Fazit

Nun neigt sich dieses Schuljahr schon wieder dem Ende entgegen und damit auch unser Seminarkurs. Es ist deshalb Zeit, ein Fazit darüber zu schreiben. Dies wird auch gleichzeitig mein letzter Blogeintrag hier sein.

Zunächst einmal möchte ich feststellen, dass ich froh darüber bin, den Seminarkurs „Unternehmen“ gewählt zu haben. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln und habe mich mit einer Fragestellung beschäftigt, über die ich mir sonst wohl kaum Gedanken gemacht hätte. Außerdem hat es mein Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen geweckt.

Um der Frage „Was macht die Region Hohenlohe so interessant für Unternehmen und welche Beweggründe haben diese, ihre Produktions- und Vertriebsstätten ausgerechnet bei uns in Hohenlohe anzusiedeln?“  nachzugehen, habe ich mit zwei Firmen direkt Kontakt aufgenommen. Zuerst hatte ich fast ein bisschen Skrupel, die Firmen anzuschreiben, doch meine Bedenken, ob meine Anfragen  überhaupt bearbeitet werden würde, waren völlig unbegründet. Ich war erstaunt darüber, wie hilfsbereit und auskunftsfreudig diese Firmen waren und mir durch Ihre ausführlichen Antworten Informationen zur Verfügung gestellt haben. Dies war eine sehr positive Erfahrung.

Je mehr ich mich in das Thema Standortfaktoren eingearbeitet habe, umso interessanter fand ich es. Ich habe gelernt, dass zwischen harten und weichen Standortfaktoren unterschieden wird. Allgemein werden hier je nach Branche unterschiedliche Schwerpunkte bei der Standortwahl gesetzt. Insbesondere die Tatsache, dass viele der hier ansässigen Firmen bei der Standortwahl neben der ausgesprochen guten Verkehrsinfrastruktur besonderen Wert auf die Lebensbedingungen in unserer ländlich geprägten Region legen, hat mich sehr beeindruckt. 

Zunächst dachte ich, Standortfaktoren sind nur aus unternehmerischer Sicht relevant. Doch die Erkenntnis, dass diese Grundvoraussetzungen für die Ansiedlung eines Betriebes erst einmal geschaffen werden müssen, hat mich zu einer anderen Perspektive geführt. Nämlich die der Kommunen und der Wirtschaftsförderung auf regionaler Ebene. Diesen Abschnitt meiner Seminararbeit und die Recherchearbeit dazu fand ich besonders spannend.

Was den organisatorischen Teil meiner Arbeit betrifft, so muss ich zugeben, dass ich mich anfangs etwas schwer getan habe. Teilweise habe ich Dinge dadurch bedingt aufgeschoben, dass ich mir über die Vorgehensweise und die Anforderungen an die Seminararbeit unsicher war. Der durch die Corona-Pandemie bedingte Lock-Down hat die Situation zusätzlich erschwert. Dennoch habe ich viel Zeit und Herzblut in meine Seminararbeit investiert. Von der Bewertung bin ich allerdings leider etwas enttäuscht, ich hätte vielleicht manche Dinge, die ich als selbsterklärend betrachtet habe, etwas mehr erläutern sollen.

Der Seminarkurs war sehr facettenreich. Da war zunächst der große Unterschied, dass wir nicht nur den gewohnten Frontalunterricht hatten. Besuche von Firmenvertretern in der Schule und Exkursionen von uns in ein Unternehmen und zur Ausstellung „Jugend forscht“ gestalteten den Unterricht abwechslungsreich. Dadurch erhielten wir Informationen aus erster Hand. Neu war auch, die Blogeinträge zu schreiben. Bei der Zwischenpräsentation konnten wir unsere bisherigen Ergebnisse vorstellen. Wir erfuhren dabei auch, was die anderen Gruppen so machten und erhielten das erste Feedback zu unserer Arbeit. Insgesamt war der Seminarkurs eine große Bereicherung. Ich kann jedem, der vor der Kurswahl steht, diese Empfehlung gerne weitergeben.