Nachhaltigkeit in Unternehmen – am Beispiel der Firma Hakro GmbH, Schrozberg

Heutzutage spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Aber was genau versteht man eigentlich unter dem Begriff Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt ursprünglich von Carl von Carlowitz. Er stellte 1713 eine Art Regel auf, in der es darum ging, dass nur so viele Bäume abgeholzt werden sollen, wie auch wieder nachwachsen können. Auch heute spielt diese Regel noch eine sehr große Rolle, denn auch wir Menschen in Deutschland sollten nicht der Bevölkerung Afrikas etwas nehmen, dass ihr schadet und ihr etwas zum Leben fehlt. Nachhaltigkeit bedeutet deshalb mehr als eine gute Umwelt, denn sowohl die Wirtschaft als auch die Gesellschaft sollen bzw. müssen nachhaltig sein.

Nachhaltigkeit hat drei Aspekte und die drei nachfolgenden Punkte beeinflussen sich gegenseitig. Die drei Grundsätze der Nachhaltigkeit sind:

  1. Nachhaltigkeit bedeutet zum einen das Klima und die Umwelt zu schützen. Es geht ebenfalls darum bestimmte Ressourcen wie z.B. Wasser und Holz sparsam zu nutzen.
  2. Eine nachhaltige Wirtschaft muss Ressourcen schonen, um auf Dauer zu funktionieren.
  3. Gesellschaftlich geht es darum, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und es allen gleich gut geht.

Dadurch, dass das Thema Nachhaltigkeit immer größer und wichtiger in unserer Gesellschaft wird, müssen sich auch die Unternehmen umstrukturieren, sodass sie diesem Thema und vor allem ihren Kunden gerecht werden können. Nachhaltigkeit in Unternehmen ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance, denn die Verbraucher sind durchaus bereit für ein nachhaltig produzierte Produkte mehr Geld auszugeben. Faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und ein schonender Umgang mit Ressourcen wird von den Kunden also entlohnt. Wichtig für ein Unternehmen ist es, dass das Firmenmanagement klare Ziele definiert, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden müssen (z.B.  die Reduzierung der Kosten für Büros, Transport oder Produktion).

Ich möchte anhand des Familienunternehmens Hakro GmbH einige Faktoren aufzeigen, die die Firma Hakro schon erreicht hat, um dem Thema Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Die Firma Hakro GmbH ist ein Familienunternehmen aus Schrozberg in Baden-Württemberg. Hakro ist ein führender Anbieter von Corporate Fashion für Beruf, Freizeit und Sport. Das Unternehmen Hakro ist fester Überzeugung, dass Verantwortung, Gerechtigkeit und Menschlichkeit an jedem einzelnen Punkt der Wertschöpfungskette möglich ist. Darum hat sich Hakro als Ziel gesetzt, einer der nachhaltigsten Anbieter von Corporate Fashion zu werden und die Ansprüche in allen Unternehmensbereichen umzusetzen. Die ersten Schritte bei Hakro starteten im Zeitraum von 2007-2013, in dem sie nachhaltiges Engagement und das Wachstum stärkten. Seit 2014 erfolgt schrittweise die Umstellung auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement. Das Hauptprinzip der Firma Hakro ist Langlebigkeit statt Fast Fashion. Sie orientiert sich nicht an der derzeit aktuellen Kleidung, sondern an den hohen Ansprüchen und Bedürfnissen der Kunden. Dies setzt sie durch ausgewählte Materialien, aufwendige handwerkliche Verarbeitung, waschechte Farben, die viele Pflegezyklen ermöglichen und Langlebigkeit der Kleidung um. Dadurch macht sie Nachhaltigkeit zu einem zentralen Elemente ihres Unternehmensmodells. Durch die Langlebigkeit seiner Produkte, arbeitet das Unternehmen Hakro schon seit vielen Jahren mit großen Firmen zusammen und stattet diese mit Arbeitsbekleidung aus. Da viele Produkte nicht oder nur geringfügig verändert werden, können die Firmen über viele Jahre  dasselbe Kleidungsstück kaufen. Es fällt niemandem auf, ob z.B. ein T-Shirt alt oder neu ist.

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT GEHÖREN ZUSAMMEN UND VERSTÄRKEN EINANDER.“, so die Geschäftsführerin von Hakro, Carmen Kroll.

Beim Material der Kleidung versucht die Firma Hakro immer nachhaltige Baumwollarten einzusetzen. Das Ziel von Hakro ist es, bis 2022 den Anteil der nachhaltigen Baumwollen auf bis zu 50% zu steigern. Außerdem versucht Hakro den Verbrauch von Ressourcen zu minimieren und das Recycling von Textilen zu fördern. Weiter setzt das Unternehmen nicht nur auf die Herstellung nachhaltiger Kleidung, sondern auch auf Nachhaltigkeit im Handel, so wurden unter anderem Kleiderbügel aus nachwachsenden Materialien statt aus Polystyrol eingeführt.

Das Unternehmen Hakro hat sich als Motto folgendes Nachhaltigkeitsleitbild zum Ziel gesetzt: MIT HAND, HERZ UND HALTUNG FÜR EINE LEBENSWERTE ZUKUNFT.

Wie viele Unternehmen trägt Hakro eine sehr große Verantwortung für seine Produkte, Produktbedingungen, Angestellten, Kunden und natürlich auch für die Umwelt und Gesellschaft. Dem Familienunternehmen ist schon seit langer Zeit bewusst, dass nur mit Verantwortung und Sorgfalt das Geschäft auf lange Zeit erfolgreich läuft. 2018 hat Hakro ein Nachhaltigkeitsforum gegründet, um weitere Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen zu erkennen, den Austausch dazu zu fördern und Ideen schneller zu realisieren. Viermal im Jahr kommen die Nachhaltigkeitskoordinatoren der verschiedenen Bereiche zusammen, um sich über die jeweiligen Schwerpunktthemen zu unterhalten. So überprüft Hakro Schritt für Schritt alle Unternehmensbereiche, definiert neue Vorhaben und setzt die Vorhaben dann mit maximaler Effizienz um. Hakro hat sich durch die Nachhaltigkeitsstrategie 2017-2022 viele Ziele gesteckt, welche das Unternehmen versucht bestmöglich umzusetzen.

Ich bin zuversichtlich, dass die Firma Hakro die gesteckten Ziele erreichen wird. Bisher ist die Hakro GmbH auf einem guten Weg. Natürlich gibt es Punkte die noch verbessert werden müssen, aber das, was, bereits geleistet wurde, ist meiner Meinung nach, schon ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung eines nachhaltigen Unternehmens.

Quellen:

Der Nachhaltigkeitsbericht von Hakro (https://hkweb2019fe-prod.azureedge.net/HAKRO_Nachhaltigkeitsbericht_2019.pdf)      (zuletzt aufgerufen am 22.10.2020)

Video zum Thema Nachhaltigkeit( https://www.youtube.com/watch?v=RcNKHQb8QIc (zuletzt aufgerufen am 27.10.2020 )

Nachhaltigkeit im Unternehmen – Orientierungsmöglichkeit Agenda 2030

Eine Definition von Nachhaltigkeit:

Aus dem Duden: “ 1. längere Zeit anhaltende Wirkung“ oder ökologisch gesehen „2. Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ Aus einem weiteren Wirtschaftslexikon: „Art und Weise des Wirtschaftens […], bei welcher derzeitige Bedürfnisse befriedigt werden, ohne zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu entziehen (Sustainable Development).“

Die Agenda 2030:

Sie ist ein Beschluss der Internationalen Staatengemeinschaft, in dem 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vereinbart wurden, die es bis 2030 so weit wie möglich zu erreichen gilt. In Deutschland soll dies vor allem durch den Blick auf Indikatoren erreicht werden, die dazu da sind Nachhaltigkeit messbar zu machen (z.B.: das Betrachten des Marktanteils an Produkten, die das Siegel „Blauer Engel“ tragen und dem Ziel mindestens einen bestimmten Anteil an Produkten mit diesem Siegel zu erreichen). Die festgelegten Ziele richten sich nach den Grundbedürfnissen der Menschen und eine Auswahl davon lässt sich auch gut als Richtlinie im Bezug auf Nachhaltigkeit von Unternehmen nutzen.

An dieser großen, für Unternehmen relevanten Auswahl an Zielen orientiert sich auch das hier in der Region angesiedelte und nachhaltig engagierte Unternehmen HAKRO, das Textilien fertigt. Sie legen ihren Schwerpunkt auf die Ziele…

keine Armut: Die Beseitigung aller Unterschiede (Chancenungleichheiten) in Bildung, Gesundheit, Wohnverhältnissen und gesellschaftlicher und politischer Teilhabe soll gegeben sein. Ein Mensch soll die Chance auf ein erreichbares „lebenswertes“ Leben haben.

Gesundheit und Wohlergehen: Ein möglicher und leicht erreichbarer Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und „guter“ Luft soll offen sein.

bezahlbare und saubere Energie: Zugang für alle zu bezahlbarer, verlässlicher, umweltverträglicher und nachhaltiger Energie, ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe, soll erreicht werden um so zum Beispiel auch die natürlichen Ressourcen der Erde wie Kohle oder Erdöl zu schonen.

menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, eine Senkung der Arbeitslosenzahl und Arbeit bei fairem Lohn und sicheren Arbeitsbedigungen soll gefördert werden, indem zum Beispiel Mindestlöhne, die die grundlegende Existenz sichern, in Entwicklungsländern eingführt werden.

nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion: Regeln für den Umgang mit begrenzten Ressourcen und für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sollen beispielsweise aufgestellt werden und Produktionstechniken sollen zu Nachhaltigen umgestellt werden.

Maßnahmen zum Klimaschutz: Hier sollen die Ziele des Pariser Klimaabkommens ein Vorbild sein und somit soll die Erwärmung der Erde auf maximal eine Erhöhung von 1,5°C beschränkt werden. So soll zum Beispiel der Ausstoß an CO2 und anderen Treibhausgasen minimiert werden.

… ,die sie in Kombination mit ihren 5 Handlungsfeldern (Unternehmensführung, Produkte, Mitarbeiter, Umwelt und Engagement) versuchen auf vielfältige Art und Weise und auf mehreren Ebenen zu erreichen.

Betrachtung von 3 möglichen Ideen/Strategien zur Umsetztung dieser Ziele am Beispiel von HAKRO:

Bei HAKRO wurde ein firmeninternes Team gebildet, das sich wiederum um die verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche und Ziele kümmern soll. So wurde im Blick auf nachhaltige Energie eine 19oom2 große Photovoltaikanlage auf der Dachfläche des Logistikzentrums errichtet. Dies führt zum Einen dazu, dass das Unternehmen nur von eigener erneuerbarer Energie versorgt wird und somit sichergestellt werden kann, dass ausschließlich „saubere“ Energie genutzt wird. Durch die selbstständige Versorgung von Strom, lassen sich zum Anderen aber auch die Stromkosten für den ganzen Betrieb einsparen, was im Gegensatz zu den nur geringfügig anfallenden Wartungskosten steht. Teilweise kann so auch ein Überschuss an Strom produziert werden, der ins lokale Stromnetz eingespeist wird und sich so noch zusätzlich Geld verdienen lässt. Außerdem um den Zielen nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Wirtschaftswachstum näher zu kommen, ändern sich die Produkte und Produktdesingns die HAKRO nicht stetig, wie es bei „fast fashion“ der Fall ist. Durch die geringere Anzahl an zum Beispiel verschiedenen Stoffarten wie Leinen oder Wolle, lässt sich die Produktionskette leichter nachvollziehen und kontrollieren. Man kann sich so auf eine nachhaltige Produktion mit Partnern, zu denen schon eine lange Geschäftsbeziehung besteht, fokusieren. Zusätzlich lassen sich so Produktionsprozesse leicht planen und organisieren und es wird eine langzeitige, vertrauensvolle Sicherheit für beide Geschäftspartner aufgebaut. Zudem lassen sich durch den größeren Fokus auf wenige Materialien, diese weiter optimieren und so zum Beipiel waschfester und die Textilien stabiler machen. Außerdem gründete HAKRO die Harry Kroll Foundation um über die Tätigkeitsmöglichkeiten einer Firma hinaus in der Region und in den Produktionsländern sich für einen nachhaltige Entwicklung einsetzen zu können. So wurde zum Beispiel ein Waisenhaus in Bangladesch gegründet um Kindern eine Chance auf Bildung und ein daraus folgendes anständiges Leben zu ermöglichen und so Armut zu bekämpfen. Auch kann sich HAKRO so für seine Mitarbeiter in diesen Entwicklungsländern verlässlich einsetzen. Diese und weitere Strategien veröffentlicht HAKRO auch jährlich als Nachhaltigkeitsbericht, den jeder einsehen kann. So lassen sich Ziele abstecken. Durch die „Kontrolle eines Dritten“ wird nochmals dazu ermutigt diese Ziele auch konsequent zu verfolgen und es fördert die Transparenz zu Käufern, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

Es gibt also viele Strategien auch in Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen, die meist auch noch zusätzlche Vorteile für ein Unternehmen bringen, wie zum Beispiel das Einsparen von (Strom-)Kosten. Orientieren kann man sich dabei zum Beispiel an den Zielen für nachhaltige Entwicklung, die in der Agenda 2030 festgelegt wurden.

Quellen (alle zuletzt geöffnet am 30.10.2020):

Die Agenda 2030, ihre Ziele und die Umsetzung in Deutschland https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-verstaendlich-erklaert-232174

Definitionen von Nachhaltigkeit: Duden:https://www.duden.de/rechtschreibung/Nachhaltigkeit Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nachhaltigkeit-41203

Das Unternehmen HAKRO und seine Einstellung im Bezug auf Nachhaltigkeit: https://www.hakro.com/unternehmen/nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsbericht von HAKRO 2019 (darin sind die weiteren, hier nicht erwähnten Nachhaltigkeitsstrategien, des Unternehmens, ebenfalls enthalten): https://hkweb2019fe-prod.azureedge.net/HAKRO_Nachhaltigkeitsbericht_2019.pdf

Nachhaltigkeit im Unternehmen

„Per Definition steht Nachhaltigkeit (…) für eine Lebensweise, bei der ein möglichst ressourcenschonender Lebenszyklus im Fokus steht.“

Bei den meisten Unternehmen ist die Nachhaltigkeit auf drei Säulen aufgebaut:

Die soziale Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit

Die ökologische Nachhaltigkeit

Diese drei  Bereiche beeinflussen sich gegenseitig und müssen langfristig im Gleichgewicht zueinander stehen.

Ökologische Nachhaltigkeit: Hierunter versteht man grob gesagt den Erhalt der Natur. Umgesetzt werden kann dies z.B. durch Verzicht auf Raubbau, Verwendung von erneuerbaren Energien und durch Vermeidung gefährlicher und giftiger Zusatzstoffe.

Soziale Nachhaltigkeit: Die Aufgabe besteht darin, sich für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und Deckung der Grundbedürfnisse einzusetzen. Dies kann sowohl global, als auch innerhalb des Betriebs umgesetzt werden wie z.B. durch eine Bezahlung über dem Mindestlohn oder durch Angebote zu Weiterbildungsmaßnahmen.

Ökonomische Nachhaltigkeit: Dadurch soll der Fokus auf eine höhere Lebensqualität für zukünftige Generationen, statt auf den höchst möglichen Gewinn gelegt werden. Dazu zählt die Förderung von Wissen und Lernmöglichkeiten.

Was bringt Nachhaltigkeit für Vorteile?

Heutzutage achten Kunden viel mehr auf nachhaltige Produkte wie früher. Das heißt, die meisten werden sich für ein nachhaltiges Produkt entscheiden, wenn sich dieses preislich zumindest in der Nähe der anderen Produkte befindet. Doch nicht nur das spricht für ein nachhaltigeres Unternehmen. Durch einen vernünftigen Umgang mit Ressourcen können Energiekosten gespart werden. Hinzu kommen Fördermittel oder besondere steuerlich abgesetzte Kosten, sobald man in Nachhaltigkeit investiert.

Auch die Mitarbeiter profitieren von der Nachhaltigkeit: Zum einen sind ihnen faire Arbeitsplätze gesichert, wodurch sie sich wohler fühlen können und somit produktiver arbeiten. Zum anderen können sie sich nun mit ihrer Arbeit mehr identifizieren, was bewirkt, dass sie Familie und Freunden davon erzählen und diese wiederrum das Produkt der Firma eher in Betracht ziehen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sein Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Man kann auch immer wieder neu dazu lernen und bessere Ideen finden. Das heißt der Prozess der Nachhaltigkeit wird so gut wie nie enden. Ein bedeutender Anfang wäre z.B. schon mal die Verpackung, denn das ist etwas, was die Kunden sehen und bewerten werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass man so wenige Einzellieferungen und Einzelverpackungen wie möglich nimmt. Auch das Material ist von großer Bedeutung. Allein schon, wenn man recyceltes Plastik dafür verwendet, kommt es bei den Kunden besser an wie normales Plastik. Ein anderer Aspekt ist die Lieferkette. Am günstigsten für die Umwelt und den Geldbeutel ist ein Standort, von dem aus die Wege zu den Kunden so gering wie möglich sind. Somit müssen keine Fahrt- und Spritkosten gezahlt werden und auch die Lieferzeit kürzt sich drastisch, was wiederum einen guten Eindruck hinterlässt.

Die Minimierung von Strom und Wasser bei der Herstellung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch Mengen an Geld. Wenn man jetzt noch dieses gesparte Geld zumindest zu Teilen an örtliche Hilfsorganisationen spendet, hat man sich für die Zukunft ziemlich sicher eine Chance gesichert.

Ein Beispiel dafür, dass in jeder Branche Nachhaltigkeit umsetzbar ist, ist die Firma „Fairphone“. Sie ist eine der wenigen Handyhersteller, die auf nachhaltigere Materialien setzen.

Die andern Handymarken wie Huawei und Samsung setzen eher auf Gewinn und Technik, statt auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Im Durchschnitt kaufen sich die Deutschen alle zweieinhalb Jahre ein neues Handy. Und das nicht, weil es kaputt ist, sondern weil sie sich ein moderneres Handy mit mehr Funktionen wünschen. Genau dem möchte Fairphone entgegenwirken. Sie setzten auf nachhaltigere, qualitativ gute und langlebigere Handys. Für die Langlebigkeit haben sie sich eine ungewöhnliche, aber einfache Strategie zusammengestellt. Man kann, wenn etwas am Handy kaputt gegangen ist, dies einfach auseinander bauen und ersetzen lassen, statt das ganze Handy wegschmeißen zu müssen. Dafür werden extra Ersatzteile und Reparatur-Tutorials angeboten, damit man sein Smartphone so lange wie möglich benutzen kann. Und sollte man sich doch nach einem Neuern sehnen, erhält man Rückgabeprämien unter gewissen Bedingungen. Diese werden dort dann entweder sicher recycelt oder so repariert, dass sie es weiterverkaufen können.

Ein weiteres Ziel von Fairphone ist es, humane Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dadurch heben sie sich nochmal von der schnellen und günstigen Herstellung der anderen Handys ab. Ihnen sind die Arbeitszeiten, die Sicherheit und Gesundheit wichtig und, dass sich die Arbeiter*innen immer ernst genommen fühlen.

Nachteil Greenwashing

Leider hat man als Kunde nicht immer die Chance direkt beim Einkauf zu erkennen, ob das Produkt wirklich nachhaltig ist oder nicht, denn oftmals greifen Firmen zu sogenanntem „Greenwashing“. Das bedeutet, dass sich Unternehmen als nachhaltig darstellen, obwohl das nur auf einen sehr geringen Bruchteil zutrifft. Somit haben sie sich ein gutes Image in der Öffentlichkeit geschaffen, ohne jedoch ausreichende Grundlagen dafür zu haben. Diese Unternehmen bedienen sich an verschiedenen Möglichkeiten. Ein paar davon sind versteckte Zielkonflikte, irreführende Labels oder fehlende Nachweise. Versteckte  Zielkonflikte bedeutet, dass man z.B. ein Produkt als nachhaltig deklariert, obwohl nur eine Eigenschaft des Produkts als nachhaltig gilt und die restlichen Produkteigenschaften eher umweltschädlich sind. Unter irreführende Labels versteht man entweder Labels von unseriösen Instituten oder selbst erfundene, die somit aber keinen wirklichen Aussagewert besitzen. Aussagen die nicht durch unabhängige Stellen belegt werden können, zählen zu fehlenden Nachweisen. Während dem Einkauf kann man also schlecht sagen, welches Produkt nun wirklich nachhaltig ist und welches nicht, allein schon deshalb, weil der Zeitaufwand ziemlich hoch wäre und man somit ewig brauchen würde.

https://www.starting-up.de/praxis/organisation/nachhaltigkeit-in-unternehmen-vorteile-im-ueberblick.html

https://www.starting-up.de/praxis/soft-skills/gruenes-licht-am-arbeitsplatz.html


https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing

https://www.fairphone.com/de/story/?ref=header

https://www.postbank.de/themenwelten/artikel_nachhaltigkeit-im-alltag-das-muessen-sie-wissen.html#:~:text=Per%20Definition%20steht%20Nachhaltigkeit%20%28engl.%20sustainability%29%20für%20eine,Abbau%20sollen%20weder%20Mensch%20noch%20Umwelt%20Schaden%20zufügen

FAQ Exposé

Was soll alles rein ins Exposé?

Das Exposé dient zur Information einer interessierten Öffentlichkeit (betreuende Lehrer*innen, Mitschüler*innen) über eine im Prozess begriffene Arbeit.

Es dient auch zur eigenen Orientierung hinsichtlich des gesteckten Ziels und möglicher konzeptioneller Schwächen bzw. Denkfehler.

Die Gruppen mit den Schülerfirmen müssen zwei Teile abhandeln – alle unten genannten Punkte sollten sowohl für die Schülerfirma (das kann als gemeinsamer Teil realisiert werden) als auch für das konkrete Thema jeder einzelnen erläutert werden.

  • Thema (das ist die Überschrift ;))
  • Zentrale Fragestellung: womit beschäftige ich mich? evtl. schon eine erste Hypothese formulieren
  • eigene Motivation und Relevanz des Themas: warum lohnt es sich für mich individuell und generell sich mit dem Thema zu beschäftigen?
  • Erkenntnisinteresse: was will ich persönlich lernen?
  • Literaturüberblick: was gibt es für Literatur / gute Webseiten zum Thema? (Links plus kurze Zusammenfassung des Inhalts bzw. warum diese Quelle gut für dein Thema ist)
  • Methodisches Vorgehen: Wie werde ich meine Arbeit (sowohl die Seminararbeit als auch die Arbeit am Thema im gesamten Jahr) aufbauen? Wie komme ich zu Erkenntnissen (z.B. Interviews, Befragungen, Umfragebogen, etc.)? Nach welchen Kriterien bewerte ich die gewonnenen Erkenntnisse? (falls ihr noch keine habt, schreibt das unbedingt mit rein, dass ihr euch darüber noch Gedanken machen müsst!)
  • Ziele der Arbeit
  • Reflexion eigener Vorkenntnisse und Kompetenzen: was bringe ich schon mit, mit wem kann ich / die Gruppe zusammenarbeiten (z.B. bei den Schülerfirmen: SMV, Cafeteria, etc.)
  • Zeitplan bis zur Abgabe der Seminararbeit (bei den Schülerfirmen: zwei Zeitpläne – einer bis zur Abgabe der Arbeit, einer für die Schülerfirma) incl. Grobgliederung

Reichen Stichpunkte?

nein!

Darf ich Zwischenüberschriften schreiben?

ja, natürlich! Zwischenüberschriften gliedern das Exposé sinnvoll.

Darf ich in der Ich-Perspektive schreiben?

  • bei den Schülerfirmen: ja, unbedingt! Es ist dein Projekt, über das du schreibst.
  • bei allgemeinen Themen: teilweise. Wenn es um die eigene Motivation geht, muss das natürlich in der ich-Form sein. Wenn es um den allgemeinen Stand der Forschung zu einem bestimmten Thema geht, dann nicht.

Muss jede in der Gruppe ein eigenes Exposé schreiben?

ja! Meist gibt es ein übergeordnetes Thema für die gesamte Gruppe. Das kann von allen gemeinsam geschrieben werden. Kann, muss aber nicht. Für das individuelle Thema hat jede nochmal ihre eigenen Abschnitte.

Welche hilfreichen Tools gibt es?

Um die Teile gemeinsam zu schreiben, eignet sich beispielsweise ein ZUMPad (ohne Account losarbeiten) oder ein Google Dokument (Google-Account nötig), was mit allen geteilt wird. Dort können alle gleichzeitig oder zeitversetzt an einem Dokument arbeiten. Am Besten kopiert ihr euch die Punkte von oben in das Dokument rein und schreibt dann eure Inhalte dazu. Dann vergesst ihr auch nichts.

Brauche ich ein Deckblatt?

Nein. Weil ihr das Exposé nicht analog abgebt, sondern als Blogpost verfasst, braucht ihr kein Deckblatt. Bitte verwendet keine Klarnamen in den Blogbeiträgen (falls ihr die Namen eurer Gruppenmitglieder aufschreiben wollt), sondern Initialen oder die Blog-Namen.

(weitere Fragen gern in die Kommentare, ich ergänze das dann hier)

Nachhaltigkeit in Unternehmen

Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Gesellschaft immer präsenter. So müssen sich auch die Unternehmen anpassen und umsatteln, um soweit es geht, allen Beteiligten mit ihren Vorstellungen und Wünschen entgegen zukommen. Mit Nachhaltigkeit in Unternehmen ist ein Ressourcenschonendes Verhalten gemeint, was sowohl die Umwelt, als auch die Menschen nicht ausbeutet. Die Mitarbeiter*innen sollten sich mit der Geschäftsstrategie identifizieren können, die Investoren sollten soweit damit einverstanden sein, sodass sie weiter die Geldgeber des Unternehmens sind. Die Käufer*innen, die sich immer mehr dafür interessiert, wo und unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wird sollten weiterhin vom Produkt überzeugt sein und es kaufen. Denn ohne die Kunden läuft ein Unternehmen nicht. Es sind viele Faktoren, die ein Unternehmen berücksichtigen muss, wenn es sich dafür entscheidet nachhaltiger zu werden. Ich möchte dies anhand der nachhaltigen Geschäftsstrategie von Hakro darlegen.

Das Unternehmen Hakro ist ein Familienunternehmen aus Schrozberg. Hakro setzt auf „Langlebigkeit statt Fast Fashion“, die Marke steht für Hält statt für Fast. Hakro orientiert sich nicht an Trends sondern an den eigenen hohen Ansprüchen für die Produkte. Durch eben diese Langlebigkeit und gleichbleibende Qualität, arbeitet Hakro mit einigen Firmen schon seit vielen Jahren zusammen und stattet diese mit Arbeitskleidung aus. Die einzelnen Produktionsvorgänge werden überprüft und das Produkt dann klimaneutral zu den Kund*innen verschickt. Was das Material der Produkte angeht, fängt Hakro an immer mehr auf Nachhaltige Baumwolle zu setzte. Das Unternehmen will bis 2022 den Anteil der Nachhaltigen Baumwolle auf 50% steigern. Die Produktionspartner, mit denen Hakro schon lange zusammen arbeitet sind auf vier Länder in Asien verteilt. Bei den Produktionspartnern hat das Unternehmen hohe Ansprüche, die die Arbeitsumstände der Angestellten betreffen. In Entwicklungsländern sieht es mit dem Lebensstandard und der gesundheitlichen Versorgung für die Menschen die in einer der unteren Bereiche in der Textilindustrie arbeiten, nich so gut aus. Also versucht Hakro seinen Angestellten einen Zugang zu einer gesundheitlichen Versorgung und einem besseren Lebensstandard zu gewährleisten. So wird in den Produktionsstellen auch schon zu großen Teilen auf gesundheitsschädliche Chemikalien verzichtet. Zudem versucht Hakro den Ressourcen Verbrauch zu minimieren und das Recycling von Textilien zu fördern. Außerdem möchte das Unternehmen die Transparenz in Bezug auf Mitarbeiter*innen und Produkte erhöhen. So haben zum Beispiel, wenn das Vorhaben gut umgesetzt wird, Angestellte die Möglichkeit anonym Probleme und Änderungsvorschläge anzusprechen, auf die Hakro eingehen möchte. Nicht nur in Sachen Produktion und Material erzielt Hakro im nachhaltigen Sinne Fortschritte, sondern auch, bei den eigenen Mitarbeiter*innen. Hier steht für Hakro das Wohl der Mitarbeiter*innen, die Vielfalt, die Transparenz, der Respekt und die Chancengleichheit im Fokus. Durch vielfältige Fortbildungsangebote und Förderung der Mitarbeiter*innen Bindungen und des Gesundheitsschutzes, was durch unterschiedlichste Vorhaben umgesetzt wurde/ werden soll, will Hakro seinen Mitarbeiter*innen einen guten und nachhaltig gestalteten Arbeitsplatz bieten. Auch in Sachen Umwelt hat das Unternehmen klare Vorstellungen. Der Erhalt der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist Hakro sehr wichtig, was durch einen klimaneutralen Standort, ein eigenes Klimakonzept und verringerte Mobilitätsemissionen erreicht werden soll.

Das Unternehmen Hakro hat sich die Nachhaltigkeit mit zur Aufgabe gemacht. In den unterschiedlichsten Bereichen, wie bei der Qualität der Produkte, dem Herstellungsprozess, der Umwelt und den eigenen Mitarbeiter*innen hat das Unternehmen ein Konzept entwickelt bei dem es schon viel erreicht hat. Zudem engagiert Hakro sich sozial, indem das Unternehmen viel an ausgewählte Organisationen spendet und eine eigene Stiftung ins Leben rief. Die Harry Kroll-Foundation unterstützt kranke Kinder. Ich finde es sind wirklich gute Ansätze und Ideen, die das Unternehmen umsetzt und noch umsetzen will. Sie wollen ihren Mitarbeiter*innen vor Ort, in Bangladesch, China, Laos und der Türkei eine angenehme Arbeitsstelle verschaffen. Die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern werden regelmäßig überprüft und die Marktleiter haben den Mitarbeiter*innen dort mit einem Fest für Ihre harte Arbeit gedankt. Was sich mir allerdings noch für eine Frage stellt, wenn sich das Unternehmen Hakro so auf Nachhaltigkeit fokussiert, warum wird immer noch in Asien produziert und nicht in Europa. Die Mitarbeiter*innen fliegen zwar CO2-neutral, aber trotzdem fliegen sie mehrfach im Jahr zu den Produktionsstandorten. Trotzdem find ich, dass Hakro einen wichtigen und auch großen Schritt in Richtung nachhaltiges Unternehmen gemacht hat.

Quelle: Der Nachhaltigkeitsbericht von Hakro (https://hkweb2019fe-prod.azureedge.net/HAKRO_Nachhaltigkeitsbericht_2019.pdf) (zuletzt geöffnet am 25.10.2020)

Oktober-Thema: Nachhaltigkeit

Das Oktober-Thema für eueren Blogpost lautet Nachhaltigkeit in Unternehmen – Vorteile, Chancen, Strategien.

Worüber könnt ihr schreiben? Weil es der erste Blogpost ist, heute schon der 24. ist – und noch kein Beitrag weit und breit zu sehen ist, möchte ich euch ein wenig helfen. Lasst euch von meinen Themenvorschlägen inspirieren, nutzt einen davon oder denk dir ein eigenes aus. Bitte denke daran: getippt reicht eine halbe bis eine Seite. Du musst keine Erörterung schreiben, schreibe deine Gedanken und deine Meinung auf, reichere sie durch ein Beispiel an, nenne Alternativen oder andere Möglichkeiten. Es gibt kein richtig oder falsch – es geht darum, dass du ins Thema rein kommst – allen Gruppen geht es um Nachhaltigkeit, irgendwie. Zeit, sich ein wenig Gedanken um die Grundlagen zu machen:

  • Was bedeutet Nachhaltigkeit für Unternehmen?
  • Wie kann Nachhaltigkeit in einer Schülerfirma umgesetzt werden?
  • Ihr habt eine Beispielfirma kennen gelernt, vielleicht kennt ihr noch andere: wie wird dort Nachhaltigkeit umgesetzt – was findest du gut, was könnte noch verbessert werden?
  • Was erwartest du als Konsument von Firmen, die sich Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben?
  • Was bedeutet Greenwashing? Woran erkennt man es?
  • Welche Vorteile bietet Nachhaltigkeit für Unternehmen (spezielle und allgemein?)
  • Welche Strategien setzen Firmen ein um die verschiedenen Säulen der Nachhaltigkeit umzusetzen?
die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Schülerfirmen – Linkliste