Welche Fragen würde ich mir selber zu meinem Kolloquium stellen?

Am Freitag den 25.06.2021 findet die Endpräsentation und das Kolloquium meiner Gruppe statt (Schülerfirma Schulflaschen).

Aktuell stecke ich mitten in der Vorbereitung für beides. Für unsere Endpräsentation, über unsere Arbeit als Schülerfirma sind wir schon sehr weit gekommen. Unsere Präsentation steht. Wir haben uns für eine Powerpoint als Hauptmedium entschieden. Diese ist fertig erstellt. Jetzt müssen wir unsere Präsentation zusammen üben und hoffen, dass die Technik funktioniert. Parallel bereite ich mich auch auf das Kolloquium vor.

Jetzt folgen ein paar Fragen, die ich mir selber zu meinem Kolloquium stellen würde:

  1. Warum hast du dich für den Teilbereich Buchhaltung in eurer Schülerfirma entschieden?
  2. Was ist der Unterschied zwischen der einfachen und der doppelten Buchführung und warum musst du die einfache anwenden?
  3. Wie hat die Zusammenarbeit als Gruppe in der Schülerfirma geklappt?
  4. Gab es etwas, das dich bei deiner Arbeit überrascht hat (positiv und negativ)?
  5. Was hättest du rückblickend anders gemacht?
  6. Würdest du wieder eine Schülerfirma gründen und dich für das selbe Thema entscheiden?
  7. Wie geht es mit eurer Schülerfirma weiter?
  8. Was hast du neues gelernt, in dem Jahr in dem du an deinem Thema gearbeitet hast?

Kapitel aus meiner Seminararbeit

Unterschied der einfachen und doppelten Buchführung

Jeder Unternehmer ist nach § 238 HGB verpflichtet, seine Geschäftsvorfälle nachvollziehbar aufzuzeichnen.

Der grundlegende Unterschied liegt nun darin, wer zu welcher Buchführung verpflichtet ist. Dies bestimmt die Buchführungspflicht, auch wenn damit eigentlich nur die Pflicht zur doppelten Buchführung gemeint ist. Die Unternehmer, die von dieser Pflicht befreit sind, müssen trotzdem die einfache Buchführung durchführen.

In der Grafik kann man gut erkennen, dass die Buchführungspflicht vom Unternehmen, sowie des jeweiligen Einkommens abhängig ist. So haben Freiberufler und Kleingewerbe das Privileg die einfache Buchführung machen zu dürfen. Im Gegensatz dazu stehen die Handelsgesellschaften, die immer zur doppelten Buchführung verpflichtet sind. Bei Gewerbetreibenden und landwirtschaftlichen Betrieben ist das komplizierter. Sind Gewerbetreibende im Handelsregister eingetragen oder beträgt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ihr Jahresumsatz über 600.000€ und ihr Jahresgewinn über 60.000€, so sind diese auch zur doppelten Buchführung verpflichtet. Ist dies nicht der Fall, dürfen sie die einfache Buchführung anwenden. Landwirtschaftliche Betriebe sind dann zur doppelten Buchführung verpflichtet, wenn ihr Nutzflächenwert über 25.000€ und ihr Jahresgewinn über 60.000€ beträgt.

Sobald ein Unternehmen die Umsatz- oder Gewinngrenze überschritten hat, erhält dieses eine Benachrichtigung vom Finanzamt, dass es ab sofort buchführungspflichtig ist.

Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass bei der einfachen Buchführung alle Einnahmen und Ausgaben nach Datum sortiert werden. Es wird also lediglich festgehalten, dass man Geld eingenommen bzw. ausgegeben hat. Im Vergleich dazu werden Transaktionen bei der doppelten Buchführung gleich zweimal erfasst. Näheres dazu wird in den folgenden Punkten erläutert.

Doch die doppelte Buchführung hat auch Vorteile. Man erhält zahlreiche und genaue Informationen, für welche Zwecke Geld ausgegeben wurde, welcher Wert aktuell das Lager des Unternehmens beträgt oder wie viel Geld noch zur Verfügung steht- und das täglich. Im Gegensatz dazu bietet die einfache Buchführung zwar auch einen Einblick auf die Liquiditätslage, jedoch nicht so detailliert, wie es die doppelte Buchführung gewährleistet.

Ein Kapitel aus meiner Seminar Arbeit

  1. Wie lässt sich Buchhaltung gut in einer Schülerfirma umsetzen?

Mein Teilbereich unserer Schülerfirma „Schulflaschen“ ist die Buchhaltung und ich habe mich genauer mit der Frage beschäftigt, Wie lässt sich Buchhaltung gut in einer Schülerfirma umsetzen?

Anfangs war der Begriff Buchhaltung ein wenig greifbarer Begriff für mich. Ich war der Auffassung, Buchhaltung besteht nur darin, alle Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens zu dokumentieren und im Blick zu behalten. Nachdem ich mich für unsere Schülerfirma tiefer mit Buchhaltung auseinandergesetzt habe, merkte ich, dass es doch nicht so simpel ist, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe.

Mein persönliches Ziel ist es, die Buchhaltung und Buchführung so umzusetzen und damit zu organisieren, dass wir zu jeder Zeit einen Überblick über die Finanzen haben. 

Bei der Buchführung werden alle Einnahmen und Ausgaben der Firma gesammelt, dokumentiert und gegenübergestellt, um am Ende eines Geschäftsjahres festzustellen, ob die Firma einen Gewinn erwirtschaftet oder Verluste gemacht hat. Zusätzlich werden die aktuellen Finanzen der Firma beobachtet, wann Investitionen in welcher Höhe getätigt wurden und ob und wenn ja Außenstände bestehen.

Bei der Einsicht in die Begrifflichkeit wurde mir schon klar, dass Buchhaltung  wie erwartet überwiegend mit Finanzen zu tun hat, die jedoch weniger trocken und abstrakt zu sein scheinen, als ich es anfangs befürchtet habe.

Meine Motivation, weshalb ich mich mit dem Thema Buchhaltung auseinandersetzten wollte, ist die dass ich herausfinden wollte, ob sich meine Vorurteile gegenüber der Buchhaltung bestätigen würden. Gleichzeitig wollte ich etwas Neues lernen, von dem ich vorher nicht gedacht hätte, dass ich mich jemals intensiv damit beschäftige und ich war gespannt, ob sich mein neues Interesse für Zahlen und Mathe mit etwas ganz praktischem verbinden ließe. Auch hoffe ich, dass ich ein besseres Gefühl für Geld entwickle und das ich eine Möglichkeit finde, wie Buchhaltung möglichst effizient im kleinen Rahmen, einer Schülerfirma umgesetzt werden kann. Ich mag es, wenn Dinge geordnet sind und bin deshalb, so denke ich, ein recht gut organisierter Mensch. Ich denke also, dass der Teilbereich der Buchhaltung die passende Herausforderung für mich ist. Außerdem kann ich mich gut mit Neuem befassen und finde sehr schnell Spaß an neuen Aufgaben, die ich mit Verantwortung übernehme. Ein Bewusstsein für Verantwortung habe ich durch mein Familien-Leben, als älteste Schwester von vier Brüdern sehr schnell entwickeln können und kann auch immer drauf zurückgreifen. Neben meinen Vorstellungen über meinen Teilbereich, hoffe ich, dass die Zusammenarbeit in der Gruppe gut verläuft und wir uns gegenseitig ergänzen und motivieren können.

Meine Seminar-Arbeit besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, wobei der erste Teil überwiegt, da im Fall einer Schülerfirma die einfache Buchhaltung genügt, die nicht so viel praktische Anwendung wie z.B. die doppelte Buchhaltung erfordert. Betriebswirtschaftlich gehört die Buchhaltung zum Rechnungswesen. Deshalb gehe ich zuerst auf dieses ein, was es ist und in welchem Kontext es mit der Buchhaltung steht. Danach gehe ich tiefer auf die Finanzwelt ein und komme zur Buchhaltung an sich, welche Arten von Buchhaltung es gibt und welche Art wir benutzen und wie sie aufgebaut ist. Dann leite ich zu den expliziten Aufgaben der Buchhaltung über und schließe mit meiner genauen Umsetzung der Buchhaltung in der Schülerfirma ab. Am Ende erfolgt ein Fazit bzw. Rückblick auf meine Tätigkeit als Buchhalterin in unserer Schülerfirma und den Erfahrungen, die ich bezüglich ihrer Organisation gemacht habe.

Kapitel aus meiner Seminararbeit

Am 30.05.2021 haben wir unsere Seminararbeit abgegeben. Im Folgenden veröffentliche ich den Schluss meiner Seminararbeit:

Schluss

Um auf zu die zentrale Fragestellung: „Wie lässt sich Marketing am Beispiel unserer Schülerfirma „Materifair“ umsetzen?“ zurückzukommen, kann man, anhand meiner Seminararbeit, feststellen, dass die Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann, da Marketing sehr vielfältig ist und es verschiedene Möglichkeiten gibt diese in einer Firma einzusetzen. Zum einen kann man das in unseren Marketingkonzepten erkennen, auch in den unterschiedlichen Marketingarten spiegelt sich die Vielfalt von Marketing wider. Außerdem ist Marketing auf jeden Firmentyp anpass- und anwendbar.

Um nochmal auf die Anfangszitate einzugehen, auch dort kann man auch die Vielfalt von Marketing erkennen. Hier wurde Marketing zum einen im Bereich Film und im Bereich Vertrieb angewandt, dies spiegelt schon eine große Spannweite von Marketing wider.

In meinem Exposé habe ich geschrieben, dass ich mich mit der Firma Coca-Cola beschäftigen möchte. Da es sich für mich nicht als passend erwiesen hat noch auf eine Firma einzugehen und da ich finde, dass Coca-Cola nicht sehr viel mit Nachhaltigkeit zu tun hat, habe ich mich schließlich dagegen entschieden.

Insgesamt finde ich, dass der Seminarkurs eine sehr gute Erfahrung war und es immer Spaß gemacht hat. Interessant fand ich zu sehen, wie der ganze Prozess zur Unternehmensgründung abläuft, was dabei alles beachtet werden muss und vor allem welche Regeln es dabei zu beachten gibt. Spannend war auch, sich mit dem Bereich Marketing zu beschäftigen. Dadurch habe ich sehr viel darüber erfahren und jetzt kann ich mir mehr unter dem Begriff Marketing vorstellen. Überraschend für mich war, dass Marketing sehr vielfältig ist und es viele Arten davon gibt. Eine Herausforderung war zum einen das Erstellen der eigenen Marketingkonzepte, zum anderen auch die Durchführung der einzelnen Konzepte, denn dabei muss man beachten, dass die unterschiedlichen Konzepte nicht miteinander vermischt werden

Da wir bei unserem Automaten aus zeitlichen und Corona bedingten Gründen nur eines unserer drei Konzepte ausprobieren konnten, kann ich nicht genau sagen ob es wirklich eine Herausforderung ist oder nicht.

Abschließend kann ich für alles ein detailliertes Feedback abgeben, dass ich den Seminarkurs sehr gut fand und ich viele neue Erfahrung sammeln konnte und neues Wissen daraus mitnehmen werde.

Aktueller Stand und Gliederung

In den Osterferien habe ich begonnen meine Seminararbeit zu schreiben. Ich habe mich schon viel mit meinem theoretischen Teil auseinandergesetzt. Den praktischen Teil meiner Arbeit könnte ich noch nicht durchführen, da wir erst vor einer Woche unsereren Automaten aufgestellt haben, können erst jetzt die Marketingkonzepte angewendet und anschließend ausgewertet werden.

Hier die Gliederung meiner Seminararbeit:

  1. Einleitung
  2. Marketing allgemein
    1. Verschiedene Definitionen
    1. Was bedeutet Marketing?
    1. Marketingarten
    1. Markt und Wettbewerb
    1. Kunden
  3. Marketing Mix
  4. Wie funktioniert Marketing?
  5. Marketing in unserer Schülerfirma
    1. Umfrage
    1. Instagramaccount
    1. Schülerzeitungsartikel
    1. Werbung
    1. Plakate
    1. Durchsagen
  6. Unsere Marketingkonzepte
    1. Konzept 1
    1. Konzept 2
    1. Konzept 3
  7. Schluss/Fazit

Es kann sein, dass es noch Veränderungen in der Gliederung geben wird, da mein Teil voraussichtlich noch komprimiert werden muss.

Gliederung Seminararbeit „Buchhaltung“

Ich habe mich zum theoretischen Teil der Buchhaltung nun ausführlich informiert. Zum praktischen Teil kann noch nichts Abschließendes sagen, da der Automat momentan erst installiert wurde und die Inbetriebnahme zeitnah erfolgt.

Meine Gliederung der Seminararbeit wird so aussehen:

I.Einleitung

  1. Wozu Buchhaltung?

II.Hauptteil

  • Grundsätze der Buchhaltung
  • Arten der Buchhaltung

a)Welche Arten gibt es?

b)Unterschied der Einfachen und Doppelten Buchführung

c)Wie funktioniert die Einfache Buchhaltung?

d)Wie funktioniert die Doppelte Buchhaltung?

e)Belegarten

  • Schülerfirma

a)Welche Buchführung müssen wir anwenden?

b)Wie haben wir es in unserer Firma umgesetzt?

c)Welche anderen Systeme hätten man auch verwenden können?

III.Schluss

  • Rückblick

a)Bewertung unseres Systems

-Übersichtlichkeit, Verständlichkeit

-Was lief gut?

-Was hätte man besser machen können?

b)Welche Fehlerquellen gibt es allgemein?

c)Tipps für andere Schülerfirmen

  • Fazit

IV.Anhang

Während der Ausarbeitung meiner Seminararbeit könnte die Gliederung sich noch in Nuancen ändern.

Gliederung Seminar Arbeit: Buchhaltung

  • Einleitung

1. Gemeinsame Einleitung (Gruppen Einleitung)

2. Eigene Anleitung (Motivation, Kurze Zusammenfassung meines Themas

  • Hauptteil

3. Rechnungswesen

3.1 Bereiche des Rechnungswesen

4. Buchhaltung

4.1 Unterschied Buchhaltung und Buchführung

4.3 die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung

4.4 Verstoß gegen die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung

4.5 Wer muss Buch führen

4.6 Teilbereiche und Aufgaben der Buchhaltung

5. Pflicht zur Buchhaltung

5.1 einfache Buchhaltung

5.2 doppelte Buchhaltung 

6. Aufgaben der Buchhaltung

6.1 Anlegen von Büchern

6.2 Belege

6.3 Bücher führen

6.4 Jahresabschluss

6.5 Anlegen einer Rechnung

7. Konto

7.1 Bestandskonto

7.2 Erfolgskonto

8. Besteuerung

8.1 Soll-Besteuerung

8.2 Ist-Besteuerung

9. Buchhaltung in der Schülerfirma

  • Fazit

10. Mein Fazit

11. Gemeinsames Fazit (Gruppen Fazit)

Das ist der aktuelle Stand meiner Gliederung für die Seminar Arbeit. Sie kann sich im Laufe des Schreibens noch ein klein wenig verändern.

FAQ Seminararbeit

Müssen alle Quellen in die Fußnote?

ja, alle: Quellen von direkten und indirekten Zitaten müssen in die Fußnoten. Indirekte Zitate werden mit vgl.: eingeleitet, direkte Zitate beginnen sofort.

Wirklich alle? Das wird ja dann voll viel.

ja, wirklich alle. In wissenschaftlichen Texten kann es vorkommen, dass die halbe Seite Fußnoten mit Quellenbelegen voll ist. Das ist dann halt so. Quellen nicht zu belegen ist unredlich.

Wenn in der Fußnote ein indirektes Zitat ist – kommt dann eine Fußnote an die Fußnote?

nein. Quelle dann in Klammern hinter das Zitat schreiben.

Wie lang darf die Seminararbeit sein?

ca. 8-10 Seiten, maximal jedoch 20.

Woher weiß ich, dass ich das mit den Fußnoten richtig mache?

Schicke mir eine Seite oder ein Kapitel deiner Arbeit. Dann kann ich dir die Frage beantworten. Generell ist das sehr hilfreich, weil mir meist noch mehr Sachen auffallen.

An was muss ich bei der Formatierung besonders denken?

  • Text im Blocksatz (Fußnoten müssen nicht im Blocksatz sein)
  • Zeilenabstand (1,5zeilig, Fußnoten normaler Zeilenabstand und Schriftgröße 10pt.)
  • gelegentlich einen Absatz machen, das untergliedert den Text gut.

Darf ich Abbildungen verwenden?

unbedingt! Allerdings nicht, wenn sie nichts zum Text beitragen. Wenn du aber daran was erklärst, zeigst, verdeutlichst oder veranschaulichst, sind Abbildungen wichtig. Quelle nicht vergessen. (auch wenn du die Abbildungen selbst erstellt hast. Dann schreibst du in die Fußnote: selbst erstellt, auf Grundlage der Quelle: …)

Habt ihr weitere Fragen? Schreibt sie mir, ich beantworte sie für alle hier.

Zwischenpräsentation

Zu Beginn des Monats hielten wir unsere Zwischenpräsentation. Sie war chronologisch aufgebaut. Unsere persönlichen Themen (also Marketing, Nachhaltigkeit und Buchhaltung) haben wir so dazwischen gesetzt, dass sie bestmöglich zu den vorgestellten Ereignissen passen. Damit man den Überblick während der Präsentation nicht verliert, haben wir zusätzlich zu unserer PowerPoint Präsentation eine Flipchart entworfen, auf der ein Zeitstrahl abgebildet ist und wir dann jeweils die einzelnen Ereignisse angepinnt haben.

Unsere Gliederung fing damit an, dass wir erläuterten, wie und warum wir genau auf den Fair-o-mat gekommen sind und weshalb wir uns dafür dann auch letztendlich entschieden haben. Im Anschluss daran wurde das Thema Marketing vorgestellt. Danach kamen wir auf die Finanzierung, sowie unsere Sponsoren zu sprechen, deshalb kam ich dann mit meinem Thema Buchhaltung dran. Dabei habe ich unter Anderem die Unterschiede zwischen einfacher und doppelter Buchführung erklärt und wie wir es in unserer Firma umsetzen wollen. Zum Schluss stellten wir noch vor, welche Produkte wir in unserem Automaten verkaufen möchten und auch das Thema Nachhaltigkeit wird erläutert.

Um das alles auf die Beine stellen zu können, haben wir uns schon einige Monate vorher über unser jeweiliges Thema genauestens informiert. Zudem haben wir uns oft im virtuellen Klassenzimmer getroffen oder telefoniert, um alles zu besprechen, die Punkte aufzuteilen und den Ablauf zu planen. Durch die Aufteilung der verschiedenen Punkte, konnten wir sehr viel selbständig herausarbeiten, ohne dass wir alles zu dritt hätten besprechen müssen. Daher war es trotz Corona gut möglich, uns entsprechend darauf vorzubereiten. Eine Woche vor der Präsentation sind wir sogar einen Nachmittag länger in der Schule geblieben, um die Präsentation durchzusprechen, die Technik zu prüfen und kleinere Fehler auszubessern.

Zeitdruck hatte ich so gut wie gar nicht, da wir schon sehr früh mit der Vorbereitung angefangen haben und uns immer mal wieder besprochen und gegenseitig motiviert haben. Zwar war es eine echte Herausforderung mich mit dem Thema der Buchhaltung auseinanderzusetzen, aber nach aufwendiger Recherche wurden mir die Zusammenhänge klarer. Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, jedoch kostet es einiges an Überwindungskraft, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich bin zufrieden mit meinem Teilbereich, weil ich es zum Einen recht interessant finde und denke, dass es zum Anderen im späteren Berufsleben durchaus hilfreich sein kann.

Mir hat das ganze Projekt wirklich sehr gefallen, da es etwas völlig Neues ist. Wir konnten komplett selbständig arbeiten, ohne zu viele Vorschriften zu erhalten, die uns einschränkten. Jedoch erhielten wir  wegweisende Tipps und jegliche Unterstützung, falls diese nötig war.

Unser Projekt letztendlich vorzustellen, war ein gutes Gefühl, da wir nun endlich zeigen konnten, was wir schon alles geleistet haben und wie viel Arbeit dahinter steckt.

Der Fair-o-mat wurde inzwischen geliefert und kann nach den Osterferien in der Schule aufgestellt werden.

Zwischenpräsentation, Produkte, Recherchen und ein Automat – Schülerfirma Materifair

Zunächst einmal haben wir uns auf unsere Zwischenpräsentation und deren Vorbereitung konzentriert. Das heißt, dass wir uns aufgeteilt haben und jeder das Thema seiner Seminararbeit und weitere Unterpunkte unserer Firma, die mit unseren jeweiligen Themen verknüpft sind oder um die wir uns jeweils zusätzlich in der Firma gekümmert haben, vorstellen sollte. So kann jeder in seinem Tempo, mit seiner Methode und mit seiner Handschrift ohne Konflikte mit den Anderen arbeiten.

Außerdem hatten wir uns viele Gedanken über die Übersichtlichkeit unseres Vortrags gemacht, da wir zwar mit PowerPoint arbeiten wollten, man hier aber ohne ein dauerhaft bestehendes Inhaltsverzeichnis, leicht den Überblick über die vielen verschiedenen Folien verlieren kann, kamen wir zu der Überlegung, ob es nicht sinnvoll wäre, den Vortrag an unserer kleinen „Gründungsgeschichte“ von Beginn des Schuljahres bis zum Zeitpunkt des Vortrags zu orientieren, was wir dann auch mit Hilfe eines Zeitstrahls in Form einer großen Flipchart umgesetzt haben.

Durch die Aufteilung der einzelnen Themen, konnten wir auch ohne tägliche Besprechungen gut zusammenarbeiten, standen aber immer für Fragen der Anderen bereit, die wir meist mithilfe eines Chats beantwortet haben. Aber auch an online Videokonferenzen kamen wir nicht ganz vorbei, in denen wir uns aufeinander abstimmen und das weitere Vorgehen besprechen mussten. Außerdem hatten wir durch die eingeschränkte Schulöffnung die Möglichkeit, unseren Vortrag und vor allem den Ablauf einmal vorher in Präsenz durch zu üben. Das Vortragsmedium Powerpoint hat uns hier ebenfalls geholfen, da wir uns nicht mehrere Male treffen und ein ausgeklügeltes Plakat vorbereiten konnten. Und so hat jeder seine eigene PowerPoint erstellt und diese wurden letztlich zusammengefügt, sodass eine durchgehende Präsentation entstand.

So funktioniert unsere Zusammenarbeit weiter problemlos. Hier ist ebenfalls anzumerken, dass wir unsere Zusammenarbeit durch weitere Lockdowns nicht stark verändern mussten, da wir zuvor schon größtenteils digital gearbeitet und kommuniziert haben, weil wir durch unsere Stundenpläne schon zuvor in der gesamten Wochen keine einzige Möglichkeit hatten, uns ausführlich persönlich zu besprechen außerhalb der Seminarkursstunden.

Die Produkte haben wir nun außerdem festgelegt und somit uns auch gleich auf die Verkaufspreise geeinigt, deren Bestellung wir jetzt organisieren müssen. Des weiteren ist in der Zeit nach der Zwischenpräsentation der Automat angekommen und muss nun in Absprache mit dem Hausmeister nach den Osterferien aufgestellt werden, damit wir ihn anschließend eröffnen können. Ob er jedoch vollständig sofort in Betrieb genommen wird, hängt von der Situation in der Schule ab, da es unnötig, teuer, verschwenderisch und nicht nachhaltig ist, den Automaten voll zu befüllen, wenn nur zwei Klassenstufen an der Schule sind.

So kann ich dann beginnend bei den Produkten, die Informationen über die praktische Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategien an unserem Automaten für meine Seminararbeit sammeln, ohne die ich eine Nachhaltigkeitsstrategie bzw. die Umsetzung der einzelnen Aspekte nicht bewerten kann. Denn diese beschränken sich bis jetzt auf einige theoretische Informationen zu Orientierungsmöglichkeiten für Unternehmen und eine theoretisches Konzept, das bis jetzt nur ansatzweise umgesetzt wurde, zur Nachhaltigkeit für unserer Schülerfirma. Zusätzlich zu diesen Informationen, die ich für unsere Zwischenpräsentation gesammelt und dort verarbeitet habe, habe ich mich noch durch die Beschäftigung mit unserer Produktauswahl ausführlicher mit dem Aspekt FairTrade beschäftigt und wie hier nicht nur der soziale und ökonomische Aspekt der Nachhaltigkeit durch faire Löhne bedacht, sondern auch der ökologische Aspekt bedacht wird, durch beispielsweise Weiterbildungen zur ökologischen Landwirtschaft für Kleinbauern weltweit und immerhin waren 2018 schon 77% der FairTrade Produkte auch zusätzlich bio-zertifiziert, sie sind also durch ökologische Landwirtschaft entstanden.

Außerdem habe ich angefangen in ein Buch über Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne und Klimaschutz hineinzulesen und mich mit diesem Thema zu beschäftigen, in dem der Autor seine sehr interessante, andere und nicht jedem bewusste Ansicht über Klimaschutz darstellt: Klimaschutz darf nicht rein durch die CO2-Emission definiert werden, vielmehr sei der größte Teil der klimaschädlichen Aspekte auf einen zu hohen und unbedachten Ressourcenverbrauch zurückzuführen, an dem die wirkliche Umweltfreundlichkeit eines Produkts oder einer Aktivität gemessen werden soll.

So arbeiten wir weiterhin wohl größtenteils wie während der Vorbereitung auf unsere Zwischenpräsentation digital zusammen, um unser Projekt auch in die Realität umzusetzen und nicht nur theoretisch planen, denn nur so lassen sich wirkliche Schlussfolgerungen ziehen, die auch die reale Umsetzbarkeit und nicht nur die Theorie miteinbeziehen. Und dabei stehen wir gerade in den Startlöchern.

Quellen:

Hier beispielsweise über Weiterbildungen von Kleinbauern, die in Brasilien Orangen anbauen: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/arbeitsschwerpunkte/fairtrade-projekte-zu-arbeitsschwerpunkten/staerkung-des-kleinbaeuerlichen-orangenanbaus-in-brasilien Angabe zum Bio-Anteil an FairtTrade Produkten: https://www.fairtrade-deutschland.de/service/presse/details/bio-und-fair-immer-gefragter-3069 Das Buch: „Grüne Lügen“ von Friedrich Schmidt-Bleek (Ludwig Verlag, 2014 München)