Ausflug zu Jugend forscht

Viele Kinder und Jugendliche forschten über mehrere Wochen an Themen verschiedener Fachbereichen, wie z.B. der Biologie, Geografie, Physik oder Technik. Es entstanden viele verschiedene, interessante Projekte. Zusammen mit dem Seminarkurs und weiteren Schülern unserer Schule durfte ich einen Teil davon am 14. Februar 2020 bei „Jugend forscht“ in Künzelsau kennenlernen.

Damit auch ihr einen kleinen Einblick in die Projekte bekommt. Stelle ich euch zwei davon, die mich ganz besonders fasziniert haben, vor.

Das erste Projekt nennt sich „Osteopontin – Schlüssel zur Osteoporose?“. Sicherlich sind euch diese Begriffe nicht bekannt. Zumindest waren sie mir nicht bekannt, was zusätzliche Neugier in mir weckte. Also informierte ich mich bei der 17-jährigen Schülerin, die das Projekt durchgeführt und erforscht hat. Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, bei der die Knochensubstanz abgebaut wird und Osteopontin ist ein Protein, dass für die Bildung der Knochensubstanz zuständig ist. Die Schülerin suchte nach einer Interaktion zwischen den Proteinen und hat durch ihr Forschungsergebnis einen Fortschritt in der Wissenschaft erreicht.

Ich bin sehr beeindruckt von diesem Projekt, da ich selbst an der Biologie interessiert bin und im gleichen Alter bin. Es ist beeindruckend, dass sie durch ihr Projekt einen Fortschritt erreichen konnte und das vielleicht auch für Klarheit über die Krankheit aber auch eine Lösung für die Heilung bedeuten könnte. Sie selbst sagte aber, dass es bei der Osteoporose noch einige Dinge zu erforschen gibt und sie weiter an diesem Thema arbeiten wird.

Das zweite Projekt ist aus dem Fachbereich Technik. Es nannte sich „keine Ghost Bikes mehr“. Vielen von euch ist mit Sicherheit bekannt, dass Autos und andere große Fahrzeuge einen Toten Winkel besitzen und somit des Öfteren Fahrradfahrer übersehen. Ein Jugendlicher beschäftigte sich mit diesem Problem und entwickelte ein Gerät, dass mit Hilfe von einem Ultraschall den Fahrradfahrer erkennt und das Licht einer LED auslöst. Außerdem kann man auf einem zusätzlichen Bildschirm durch Sequenzen die Entfernung des Radfahrers erkennen. Das Projekt hat er als Modell entwickelt und hat es uns mit Hilfe dessen vorgestellt. Sein Ziel ist es dieses Modell zu erweitern, so dass man es im Verkehr anwenden kann und mehr Verkehrsunfälle vermieden werden können.

Ich sehe in diesem Projekt eine große Chance in der Zukunft, weil ich der Meinung bin, dass man durch das Ultraschallgerät zusätzlich die Möglichkeit hat das Umfeld abzusichern. Außerdem kann hierdurch die Anzahl der Verkehrsunfälle verringert werden.

Insgesamt bin ich sehr beeindruckt und überrascht von dem Ausflug zu Jugend forscht. Ich hatte nicht erwartet, dass so viele Jugendliche neue, komplizierte Projekte starten und damit eine Lücke in der Forschung füllen. Es ist bewundernswert, dass sie neben der Schule und anderen Verpflichtungen viel Zeit und Aufwand in ihre Projekte stecken. An diesem Tag ist mir aufgefallen, dass alle Jugendlichen mit voller Begeisterung und Freude ihre Projekte vorgestellt haben und sich sehr über unser Interesse gefreut haben.

Wenn jetzt auch euer Interesse geweckt wurde, empfehle ich euch nächstes Jahr ebenfalls Jugend forscht zu besuchen.