Die Ergebnisse der Zwischenpräsentation und unsere aktuelle Lage

Unsere Zwischenpräsentation verlief im Rückblick recht zufriedenstellend. Im Großen und Ganzen konnten wir gut als Gruppe auftreten und unser Projekt vorstellen. Würde ich eine Präsentation ähnlicher Art erneut halten müssen, würde ich jedoch zwei Dinge etwas anders angehen. Zum einen waren wir recht spät dran und hatten nur genügend Zeit, weil die Präsentation verschoben wurde. Zum anderen würde ich die Präsentation öfter in der Gruppe durchgehen. Glücklicherweise hatten wir kaum Dopplungen in unseren Vorträgen, mussten aber spontan noch ein kleines Thema hinzufügen, das wir zuvor wohl vergessen hatten. Das wäre bei mehreren, gemeinsamen Proben nicht passiert. Trotzdem ist unsere Präsentation gut gelungen, selbst der Poetry Slam den wir als „Aufmerksamkeitscatcher“ zu Beginn verwendeten verlief erstaunlich gut.

Unsere aktuelle Lage sieht hingegen nicht so gut aus. Leider mussten wir unseren Poetry Slam vorerst absagen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es uns nicht erlaubt, das Event wie geplant durchzuführen und selbst wenn es das wäre, würden wohl nur sehr wenige Besucher kommen. Das ist natürlich äußerst frustrieren. Viel Arbeit und Zeit sind nun mehr oder weniger um sonst gewesen, immerhin waren wir mit einem Großteil des Marketings und der Organisation fertig.

Besonders schmerzhaft ist es für mich persönlich, unserem Moderator Elias Raatz abzusagen. In einem langen Telefonat zwischen Elias, Galanterie und mir wurde deutlich, dass nicht nur er, sondern beinahe alle seiner Kollegen gerade um ihren Job bangen müssen. Trotzdem war Elias hilfsbereit und bot uns an, für Fragen bereit zu stehen. Im Gegenzug werden wir für sein aktuelles Buch auf Instagram werben.

Nun müssen wir uns jedoch eingestehen, das unser Projekt PoetryZone hier vorerst ein Ende findet. Dieses Projekt und die Idee dahinter waren ein bisschen wie unser gemeinsames Baby. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie stolz ich war, als die Plakate und Flyer fertig waren, als wir Sticker verschenken konnten und als in vielen Läden unsere Werbung hing.

Ich habe die Zeit, die wir nun gezwungenermaßen haben, genutzt uns meine Seminararbeit geschrieben. Dabei habe ich mehr und mehr festgestellt, das ich dieses Projekt nicht so zu Ende gehen lassen möchte. Durch das aufarbeiten unseres Wegs und der Erkenntnisse die wir im Verlauf dieses Projekts gemacht haben, ist mir klar geworden, das wir wenigstens versuchen sollten, den Poetry Slam, unabhängig vom Seminarkurs, zu veranstalten. Natürlich können wir nicht sagen wie die Zukunft aussieht; ob Elias Raatz bis dahin noch seinen Job hat und ob wir vor unserem Abitur noch die Chance auf Events dieser Art haben. Doch wenn wir die Möglichkeit besteht, wollen wir den Poetry Slam nachholen.