Meine Eindrücke zu „Jugend forscht“

Am Freitag, dem 14.02.2020, fuhren wir mit dem gesamten Seminarkurs und ein paar weiteren Schülern des Gymnasiums Gerabronn zur Präsentation von „Jugend forscht“ am Campus Künzelsau, der Reinhold-Würth-Hochschule.

Als ich vor unserem Besuch von „Jugend forscht“ gehört habe, hatte ich immer die Vorstellung von einem größeren Messegelände mit unzähligen Ständen. Diese Vorstellung war jedoch nicht zutreffend, da es sich lediglich um einen Saal handelte, in dem die Stände der jungen Forscher aufgebaut waren. Der erste Eindruck diesbezüglich war mir aber egal, da ich mir dachte es werden trotzdem einige interessante Projekte dabei sein.

Die Ausstellung war in zwei Bereiche unterteilt. Die jüngere Altersgruppe mit Kindern bis vierzehn Jahre stellte unter der Kategorie „Schüler experimentieren“ aus, die älteren im Alter von 15-21 Jahren unter dem eigentlichen Namen „Jugend forscht“. Der wahrscheinlich älteste Teilnehmer war zwanzig Jahre alt. Beide Altersklassen waren in allen Bereichen des Wettbewerbs vertreten: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Am meisten begeisterte mich das Projekt eines hygienischen Türöffners. So ziemlich jeder kennt das Problem, die Türklinken an öffentlichen Toiletten aus Reinheitsgründen nicht wirklich berühren zu wollen, da diese meist sehr unsauber sind und sich Krankheitserreger darauf befinden können. Die Erfindung dieses Türöffners soll die Lösung für das allseits bekannte Problem sein. Es handelt sich um eine Art Griff, der eine passende Einkerbung besitzt, die jede Türklinke bewegen kann. Der Mensch hat dann nur seinen eigenen Türöffner und somit nicht die eigentliche Klinke in der Hand und kommt somit nicht mit unerwünschten Bakterien in Berührung. Durch die Form des Türöffners passt er an wirklich jede Klinke. Einer der Erfinder erklärte uns, dass die Fläche, die dann mit Türklinken in Berührung kommt, noch mit einer speziellen Schicht beschichtet werden soll, damit die sich darauf befindenden Bakterien innerhalb von zwei Stunden absterben und somit auch nicht wirklich weitergetragen werden können. Diese Erfindung halte ich gerade jetzt für sehr nützlich, wo sich der neuartige Corona-Virus immer mehr ausbreitet. Jedes Mittel, das einen vor der Übertragung von Krankheitserregern schützen kann, sollte man meiner Meinung nach fördern. Zum Schluss wurden uns noch Möglichkeiten gezeigt, den Türöffner multifunktionell zu machen. In erster Linie ist er für den Gebrauch an Rasthoftoiletten und anderen öffentlichen WCs gedacht, so, dass er vorzugsweise im Auto aufbewahrt wird. Daher könnte man an eine Kante des Türöffners einen Eiskratzer integrieren, ebenso eine Stelle zum Scheiben einschlagen, falls dies bei einem Unfall nötig wäre. Sehr praktisch ist außerdem der im Griff integrierte Flaschenöffner, gerade für unterwegs.

Ebenfalls sehr spannend und für wirklich gut befand ich den Bibliothekroboter, der von einem Sechzehnjährigen entwickelt wurde. Das Gerät ist so konzipiert, dass es durch die Gänge einer Bibliothek fährt, die Barcodes der Bücher scannt und anhand deren die Informationen, wo sich welches Buch befindet, an den Büchereicomputer weitergeben kann. Somit müssen die Kunden und Mitarbeiter nicht mehr lange nach einem Buch suchen, sondern können dessen Position einfach am Computer nachschauen. Diese Erfindung kann eine Menge Zeit und Stress sparen, falls es tatsächlich als Produkt auf den Markt geht und von Büchereien angeschafft und benutzt wird.

Abschließend kann ich sagen, dass es für mich ein sehr interessanter Vormittag war. Ich finde es beeindruckend, dass Jugendliche in meinem Alter, aber auch sogar deutlich jüngere schon zukunftsorientierte Ideen entwickeln und sich sehr viel mit ihrer Thematik auseinandersetzen, um letztendlich ihre Vision zu einem Projekt zu machen und zu realisieren. Es ist durchaus möglich, dass sich aus manchen Ideen Produkte entwickeln, auf die wir schon in ein paar Jahren nicht mehr verzichten wollen.