es, dass das Firmenmanagement klare Ziele definiert, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden müssen (z.B.  die Reduzierung der Kosten für Büros, Transport oder Produktion).

Ich möchte anhand des Familienunternehmens Hakro GmbH einige Faktoren aufzeigen, die die Firma Hakro schon erreicht hat, um dem Thema Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Die Firma Hakro GmbH ist ein Familienunternehmen aus Schrozberg in Baden-Württemberg. Hakro ist ein führender Anbieter von Corporate Fashion für Beruf, Freizeit und Sport. Das Unternehmen Hakro ist fester Überzeugung, dass Verantwortung, Gerechtigkeit und Menschlichkeit an jedem einzelnen Punkt der Wertschöpfungskette möglich ist. Darum hat sich Hakro als Ziel gesetzt, einer der nachhaltigsten Anbieter von Corporate Fashion zu werden und die Ansprüche in allen Unternehmensbereichen umzusetzen. Die ersten Schritte bei Hakro starteten im Zeitraum von 2007-2013, in dem sie nachhaltiges Engagement und das Wachstum stärkten. Seit 2014 erfolgt schrittweise die Umstellung auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement. Das Hauptprinzip der Firma Hakro ist Langlebigkeit statt Fast Fashion. Sie orientiert sich nicht an der derzeit aktuellen Kleidung, sondern an den hohen Ansprüchen und Bedürfnissen der Kunden. Dies setzt sie durch ausgewählte Materialien, aufwendige handwerkliche Verarbeitung, waschechte Farben, die viele Pflegezyklen ermöglichen und Langlebigkeit der Kleidung um. Dadurch macht sie Nachhaltigkeit zu einem zentralen Elemente ihres Unternehmensmodells. Durch die Langlebigkeit seiner Produkte, arbeitet das Unternehmen Hakro schon seit vielen Jahren mit großen Firmen zusammen und stattet diese mit Arbeitsbekleidung aus. Da viele Produkte nicht oder nur geringfügig verändert werden, können die Firmen über viele Jahre  dasselbe Kleidungsstück kaufen. Es fällt niemandem auf, ob z.B. ein T-Shirt alt oder neu ist.

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT GEHÖREN ZUSAMMEN UND VERSTÄRKEN EINANDER.“, so die Geschäftsführerin von Hakro, Carmen Kroll.

Beim Material der Kleidung versucht die Firma Hakro immer nachhaltige Baumwollarten einzusetzen. Das Ziel von Hakro ist es, bis 2022 den Anteil der nachhaltigen Baumwollen auf bis zu 50% zu steigern. Außerdem versucht Hakro den Verbrauch von Ressourcen zu minimieren und das Recycling von Textilen zu fördern. Weiter setzt das Unternehmen nicht nur auf die Herstellung nachhaltiger Kleidung, sondern auch auf Nachhaltigkeit im Handel, so wurden unter anderem Kleiderbügel aus nachwachsenden Materialien statt aus Polystyrol eingeführt.

Das Unternehmen Hakro hat sich als Motto folgendes Nachhaltigkeitsleitbild zum Ziel gesetzt: MIT HAND, HERZ UND HALTUNG FÜR EINE LEBENSWERTE ZUKUNFT.

Wie viele Unternehmen trägt Hakro eine sehr große Verantwortung für seine Produkte, Produktbedingungen, Angestellten, Kunden und natürlich auch für die Umwelt und Gesellschaft. Dem Familienunternehmen ist schon seit langer Zeit bewusst, dass nur mit Verantwortung und Sorgfalt das Geschäft auf lange Zeit erfolgreich läuft. 2018 hat Hakro ein Nachhaltigkeitsforum gegründet, um weitere Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen zu erkennen, den Austausch dazu zu fördern und Ideen schneller zu realisieren. Viermal im Jahr kommen die Nachhaltigkeitskoordinatoren der verschiedenen Bereiche zusammen, um sich über die jeweiligen Schwerpunktthemen zu unterhalten. So überprüft Hakro Schritt für Schritt alle Unternehmensbereiche, definiert neue Vorhaben und setzt die Vorhaben dann mit maximaler Effizienz um. Hakro hat sich durch die Nachhaltigkeitsstrategie 2017-2022 viele Ziele gesteckt, welche das Unternehmen versucht bestmöglich umzusetzen.

Ich bin zuversichtlich, dass die Firma Hakro die gesteckten Ziele erreichen wird. Bisher ist die Hakro GmbH auf einem guten Weg. Natürlich gibt es Punkte die noch verbessert werden müssen, aber das, was, bereits geleistet wurde, ist meiner Meinung nach, schon ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung eines nachhaltigen Unternehmens.

Quellen:

Der Nachhaltigkeitsbericht von Hakro (https://hkweb2019fe-prod.azureedge.net/HAKRO_Nachhaltigkeitsbericht_2019.pdf)      (zuletzt aufgerufen am 22.10.2020)

Video zum Thema Nachhaltigkeit( https://www.youtube.com/watch?v=RcNKHQb8QIc (zuletzt aufgerufen am 27.10.2020 )

Nachhaltigkeit im Unternehmen – Orientierungsmöglichkeit Agenda 2030

Eine Definition von Nachhaltigkeit:

Aus dem Duden: “ 1. längere Zeit anhaltende Wirkung“ oder ökologisch gesehen „2. Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ Aus einem weiteren Wirtschaftslexikon: „Art und Weise des Wirtschaftens […], bei welcher derzeitige Bedürfnisse befriedigt werden, ohne zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu entziehen (Sustainable Development).“

Die Agenda 2030:

Sie ist ein Beschluss der Internationalen Staatengemeinschaft, in dem 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vereinbart wurden, die es bis 2030 so weit wie möglich zu erreichen gilt. In Deutschland soll dies vor allem durch den Blick auf Indikatoren erreicht werden, die dazu da sind Nachhaltigkeit messbar zu machen (z.B.: das Betrachten des Marktanteils an Produkten, die das Siegel „Blauer Engel“ tragen und dem Ziel mindestens einen bestimmten Anteil an Produkten mit diesem Siegel zu erreichen). Die festgelegten Ziele richten sich nach den Grundbedürfnissen der Menschen und eine Auswahl davon lässt sich auch gut als Richtlinie im Bezug auf Nachhaltigkeit von Unternehmen nutzen.

An dieser großen, für Unternehmen relevanten Auswahl an Zielen orientiert sich auch das hier in der Region angesiedelte und nachhaltig engagierte Unternehmen HAKRO, das Textilien fertigt. Sie legen ihren Schwerpunkt auf die Ziele…

keine Armut: Die Beseitigung aller Unterschiede (Chancenungleichheiten) in Bildung, Gesundheit, Wohnverhältnissen und gesellschaftlicher und politischer Teilhabe soll gegeben sein. Ein Mensch soll die Chance auf ein erreichbares „lebenswertes“ Leben haben.

Gesundheit und Wohlergehen: Ein möglicher und leicht erreichbarer Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und „guter“ Luft soll offen sein.

bezahlbare und saubere Energie: Zugang für alle zu bezahlbarer, verlässlicher, umweltverträglicher und nachhaltiger Energie, ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe, soll erreicht werden um so zum Beispiel auch die natürlichen Ressourcen der Erde wie Kohle oder Erdöl zu schonen.

menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, eine Senkung der Arbeitslosenzahl und Arbeit bei fairem Lohn und sicheren Arbeitsbedigungen soll gefördert werden, indem zum Beispiel Mindestlöhne, die die grundlegende Existenz sichern, in Entwicklungsländern eingführt werden.

nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion: Regeln für den Umgang mit begrenzten Ressourcen und für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sollen beispielsweise aufgestellt werden und Produktionstechniken sollen zu Nachhaltigen umgestellt werden.

Maßnahmen zum Klimaschutz: Hier sollen die Ziele des Pariser Klimaabkommens ein Vorbild sein und somit soll die Erwärmung der Erde auf maximal eine Erhöhung von 1,5°C beschränkt werden. So soll zum Beispiel der Ausstoß an CO2 und anderen Treibhausgasen minimiert werden.

… ,die sie in Kombination mit ihren 5 Handlungsfeldern (Unternehmensführung, Produkte, Mitarbeiter, Umwelt und Engagement) versuchen auf vielfältige Art und Weise und auf mehreren Ebenen zu erreichen.

Betrachtung von 3 möglichen Ideen/Strategien zur Umsetztung dieser Ziele am Beispiel von HAKRO:

Bei HAKRO wurde ein firmeninternes Team gebildet, das sich wiederum um die verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche und Ziele kümmern soll. So wurde im Blick auf nachhaltige Energie eine 19oom2 große Photovoltaikanlage auf der Dachfläche des Logistikzentrums errichtet. Dies führt zum Einen dazu, dass das Unternehmen nur von eigener erneuerbarer Energie versorgt wird und somit sichergestellt werden kann, dass ausschließlich „saubere“ Energie genutzt wird. Durch die selbstständige Versorgung von Strom, lassen sich zum Anderen aber auch die Stromkosten für den ganzen Betrieb einsparen, was im Gegensatz zu den nur geringfügig anfallenden Wartungskosten steht. Teilweise kann so auch ein Überschuss an Strom produziert werden, der ins lokale Stromnetz eingespeist wird und sich so noch zusätzlich Geld verdienen lässt. Außerdem um den Zielen nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Wirtschaftswachstum näher zu kommen, ändern sich die Produkte und Produktdesingns die HAKRO nicht stetig, wie es bei „fast fashion“ der Fall ist. Durch die geringere Anzahl an zum Beispiel verschiedenen Stoffarten wie Leinen oder Wolle, lässt sich die Produktionskette leichter nachvollziehen und kontrollieren. Man kann sich so auf eine nachhaltige Produktion mit Partnern, zu denen schon eine lange Geschäftsbeziehung besteht, fokusieren. Zusätzlich lassen sich so Produktionsprozesse leicht planen und organisieren und es wird eine langzeitige, vertrauensvolle Sicherheit für beide Geschäftspartner aufgebaut. Zudem lassen sich durch den größeren Fokus auf wenige Materialien, diese weiter optimieren und so zum Beipiel waschfester und die Textilien stabiler machen. Außerdem gründete HAKRO die Harry Kroll Foundation um über die Tätigkeitsmöglichkeiten einer Firma hinaus in der Region und in den Produktionsländern sich für einen nachhaltige Entwicklung einsetzen zu können. So wurde zum Beispiel ein Waisenhaus in Bangladesch gegründet um Kindern eine Chance auf Bildung und ein daraus folgendes anständiges Leben zu ermöglichen und so Armut zu bekämpfen. Auch kann sich HAKRO so für seine Mitarbeiter in diesen Entwicklungsländern verlässlich einsetzen. Diese und weitere Strategien veröffentlicht HAKRO auch jährlich als Nachhaltigkeitsbericht, den jeder einsehen kann. So lassen sich Ziele abstecken. Durch die „Kontrolle eines Dritten“ wird nochmals dazu ermutigt diese Ziele auch konsequent zu verfolgen und es fördert die Transparenz zu Käufern, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

Es gibt also viele Strategien auch in Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen, die meist auch noch zusätzlche Vorteile für ein Unternehmen bringen, wie zum Beispiel das Einsparen von (Strom-)Kosten. Orientieren kann man sich dabei zum Beispiel an den Zielen für nachhaltige Entwicklung, die in der Agenda 2030 festgelegt wurden.

Quellen (alle zuletzt geöffnet am 30.10.2020):

Die Agenda 2030, ihre Ziele und die Umsetzung in Deutschland https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-verstaendlich-erklaert-232174

Definitionen von Nachhaltigkeit: Duden:https://www.duden.de/rechtschreibung/Nachhaltigkeit Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nachhaltigkeit-41203

Das Unternehmen HAKRO und seine Einstellung im Bezug auf Nachhaltigkeit: https://www.hakro.com/unternehmen/nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsbericht von HAKRO 2019 (darin sind die weiteren, hier nicht erwähnten Nachhaltigkeitsstrategien, des Unternehmens, ebenfalls enthalten): https://hkweb2019fe-prod.azureedge.net/HAKRO_Nachhaltigkeitsbericht_2019.pdf

Nachhaltigkeit im Unternehmen

„Per Definition steht Nachhaltigkeit (…) für eine Lebensweise, bei der ein möglichst ressourcenschonender Lebenszyklus im Fokus steht.“

Bei den meisten Unternehmen ist die Nachhaltigkeit auf drei Säulen aufgebaut:

Die soziale Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit

Die ökologische Nachhaltigkeit

Diese drei  Bereiche beeinflussen sich gegenseitig und müssen langfristig im Gleichgewicht zueinander stehen.

Ökologische Nachhaltigkeit: Hierunter versteht man grob gesagt den Erhalt der Natur. Umgesetzt werden kann dies z.B. durch Verzicht auf Raubbau, Verwendung von erneuerbaren Energien und durch Vermeidung gefährlicher und giftiger Zusatzstoffe.

Soziale Nachhaltigkeit: Die Aufgabe besteht darin, sich für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und Deckung der Grundbedürfnisse einzusetzen. Dies kann sowohl global, als auch innerhalb des Betriebs umgesetzt werden wie z.B. durch eine Bezahlung über dem Mindestlohn oder durch Angebote zu Weiterbildungsmaßnahmen.

Ökonomische Nachhaltigkeit: Dadurch soll der Fokus auf eine höhere Lebensqualität für zukünftige Generationen, statt auf den höchst möglichen Gewinn gelegt werden. Dazu zählt die Förderung von Wissen und Lernmöglichkeiten.

Was bringt Nachhaltigkeit für Vorteile?

Heutzutage achten Kunden viel mehr auf nachhaltige Produkte wie früher. Das heißt, die meisten werden sich für ein nachhaltiges Produkt entscheiden, wenn sich dieses preislich zumindest in der Nähe der anderen Produkte befindet. Doch nicht nur das spricht für ein nachhaltigeres Unternehmen. Durch einen vernünftigen Umgang mit Ressourcen können Energiekosten gespart werden. Hinzu kommen Fördermittel oder besondere steuerlich abgesetzte Kosten, sobald man in Nachhaltigkeit investiert.

Auch die Mitarbeiter profitieren von der Nachhaltigkeit: Zum einen sind ihnen faire Arbeitsplätze gesichert, wodurch sie sich wohler fühlen können und somit produktiver arbeiten. Zum anderen können sie sich nun mit ihrer Arbeit mehr identifizieren, was bewirkt, dass sie Familie und Freunden davon erzählen und diese wiederrum das Produkt der Firma eher in Betracht ziehen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sein Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Man kann auch immer wieder neu dazu lernen und bessere Ideen finden. Das heißt der Prozess der Nachhaltigkeit wird so gut wie nie enden. Ein bedeutender Anfang wäre z.B. schon mal die Verpackung, denn das ist etwas, was die Kunden sehen und bewerten werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass man so wenige Einzellieferungen und Einzelverpackungen wie möglich nimmt. Auch das Material ist von großer Bedeutung. Allein schon, wenn man recyceltes Plastik dafür verwendet, kommt es bei den Kunden besser an wie normales Plastik. Ein anderer Aspekt ist die Lieferkette. Am günstigsten für die Umwelt und den Geldbeutel ist ein Standort, von dem aus die Wege zu den Kunden so gering wie möglich sind. Somit müssen keine Fahrt- und Spritkosten gezahlt werden und auch die Lieferzeit kürzt sich drastisch, was wiederum einen guten Eindruck hinterlässt.

Die Minimierung von Strom und Wasser bei der Herstellung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch Mengen an Geld. Wenn man jetzt noch dieses gesparte Geld zumindest zu Teilen an örtliche Hilfsorganisationen spendet, hat man sich für die Zukunft ziemlich sicher eine Chance gesichert.

Ein Beispiel dafür, dass in jeder Branche Nachhaltigkeit umsetzbar ist, ist die Firma „Fairphone“. Sie ist eine der wenigen Handyhersteller, die auf nachhaltigere Materialien setzen.

Die andern Handymarken wie Huawei und Samsung setzen eher auf Gewinn und Technik, statt auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Im Durchschnitt kaufen sich die Deutschen alle zweieinhalb Jahre ein neues Handy. Und das nicht, weil es kaputt ist, sondern weil sie sich ein moderneres Handy mit mehr Funktionen wünschen. Genau dem möchte Fairphone entgegenwirken. Sie setzten auf nachhaltigere, qualitativ gute und langlebigere Handys. Für die Langlebigkeit haben sie sich eine ungewöhnliche, aber einfache Strategie zusammengestellt. Man kann, wenn etwas am Handy kaputt gegangen ist, dies einfach auseinander bauen und ersetzen lassen, statt das ganze Handy wegschmeißen zu müssen. Dafür werden extra Ersatzteile und Reparatur-Tutorials angeboten, damit man sein Smartphone so lange wie möglich benutzen kann. Und sollte man sich doch nach einem Neuern sehnen, erhält man Rückgabeprämien unter gewissen Bedingungen. Diese werden dort dann entweder sicher recycelt oder so repariert, dass sie es weiterverkaufen können.

Ein weiteres Ziel von Fairphone ist es, humane Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dadurch heben sie sich nochmal von der schnellen und günstigen Herstellung der anderen Handys ab. Ihnen sind die Arbeitszeiten, die Sicherheit und Gesundheit wichtig und, dass sich die Arbeiter*innen immer ernst genommen fühlen.

Nachteil Greenwashing

Leider hat man als Kunde nicht immer die Chance direkt beim Einkauf zu erkennen, ob das Produkt wirklich nachhaltig ist oder nicht, denn oftmals greifen Firmen zu sogenanntem „Greenwashing“. Das bedeutet, dass sich Unternehmen als nachhaltig darstellen, obwohl das nur auf einen sehr geringen Bruchteil zutrifft. Somit haben sie sich ein gutes Image in der Öffentlichkeit geschaffen, ohne jedoch ausreichende Grundlagen dafür zu haben. Diese Unternehmen bedienen sich an verschiedenen Möglichkeiten. Ein paar davon sind versteckte Zielkonflikte, irreführende Labels oder fehlende Nachweise. Versteckte  Zielkonflikte bedeutet, dass man z.B. ein Produkt als nachhaltig deklariert, obwohl nur eine Eigenschaft des Produkts als nachhaltig gilt und die restlichen Produkteigenschaften eher umweltschädlich sind. Unter irreführende Labels versteht man entweder Labels von unseriösen Instituten oder selbst erfundene, die somit aber keinen wirklichen Aussagewert besitzen. Aussagen die nicht durch unabhängige Stellen belegt werden können, zählen zu fehlenden Nachweisen. Während dem Einkauf kann man also schlecht sagen, welches Produkt nun wirklich nachhaltig ist und welches nicht, allein schon deshalb, weil der Zeitaufwand ziemlich hoch wäre und man somit ewig brauchen würde.

https://www.starting-up.de/praxis/organisation/nachhaltigkeit-in-unternehmen-vorteile-im-ueberblick.html

https://www.starting-up.de/praxis/soft-skills/gruenes-licht-am-arbeitsplatz.html


https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing

https://www.fairphone.com/de/story/?ref=header

https://www.postbank.de/themenwelten/artikel_nachhaltigkeit-im-alltag-das-muessen-sie-wissen.html#:~:text=Per%20Definition%20steht%20Nachhaltigkeit%20%28engl.%20sustainability%29%20für%20eine,Abbau%20sollen%20weder%20Mensch%20noch%20Umwelt%20Schaden%20zufügen