Kapitel aus meiner Seminararbeit

Unterschied der einfachen und doppelten Buchführung

Jeder Unternehmer ist nach § 238 HGB verpflichtet, seine Geschäftsvorfälle nachvollziehbar aufzuzeichnen.

Der grundlegende Unterschied liegt nun darin, wer zu welcher Buchführung verpflichtet ist. Dies bestimmt die Buchführungspflicht, auch wenn damit eigentlich nur die Pflicht zur doppelten Buchführung gemeint ist. Die Unternehmer, die von dieser Pflicht befreit sind, müssen trotzdem die einfache Buchführung durchführen.

In der Grafik kann man gut erkennen, dass die Buchführungspflicht vom Unternehmen, sowie des jeweiligen Einkommens abhängig ist. So haben Freiberufler und Kleingewerbe das Privileg die einfache Buchführung machen zu dürfen. Im Gegensatz dazu stehen die Handelsgesellschaften, die immer zur doppelten Buchführung verpflichtet sind. Bei Gewerbetreibenden und landwirtschaftlichen Betrieben ist das komplizierter. Sind Gewerbetreibende im Handelsregister eingetragen oder beträgt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ihr Jahresumsatz über 600.000€ und ihr Jahresgewinn über 60.000€, so sind diese auch zur doppelten Buchführung verpflichtet. Ist dies nicht der Fall, dürfen sie die einfache Buchführung anwenden. Landwirtschaftliche Betriebe sind dann zur doppelten Buchführung verpflichtet, wenn ihr Nutzflächenwert über 25.000€ und ihr Jahresgewinn über 60.000€ beträgt.

Sobald ein Unternehmen die Umsatz- oder Gewinngrenze überschritten hat, erhält dieses eine Benachrichtigung vom Finanzamt, dass es ab sofort buchführungspflichtig ist.

Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass bei der einfachen Buchführung alle Einnahmen und Ausgaben nach Datum sortiert werden. Es wird also lediglich festgehalten, dass man Geld eingenommen bzw. ausgegeben hat. Im Vergleich dazu werden Transaktionen bei der doppelten Buchführung gleich zweimal erfasst. Näheres dazu wird in den folgenden Punkten erläutert.

Doch die doppelte Buchführung hat auch Vorteile. Man erhält zahlreiche und genaue Informationen, für welche Zwecke Geld ausgegeben wurde, welcher Wert aktuell das Lager des Unternehmens beträgt oder wie viel Geld noch zur Verfügung steht- und das täglich. Im Gegensatz dazu bietet die einfache Buchführung zwar auch einen Einblick auf die Liquiditätslage, jedoch nicht so detailliert, wie es die doppelte Buchführung gewährleistet.

Gliederung Seminararbeit „Buchhaltung“

Ich habe mich zum theoretischen Teil der Buchhaltung nun ausführlich informiert. Zum praktischen Teil kann noch nichts Abschließendes sagen, da der Automat momentan erst installiert wurde und die Inbetriebnahme zeitnah erfolgt.

Meine Gliederung der Seminararbeit wird so aussehen:

I.Einleitung

  1. Wozu Buchhaltung?

II.Hauptteil

  • Grundsätze der Buchhaltung
  • Arten der Buchhaltung

a)Welche Arten gibt es?

b)Unterschied der Einfachen und Doppelten Buchführung

c)Wie funktioniert die Einfache Buchhaltung?

d)Wie funktioniert die Doppelte Buchhaltung?

e)Belegarten

  • Schülerfirma

a)Welche Buchführung müssen wir anwenden?

b)Wie haben wir es in unserer Firma umgesetzt?

c)Welche anderen Systeme hätten man auch verwenden können?

III.Schluss

  • Rückblick

a)Bewertung unseres Systems

-Übersichtlichkeit, Verständlichkeit

-Was lief gut?

-Was hätte man besser machen können?

b)Welche Fehlerquellen gibt es allgemein?

c)Tipps für andere Schülerfirmen

  • Fazit

IV.Anhang

Während der Ausarbeitung meiner Seminararbeit könnte die Gliederung sich noch in Nuancen ändern.

Zwischenpräsentation

Zu Beginn des Monats hielten wir unsere Zwischenpräsentation. Sie war chronologisch aufgebaut. Unsere persönlichen Themen (also Marketing, Nachhaltigkeit und Buchhaltung) haben wir so dazwischen gesetzt, dass sie bestmöglich zu den vorgestellten Ereignissen passen. Damit man den Überblick während der Präsentation nicht verliert, haben wir zusätzlich zu unserer PowerPoint Präsentation eine Flipchart entworfen, auf der ein Zeitstrahl abgebildet ist und wir dann jeweils die einzelnen Ereignisse angepinnt haben.

Unsere Gliederung fing damit an, dass wir erläuterten, wie und warum wir genau auf den Fair-o-mat gekommen sind und weshalb wir uns dafür dann auch letztendlich entschieden haben. Im Anschluss daran wurde das Thema Marketing vorgestellt. Danach kamen wir auf die Finanzierung, sowie unsere Sponsoren zu sprechen, deshalb kam ich dann mit meinem Thema Buchhaltung dran. Dabei habe ich unter Anderem die Unterschiede zwischen einfacher und doppelter Buchführung erklärt und wie wir es in unserer Firma umsetzen wollen. Zum Schluss stellten wir noch vor, welche Produkte wir in unserem Automaten verkaufen möchten und auch das Thema Nachhaltigkeit wird erläutert.

Um das alles auf die Beine stellen zu können, haben wir uns schon einige Monate vorher über unser jeweiliges Thema genauestens informiert. Zudem haben wir uns oft im virtuellen Klassenzimmer getroffen oder telefoniert, um alles zu besprechen, die Punkte aufzuteilen und den Ablauf zu planen. Durch die Aufteilung der verschiedenen Punkte, konnten wir sehr viel selbständig herausarbeiten, ohne dass wir alles zu dritt hätten besprechen müssen. Daher war es trotz Corona gut möglich, uns entsprechend darauf vorzubereiten. Eine Woche vor der Präsentation sind wir sogar einen Nachmittag länger in der Schule geblieben, um die Präsentation durchzusprechen, die Technik zu prüfen und kleinere Fehler auszubessern.

Zeitdruck hatte ich so gut wie gar nicht, da wir schon sehr früh mit der Vorbereitung angefangen haben und uns immer mal wieder besprochen und gegenseitig motiviert haben. Zwar war es eine echte Herausforderung mich mit dem Thema der Buchhaltung auseinanderzusetzen, aber nach aufwendiger Recherche wurden mir die Zusammenhänge klarer. Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, jedoch kostet es einiges an Überwindungskraft, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich bin zufrieden mit meinem Teilbereich, weil ich es zum Einen recht interessant finde und denke, dass es zum Anderen im späteren Berufsleben durchaus hilfreich sein kann.

Mir hat das ganze Projekt wirklich sehr gefallen, da es etwas völlig Neues ist. Wir konnten komplett selbständig arbeiten, ohne zu viele Vorschriften zu erhalten, die uns einschränkten. Jedoch erhielten wir  wegweisende Tipps und jegliche Unterstützung, falls diese nötig war.

Unser Projekt letztendlich vorzustellen, war ein gutes Gefühl, da wir nun endlich zeigen konnten, was wir schon alles geleistet haben und wie viel Arbeit dahinter steckt.

Der Fair-o-mat wurde inzwischen geliefert und kann nach den Osterferien in der Schule aufgestellt werden.

Expose unserer Schülerfirma Materifair

-unser gemeinsamer Teil allgemein zu unserer Schülerfirma von Hexe Lilli, Astronaut und easy-

Zentrales Projekt:

→ Auszug aus unserem Businessplan aus dem ersten Punkt: Zusammenfassung der Geschäftsidee: „Unser Geschäft soll daraus bestehen, Süßigkeiten und Gegenstände, die von Schülern in der Schule gebraucht werden, mit einem Automaten zu verkaufen. Um zum Einen Geld zu sparen und zum Anderen dem modernen Trend der Nachhaltigkeit zu folgen, soll dieser Automat rein mechanisch, also stromlos, betrieben werden. Außerdem wollen wir vor allem im Blick auf die Lebensmittel auf fair gehandelte Alternativen zurückgreifen. Denn wie in anderen Schulen auch gibt es bei uns Mittagspausen, etc., die oft zeitlich gerade so zum Beispiel zum Mittag essen ausreichen und sollte dann noch jemand zum Beispiel einen Nachtisch benötigen, den es in der Cafeteria nicht gibt, ist die Zeit oft zu knapp um noch zu einem Supermarkt oder zur Bäckerei zu laufen. Unser Automat soll deshalb an einem leicht zu erreichenden Ort in unserer Schule stehen um das Schulleben der Schüler zu erleichtern, auch wenn die Cafeteria zum Beispiel schon geschlossen hat.“

Relevanz des Themas:

Wir haben uns speziell für den Fair-o-mat entschieden, da dieser für den Verkauf von fairen Produkten vorgesehen wurde. Uns ist es sehr wichtig faire Produkte zu verkaufen, da es an der Zeit ist in der Welt etwas zu verändern. Oftmals leiden in Entwicklungsländern immer noch sehr viele Menschen. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Produkte so billig wie möglich herstellen wollen, um mehr Gewinn aus dem Verkauf schlagen zu können. Um das zu erreichen, zahlen sie den Menschen, die das Produkt herstellen Löhne, die unter dem liegen, was sie zum Leben benötigen. Faire Produkte hingegen müssen z.B. wenn sie das Siegel von FairTrade haben, alle Zutaten, die als FairTrade-Rohstoffe verfügbar sind, verwenden. Zudem wird der Handel kontrolliert und die Erzeuger erhalten einen Mindestpreis, der von der jeweiligen Organisation bestimmt wird. Dadurch wird den Erzeugern ein höheres und zuverlässigeres Einkommen ermöglicht. Das bedeutet, wenn man faire Produkte verkauft, tut man etwas Gutes für die Wirtschaft und die Menschen. Und genau das wollen wir den Menschen beibringen, dass es nicht immer darum geht, das billigste Produkt zu kaufen, sondern das, von dem alle profitieren.

Motivation:

Wir möchten den Schülern verdeutlichen, dass es auch faire und gute Produkte gibt, die nicht so viel teurer sind als die „Normalen“. Und auch, dass man ruhig mal zu den fairen Produkten greifen sollte, statt immer nur darauf zu achten, so viel Geld wie möglich zu sparen. Zudem haben wir vor, mit dem Automaten den Alltag der Schüler zu erleichtern, zum Beispiel wenn sie ihre Maske vergessen haben, dass sie sich dort eine kaufen können oder wenn sie in der Pause „Nervennahrung“ brauchen, dass sie sich diese kurz holen können. Denn wir möchten so auch Andere von Nachhaltigkeit und FairTrade begeistern.

Erkenntnisinteresse:

Uns helfen wird dieses Projekt vor allem in dem wir lernen als Team gut zusammenzuarbeiten, aber trotzdem selbstständig zu sein. Wir lernen so auch die Grundstrukturen eines Unternehmens kennen und können uns selbst als Gründer einer Schülerfirma versuchen und dabei zum Beispiel viele verschiedene Strategien in den verschiedenen Bereichen erproben und selbst auszuprobieren. So können wir so zum Beispiel auch einige Grundlagen von Selbstständigkeit und Firmengründung kennenlernen, von denen wir im späteren Berufsleben profitieren können. Da der Automat einen Mehrwert für die Schüler also auch für uns besitzt, können wir auch selbst von den Vorzügen eines solchen Automaten an unserer Schule profitieren.

Ideenentwicklung:

 In der ersten Stunde des Seminarkurses kamen wir auf die Idee, Flaschen für die Schüler und Lehrer zu designen und zu verkaufen. Allerdings wurde uns klar, dass eine andere Gruppe genau dieselbe Idee und sie auch schon mit den Lehrern besprochen hat. Also mussten wir uns eine andere Idee überlegen. Eine andere Idee von uns war es, Kleidung nachhaltig zu Batiken, allerdings wäre es sehr umständlich geworden nachhaltige Farbe zu finden und sie dann letztendlich auch wieder zu entsorgen, da die Farbe nicht in den Abfluss darf und man noch andere Sachen beachten muss. Zusätzlich waren wir uns unsicher, ob das bei den Schülern auch gut ankommt, weil man kann die Kleidung ja auch online im Internet kaufen kann, wo sie wahrscheinlich billiger sein wird, weil wir sie von Hand angefertigt hätten. Dass hätte somit dann auch sehr viel Zeit gekostet und wäre auch sehr aufwendig gewesen. Also haben wir uns dagegen entschieden. Wir haben uns dann im Internet erkundigt, was andere Schülerfirmen schon gemacht haben und haben uns von diesen Ideen inspirieren lassen. Dadurch sind wir dann auf die Idee des Automaten gekommen und weil für uns von Anfang an klar war, dass wir etwas mit Nachhaltigkeit machen möchten, haben wir uns für einen nachhaltigen Automaten mit größtenteils fair gehandelten Produkten entschieden.

Literaturüberblick:

Da nachhaltige und faire Automaten etwas Neuartiges, wirtschaftlich gesehen, sind, müssen wir uns Verkaufsstrategien und Konzepte zu sehr großem Teil vollkommen selbst erarbeiten und erproben. So kann hierbei nur auf die Firma, die diesen bestimmten Automat anbietet verwiesen werden: https://www.fair-o-mat.de. Diese bietet aber auch eine Hilfestellung in zum Beispiel der Produktauswahl und Verweise auf große FairTrade-Händler wie GEPA, El puente oder bio-fair.trade. Außerdem wird hier zum Teil die Nachhaltigkeitsstrategie der Firma und somit auch die, des Automaten erörtert. Informationen zu Fairtrade sind zum Beispiel auf der Website von GEPA: https://www.gepa.de/home.html zu finden. Hier wird zum Beispiel die Herkunft der verschiedenen Produkte genau beschrieben. Informationen zum Kauf und Verkauf von FairTrade-Produkten konnten wir außerdem durch eine Person, die ehrenamtlich diese Produkte verkauft, erhalten. Als Hilfestellung zum allgemeinen Betrieb einer Schülerfirma sind das Arbeitsheft von Boeckler zum Thema Schülerfirma(https://www.boeckler.de/pdf/schule_ah_schuelerfirma_2018.pdf), in der die Gründung einer solchen erklärt wird und die Vorlage zum Erstellen eines Businessplans für Schülerfirmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie(https://www.unternehmergeist-macht-schule.de/SharedDocs/Downloads/materialienschueler/Businessplan-erweiterte-Vorlage.pdf?__blob=publicationFile) sehr hilfreich. Weitere Links zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen sind in easy’s Teil des Exposés zu finden.

Ziel der Arbeit:

Unser Ziel ist es zunächst einmal zu erreichen, dass der Automat und seine Produkte gut von den Schülern und Lehrern angenommen werden. Zudem wäre es optimal, wenn wir den Automaten entweder selber weiter betreiben können, oder ihn an jüngere Schulklassen abgeben könnten, sodass diese ihn weiter betreiben können. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Aktionen zu planen, damit für jeden und jede Jahreszeit etwas vorhanden ist, was einen anspricht und auch, dass Abwechslung stattfindet, damit es nicht langweilig wird.

Reflexion eigener Vorkenntnisse und Kompetenzen:

Ich, easy, kann gut selbstständig aber auch gemeinsam im Team arbeiten, dabei kreativ werden und „um die Ecke denken“. Durch mein Praktikum bei einer sehr kleinen Anwaltskanzlei, konnte ich einen Blick darauf werfen, wie sich ein sehr kleines Unternehmen gut organisiert und koordiniert und diese Arbeitsstrategie mit regelmäßigem, in kleinen Abständen Absprechen, ist gut auf unsere Schülerfirma übertragbar.

Ich, Astronaut, habe beim Zeitung austragen gelernt, mich selbst zu organisieren, strukturieren und zuverlässig die Zeitung kontinuierlich zu den bestimmten Abonnenten zu liefern. Zudem habe ich durch das Motorrad fahren ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und auch eine gute Einschätzung von Risiken, da ich im Straßenverkehr oftmals damit konfrontiert werde. Aus den Gründen habe ich mich für die Buchhaltung, also auch den An-und Verkauf, in unserer Schülerfirma entschieden.

Ich, Hexe Lilli, bringe verschiedene Fähigkeiten mit. Ich bin z.B. sehr zielorientiert, da ich gerne in der Zukunft plane. Außerdem kann ich gut strukturieren, planen und organisieren. Letztes Schuljahr habe ich ein einwöchiges Praktikum an der Grundschule Blaufelden gemacht und davon bringe ich vielleicht eine gewisse Präsentationsfähigkeit mit, weil ich den Schüler und Schülerinnen den Unterrichtsstoff so beibringen musste, dass sie ihn auch verstehen und an Aufgaben anwenden können. Zudem arbeite ich gerne in einem Team.

Erste Schritte:

Unsere ersten Schritte, nach der Ideenfindung, waren, zu überlegen wie wir einen Automaten finden der uns preislich und aber auch optisch zuspricht. Wir haben sehr viel im Internet recherchiert und sind letztendlich auf die Firma fair-o-mat gestoßen, für welche wir uns auch entschieden haben. Zusätzlich wollten wir herausfinden, ob Interesse an unserem Automaten besteht. Wir haben uns dazu entschlossen eine Umfrage an die Schüler zu verteilen. An unserer Umfrage haben 322 Schüler teilgenommen, davon haben 297 Schüler Interesse an unserem Automaten. Von einem kleinen Teil der Lehrer haben wir die Umfrage nicht mehr zurückerhalten, darum hat auch nicht die gesamte Schule an unserer Umfrage mitgemacht. Nachdem feststand das wir einen Automaten in der Schule aufstellen, weil großes Interesse daran besteht, haben wir uns entschieden einen Instagramaccount zu gründen um die Schülern mit unserem Automaten auf dem aktuellen Stand zu halten und sie über die Neuigkeiten zu Informieren Unser Instagramname ist Materifair, denn so heißt auch unsere Schülerfirma. Unser Schülerfirmaname besteht aus zwei Wörtern, aus „materiae“ (lat.: mechanisch) und aus „fair“. Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil unser Automat mechanisch betrieben wird und wir in dem Automaten größtenteils fair gehandelte Produkte verkaufen möchten. Unser nächster Schritt war es, für unsere Sponsoren, über die wir unseren Automaten und die Produkte finanzieren möchten, einen Businessplan zu erstellen. Als letzten Schritt, den wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gemacht haben, haben wir der Firma unseres Automaten eine Angebotsanfrage geschickt, dass wir den Preis unseres Automaten wissen und somit auf die Sponsoren zugehen können. Die Antwort auf unsere Angebotsanfrage dauert bis zu zehn Werktagen. Die Anfrage haben wir am 30.10.2020 fortgeschickt. Außerdem haben wir uns auch schon mit Herr Urhan besprochen, ob wir solch einen Automaten überhaupt aufstellen dürfen und er war damit einverstanden.

Zeitplan, Grobgliederung und methodisches Vorgehen:

Unser Ziel war es bis Ende der Herbstferien, uns über unsere Ideen und deren Umsetzung zu informieren und einen Businessplan für unsere Schülerfirma zu erstellen. Außerdem ist es nun nötig in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien Sponsoren für unser Projekt zu finden. Hierbei soll uns vor allem unser Businessplan helfen. Mit dieser Aufgabe werden wir uns zu dritt beschäftigen, da wir so auf mehrere Firmen gleichzeitig zugehen können. Außerdem wollen wir ein Bankkonto erstellen und das „Rechtliche“ regeln. Daraufhin soll, nachdem wir einen passenden Sponsor gefunden haben, der Automat bestellt werden, zu dem wir schon in den Herbstferien ein Angebot abgeschickt haben. Da die Lieferung des Automaten ca. zwei Wochen dauert, können wir währenddessen beginnen, die Produktbeschaffung zu planen und diese einzukaufen. Auch wäre es sinnvoll in dieser Zeit mit dem Marketing zu beginnen. Im Dezember soll voraussichtlich eine Art Adventskalenderaktion stattfinden. Dabei sollen die weihnachtlichen Produkte in einem unserer Fächer im Automat täglich oder wöchentlich wechseln. Diese Aktion muss ebenfalls in den beiden letzten Wochen des Novembers geplant werden. So können wir in der darauf folgenden Zwischenpräsentation zum Beispiel einen Schwerpunkt auf diese Aktion legen. In den folgenden Wochen soll der Automat im Normalbetrieb laufen und unsere Koordination untereinander soll sich normalisieren beim zum Beispiel Auffüllen des Automaten, sodass er auch langfristig laufen kann. Währenddessen sollen auch die Verkaufszahlen der Produkte ausgewertet werden, Kunden befragt werden und eine Anpassung des Angebots auf die Nachfrage erfolgen. In der Fastenzeit vor Ostern wäre es außerdem möglich einige der Süßigkeiten durch salzige Produkte zu ersetzen. Während unserer konzentrierten Arbeitsphase an unserer Seminararbeit in den Wochen vor den Pfingstferien soll der Automat dann in Normalbetrieb weiterlaufen. Unser ganzes Jahr der Seminararbeit ist also grob gegliedert durch den Zyklus der methodischen Schritte: informieren, planen, erproben und durchführen und reflektieren, die jeder in seinem Bereich der Schülerfirma durchführt und die gemeinsam durchgeführt werden. Reflektieren wollen wir unter anderem in den Punkten Nachhaltigkeit, Effektivität und Effizienz. Aufgeteilt haben wir uns durch unsere jeweiligen Seminararbeitsthemen in Marketing (Hexe Lilli), Finanzen und Buchhaltung (Astronaut) und Nachhaltigkeit und Management der Produkte (easy).

-mein persönlicher Teil über das Thema: Wie lässt sich Buchhaltung im Unternehmen, am Beispiel unserer Schülerfirma umsetzen?-

Ich werde mich das nächste Jahr mit der Buchhaltung in unserer Schülerfirma befassen. Dabei ist es wichtig, dass alles klar und deutlich dokumentiert ist. Das ist von großer Bedeutung, da wir dann gleich am Monats- oder Jahresende schnell sehen können, ob wir Gewinn oder Verlust gemacht haben, um so unsere nächsten Schritte besser planen zu können. Hierbei muss Ordnung und Struktur großgeschrieben werden, um nicht irgendwann den Überblick zu verlieren. Ich persönlich finde, dass die Buchhaltung nicht nur wichtig für Unternehmen ist, sondern auch schon für Privatpersonen, da diese schauen müssen, dass am Monatsende noch genügend Geld vorhanden ist. Zwar ist es nicht unbedingt nötig eine richtige Buchhaltung zu führen, da diese von den jeweiligen Banken bereit gestellt wird, jedoch ist es trotzdem ganz nützlich zu verstehen, wie so etwas geht. Durch die Beschäftigung mit diesem Thema, erhoffe ich mir ein größeres Bewusstsein im Umgang mit Geld und ein besseren Überblick über meine Finanzen.

Um mich in das Thema einzuarbeiten habe ich einige gute Seiten gefunden:

https://www.wigy.de/fileadmin/user_upload/Berufsorientierung/Praxisbeispiele/Buchfuehrung_in_der_Schuelerfirma.pdf

Auf dieser Seite wird von einer anderen Schülerfirma über das Thema Buchhaltung berichten. Zuerst schreiben sie, was man Grundlegendes darüber wissen sollte. Dies war  für mich sehr hilfreich, da ich davor noch nie mit dem Thema Buchhaltung konfrontiert wurde. Ein sehr passendes Zitat fand ich den Auszug aus dem Gesetzbuch: „Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Entwicklung verfolgen lassen.“ (§ 238 HGB). Das bedeutet so viel, wie dass die Buchführung auch für Außenstehende einfach und logisch zu verstehen sein sollte. Zudem informieren sie über verschiedene Buchhaltungsmöglichkeiten, wie die doppelte Buchführung, die vor allem für größere Unternehmen greift oder die einfache Einnahmenüberschussrechnung, die besonders in unserem Fall, also der Schülerfirma bedeutend ist. Im weiteren Teil berichten sie von ihrer eigenen Buchführung, was für mich aber noch nicht relevant ist.

Eine weitere Seite:

file:///C:/Users/Erika/AppData/Local/Temp/KLASSE_SCHUELERFIRMA_Modul_6_Lehrkraefte.pdf

In ihr wird stichpunktartig und kurz zusammengefasst beschrieben, was das Wichtigste ist, um mit der  Buchhaltung anzufangen. Das fand ich nützlich, da diese Seite einen groben Einblick in das Thema ermöglicht und das noch dazu so formuliert ist, dass es für jeden leicht verständlich ist. Über die einfache Buchhaltung sagt sie das gleiche aus, wie die andere Seite, und zwar, dass diese Methode für kleine Unternehmen gedacht ist. Zusätzlich informiert sie über die verschiedenen Belegarten, nämlich die Interne und die Externe. Die Externe beinhaltet z.B. alle Kunden- und Lieferantenrechnungen.  Die interne Belegarten beinhalten vor allem Kopien, wie z.B. von Quittungen und Kundenrechnungen. Ein weiterer Punkt ist die Kasse. Grundsätzlich dürfen Schülerfirmen niemals mehr ausgeben, als sie einnehmen können. Das gilt nicht nur für die Kasse, sondern auch, wenn die Schülerfirma ein eigenes Konto hat, denn sie erhalten keine Kredite, werden somit ausschließlich auf dem derzeitigen Guthaben geführt.

Meine Seminararbeit werde ich voraussichtlich so aufteilen, dass ich zuerst einen theoretischen Teil machen werde, in dem ich allgemein die Buchhaltung erklären werde, da ich mich selbst zuerst noch genauer darüber informieren muss, bevor ich dann wirklich die Buchführung in unserem Unternehmen übernehmen kann. Im anderen Teil werde ich dann meine Umsetzung, Tipps, Fehler, was ich daraus gelernt habe und noch weitere Punkte erläutern. Erste Erkenntnisse werde ich erst nach einiger Zeit erhalten, da erst mit der Anschaffung des Automaten und dem Vertrieb der Produkte die Buchhaltung anfängt. Sobald ich jedoch die ersten Erkenntnisse habe, werde ich meine bisher geleistete Arbeit unter anderem auf die Kriterien Struktur, Ordnung, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und noch weiter folgenden Kriterien untersuchen. Die folgenden Kriterien werden mir wahrscheinlich erst bewusst werden, wenn ich mich konkreter und nicht nur theoretisch mit der Buchführung auseinandersetze.

Das Ziel der Buchführung ist es, dass wir als Gründer der Schülerfirma auf einen Blick erkennen können, ob wir eher Gewinn oder eher Verlust machen. Das ist insofern wichtig, da wir unser Budget nicht überschreiten dürfen und wir immer genug Geld auf dem Konto haben müssen, um dieses in den Einkauf der nächsten Produkte zu investieren. Auch können wir berechnen, welcher Trend gerade ist, um so unsere nächste Bestellung anzupassen.

Um die Buchhaltung verantwortungsvoll führen zu können, sollte man keine Abneigung gegen Zahlen haben. Da ich als Leistungsfach Mathe und zusätzlich Mathe-Vertiefungskurs gewählt habe, ist dies kein Problem für mich. Zudem kann ich im Familienkreis auf Erfahrungen und Kompetenz zurückgreifen.

Als Zeitplan habe ich als grobes Ziel, bis spätestens zur Bestellung des Automaten mich so weit über die Buchhaltung zu informieren, damit ich die zuvor erworbene Theorie gut in die Praxis umsetzen kann. Zudem habe ich vor, jeden Monat einen kurzen Bericht über die aktuelle Firmenlage zu erstellen, um somit einen guten Überblick zu erhalten. Am Ende vom Jahr werde ich noch einen Jahresabschluss, in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung, erstellen.

Nachhaltigkeit im Unternehmen

„Per Definition steht Nachhaltigkeit (…) für eine Lebensweise, bei der ein möglichst ressourcenschonender Lebenszyklus im Fokus steht.“

Bei den meisten Unternehmen ist die Nachhaltigkeit auf drei Säulen aufgebaut:

Die soziale Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit

Die ökologische Nachhaltigkeit

Diese drei  Bereiche beeinflussen sich gegenseitig und müssen langfristig im Gleichgewicht zueinander stehen.

Ökologische Nachhaltigkeit: Hierunter versteht man grob gesagt den Erhalt der Natur. Umgesetzt werden kann dies z.B. durch Verzicht auf Raubbau, Verwendung von erneuerbaren Energien und durch Vermeidung gefährlicher und giftiger Zusatzstoffe.

Soziale Nachhaltigkeit: Die Aufgabe besteht darin, sich für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und Deckung der Grundbedürfnisse einzusetzen. Dies kann sowohl global, als auch innerhalb des Betriebs umgesetzt werden wie z.B. durch eine Bezahlung über dem Mindestlohn oder durch Angebote zu Weiterbildungsmaßnahmen.

Ökonomische Nachhaltigkeit: Dadurch soll der Fokus auf eine höhere Lebensqualität für zukünftige Generationen, statt auf den höchst möglichen Gewinn gelegt werden. Dazu zählt die Förderung von Wissen und Lernmöglichkeiten.

Was bringt Nachhaltigkeit für Vorteile?

Heutzutage achten Kunden viel mehr auf nachhaltige Produkte wie früher. Das heißt, die meisten werden sich für ein nachhaltiges Produkt entscheiden, wenn sich dieses preislich zumindest in der Nähe der anderen Produkte befindet. Doch nicht nur das spricht für ein nachhaltigeres Unternehmen. Durch einen vernünftigen Umgang mit Ressourcen können Energiekosten gespart werden. Hinzu kommen Fördermittel oder besondere steuerlich abgesetzte Kosten, sobald man in Nachhaltigkeit investiert.

Auch die Mitarbeiter profitieren von der Nachhaltigkeit: Zum einen sind ihnen faire Arbeitsplätze gesichert, wodurch sie sich wohler fühlen können und somit produktiver arbeiten. Zum anderen können sie sich nun mit ihrer Arbeit mehr identifizieren, was bewirkt, dass sie Familie und Freunden davon erzählen und diese wiederrum das Produkt der Firma eher in Betracht ziehen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sein Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Man kann auch immer wieder neu dazu lernen und bessere Ideen finden. Das heißt der Prozess der Nachhaltigkeit wird so gut wie nie enden. Ein bedeutender Anfang wäre z.B. schon mal die Verpackung, denn das ist etwas, was die Kunden sehen und bewerten werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass man so wenige Einzellieferungen und Einzelverpackungen wie möglich nimmt. Auch das Material ist von großer Bedeutung. Allein schon, wenn man recyceltes Plastik dafür verwendet, kommt es bei den Kunden besser an wie normales Plastik. Ein anderer Aspekt ist die Lieferkette. Am günstigsten für die Umwelt und den Geldbeutel ist ein Standort, von dem aus die Wege zu den Kunden so gering wie möglich sind. Somit müssen keine Fahrt- und Spritkosten gezahlt werden und auch die Lieferzeit kürzt sich drastisch, was wiederum einen guten Eindruck hinterlässt.

Die Minimierung von Strom und Wasser bei der Herstellung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch Mengen an Geld. Wenn man jetzt noch dieses gesparte Geld zumindest zu Teilen an örtliche Hilfsorganisationen spendet, hat man sich für die Zukunft ziemlich sicher eine Chance gesichert.

Ein Beispiel dafür, dass in jeder Branche Nachhaltigkeit umsetzbar ist, ist die Firma „Fairphone“. Sie ist eine der wenigen Handyhersteller, die auf nachhaltigere Materialien setzen.

Die andern Handymarken wie Huawei und Samsung setzen eher auf Gewinn und Technik, statt auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Im Durchschnitt kaufen sich die Deutschen alle zweieinhalb Jahre ein neues Handy. Und das nicht, weil es kaputt ist, sondern weil sie sich ein moderneres Handy mit mehr Funktionen wünschen. Genau dem möchte Fairphone entgegenwirken. Sie setzten auf nachhaltigere, qualitativ gute und langlebigere Handys. Für die Langlebigkeit haben sie sich eine ungewöhnliche, aber einfache Strategie zusammengestellt. Man kann, wenn etwas am Handy kaputt gegangen ist, dies einfach auseinander bauen und ersetzen lassen, statt das ganze Handy wegschmeißen zu müssen. Dafür werden extra Ersatzteile und Reparatur-Tutorials angeboten, damit man sein Smartphone so lange wie möglich benutzen kann. Und sollte man sich doch nach einem Neuern sehnen, erhält man Rückgabeprämien unter gewissen Bedingungen. Diese werden dort dann entweder sicher recycelt oder so repariert, dass sie es weiterverkaufen können.

Ein weiteres Ziel von Fairphone ist es, humane Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dadurch heben sie sich nochmal von der schnellen und günstigen Herstellung der anderen Handys ab. Ihnen sind die Arbeitszeiten, die Sicherheit und Gesundheit wichtig und, dass sich die Arbeiter*innen immer ernst genommen fühlen.

Nachteil Greenwashing

Leider hat man als Kunde nicht immer die Chance direkt beim Einkauf zu erkennen, ob das Produkt wirklich nachhaltig ist oder nicht, denn oftmals greifen Firmen zu sogenanntem „Greenwashing“. Das bedeutet, dass sich Unternehmen als nachhaltig darstellen, obwohl das nur auf einen sehr geringen Bruchteil zutrifft. Somit haben sie sich ein gutes Image in der Öffentlichkeit geschaffen, ohne jedoch ausreichende Grundlagen dafür zu haben. Diese Unternehmen bedienen sich an verschiedenen Möglichkeiten. Ein paar davon sind versteckte Zielkonflikte, irreführende Labels oder fehlende Nachweise. Versteckte  Zielkonflikte bedeutet, dass man z.B. ein Produkt als nachhaltig deklariert, obwohl nur eine Eigenschaft des Produkts als nachhaltig gilt und die restlichen Produkteigenschaften eher umweltschädlich sind. Unter irreführende Labels versteht man entweder Labels von unseriösen Instituten oder selbst erfundene, die somit aber keinen wirklichen Aussagewert besitzen. Aussagen die nicht durch unabhängige Stellen belegt werden können, zählen zu fehlenden Nachweisen. Während dem Einkauf kann man also schlecht sagen, welches Produkt nun wirklich nachhaltig ist und welches nicht, allein schon deshalb, weil der Zeitaufwand ziemlich hoch wäre und man somit ewig brauchen würde.

https://www.starting-up.de/praxis/organisation/nachhaltigkeit-in-unternehmen-vorteile-im-ueberblick.html

https://www.starting-up.de/praxis/soft-skills/gruenes-licht-am-arbeitsplatz.html


https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing

https://www.fairphone.com/de/story/?ref=header

https://www.postbank.de/themenwelten/artikel_nachhaltigkeit-im-alltag-das-muessen-sie-wissen.html#:~:text=Per%20Definition%20steht%20Nachhaltigkeit%20%28engl.%20sustainability%29%20für%20eine,Abbau%20sollen%20weder%20Mensch%20noch%20Umwelt%20Schaden%20zufügen